Neuigkeiten aus der Praxis Prenzlauer Berg:

Liebe Patientinnen und Patienten,                                                      

nach der sommerlichen Entspannung hat uns die Coronavirus-Pandemie mit Wucht - und so stark wie nie - wieder eingeholt. Ich habe mehrfach klar gemacht, dass ich keinen Zweifel an der potentiellen Gefährlichkeit dieses Virus - zumindest für bestimmte Personengruppen - habe. 
Auch wenn auch ich für meine Schutzmaßnahmen - die größtenteils auch gesetzlich vorgegeben sind - bereits von Patienten beschimpft und meine Praxis von diesen wutentbrannt verlassen wurde, werde ich diese im Interesse ALLER Patienten weiter konsequent durchsetzen. Ich möchte, dass Ihr/Euer Besuch in meiner Praxis so sicher wie möglich ist! Für Sie/Euch und für mein Team und mich.


VERBINDLICHE REGELN für ALLE Patient*Innen:

 
KEIN UNKONTROLLIERTER ZUTRITT bei
SYMPTOMEN

Bei
jeglicher Erkältungssymptomatik (Husten, Halsschmerz, Schnupfen...),
Fieber,
Kopf-/und Gliederschmerzen 

ist der Zutritt zur Praxis nur nach Aufforderung durch unser Personal erlaubt!!!

Bitte informieren Sie uns vorab, dass Sie an entsprechenden Beschwerden leiden
- buchen Sie gern einen VIDEO-AKUT-Termin
- schreiben Sie uns eine email: praxis@praxis-prenzlauer-berg.de

Hierbei können wir klären, ob eine Untersuchung nötig oder/und ob eine alleinige Krankschreibung per Post möglich ist.
 
KEIN UNKONTROLLIERTER ZUTRITT bei
RISIKOKONTAKT / POSITIVEM TEST

Patient*Innen, die innerhalb der letzten 14 Tage

ein positives Covid-19-Test-Ergebnis erhalten haben oder
engen Kontakt mit einer positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person hatten,

sind verpflichtet, uns dies im Vorfeld eines Besuchs in der Praxis mitzuteilen

Bitte informieren Sie uns vorab, dass Sie an entsprechenden Beschwerden leiden
- buchen Sie gern einen VIDEO-AKUT-Termin
- schreiben Sie uns eine email: praxis@praxis-prenzlauer-berg.de
Hierbei können wir klären, ob eine Untersuchung nötig oder/und ob eine alleinige Krankschreibung per Post möglich ist.

FFP2-Maske ohne Ventil
Während des gesamten Aufenthalts in den Praxisräumen ist zwingend eine FFP2-Maske zu tragen!
Wir behalten uns vor, etwaige "Ausnahme-Atteste" auf ihren medizinischen Gehalt hin zu prüfen. Patient*Innen ohne Mund-Nasen-Bedeckung werden zum Schutz anderer Patient*Innen in jedem Fall abseits des Wartebereiches in der Praxis platziert. 
 
HÄNDE-DESINFEKTION
Am Praxis-Eingang und auf den Toiletten steht Händedesinfektionsmittel bereit. 
Jeder Patient ist angehalten, sich beim Eintritt in die Praxis die Hände zu desinfizieren.
 
ABSTAND HALTEN
Während des gesamten Aufenthalts in der Praxis ist - wann immer möglich - auf einen Abstand von 1,5 bis 2 Metern zu anderen Patient*Innen und Praxis-Mitarbeiter zu achten. 
 
PERSONENZAHL in Praxis begrenzen
Die Anzahl gleichzeitig anwesender Personen in den Praxisräumen sollte so gering wie möglich sein.

- Bitte kommen Sie/kommt erst 10 min VOR Ihrem/Eurem Termin in die Praxis.
Wir behalten uns vor, verspätet erscheinenden Patient*Innen ggf. einen neuen Termin zu geben. 

- Rezeptwünsche bitte im Vorfeld unter eMail: praxis@praxis-prenzlauer-berg.de mitteilen. Wir können dann die Rezepte vorbereiten und Ihnen/Euch schnell am Empfang aushändigen - ohne unnötiges Warten auf die nötige Arzt-Unterschrift. 

- Begleitpersonen (Ausnahme bei Pflegebedürftigen/Betreuten) ist das Warten in den Praxisräumen nicht gestattet.
 
VIDEO-SPRECHSTUNDEN
Nutzen Sie/nutzt bitte für reine Beratungen oder Befundbesprechungen unsere 
VIDEO-Sprechstunden.
Diese sind prinzipiell mit jedem smartphone, tablet oder Notebook/PC mit Mikrofon, Lautsprecher und Kamera möglich. Ein hardware-test sollte vor JEDEM Termin erfolgen. Eine Anleitung finden/t Sie/Ihr HIER




Unser Hygiene-Konzept erklärt: 
(Potenziell) Infizierte von potenziell gefährdeten Patienten trennen
Oberstes Ziel aller Maßnahmen ist, die Untersuchung und Behandlung (mutmaßlich) SARS-CoV-2-infizierter Patient*Innen im Praxisalltag so sicher wie möglich von der Standard-Versorung aller anderen Patient*Innen zu trennen. Hierdurch soll bestmöglich verhindert werden, dass Nicht-Infizierte mit Infizierten in Kontakt kommen. 

Hierfür ist es zunächst ganz wichtig, dass Patient*Innen mit verdächtigen Symptomen und nach potenziellen Infektionssituationen nicht im Wartezimmer zwischen anderen Patient*Innen sitzen. Selbstverständlich kümmern wir uns weiter gern um Sie. Wir werden Sie in einem separaten Raum untersuchen. 

An der Praxistür weist ein großes Schild noch einmal darauf hin, mit Infekt-Symptomen nicht einfach in die Praxisräume einzutreten.

Auf dem Schild ist ein Klingelknopf angebracht. Nach dem Klingeln werden Sie/werdet Ihr von unseren Mitarbeitern an der Eingangstür abgeholt und in das Untersuchungszimmer geleitet
Der Klingelknopf ist NUR BEI SYMPTOMEN ! oder nach Risikokontakten zu betätigen. Patient*Innen mit Standard-Terminen ohne Symptome kommen bitte OHNE zu klingeln in die Praxis. Sie glauben nicht, wie oft am Tag meine Mitarbeiter unnötig zur Tür gehen, weil mal wieder jemand diesen Knopf mit unserer Klingel verwechselt hat...

Praxis-Mitarbeiter sind geimpft und untersucht
Sämtliche Praxis-Mitarbeiter sind 3-fach geimpft und verpflichtet, jegliche bei ihnen auftretende Symptome eines grippalen Infekts sowie Kontakte zu positiv Getesteten im privaten Umfeld umgehend der Praxisleitung zu melden. In diesen Fällen stehen sofort verfügbare PCR- und Antigen-Tests zum schnellen Ausschluss einer SARS-CoV-2-Infektion zur Verfügung und werden niedrigschwellig eingesetzt. 
Zudem werden alle Praxis-Mitarbeiter 2x/Woche mittels Antigen-Test untersucht.

Gefahr der Übertragung über Tröpfchen oder Aerosole minimieren
Die Übertragung des SARS-Coronavirus-2 erfolgt überwiegend durch Tröpfchen und Aerosole. In beiden Fällen handelt es sich um kleine Flüssigkeitstropfen, die Virus enthalten können. Beide entstehen beim Atmen, Sprechen, Singen und Husten/Niesen. Die größeren Tropfchen fliegen nur 1,5 bis 2 m weit und sinken nach kurzer Zeit zu Boden. Die kleineren Aerosole können sich längere Zeit in der Luft halten und dabei größere Distanzen zurücklegen. 

Masken, welche den Mund und die Nase (!) bedecken, können das Aus- und Einatmen von Tröpfchen und Aerosolen verringern. Alle Patient*Innen sind deshalb verpflichtet, während des gesamten Aufenthalts in der Praxis eine FFP-2-Maske ohne Ausatemventil (!) zu tragen
 
Sämtliche Praxisräume werden - so es die Außentemperaturen zulassen - möglichst intensiv gelüftet. Hierdurch werden die Aerosole maximal verdünnt und das Risiko einer Virus-Übertragung durch die Luft minimiert. 
Um die Luftqualität zu überwachen, sind in den Sprechzimmern, im Labor und im Wartezimmer CO2-Messgeräte installiert worden. 

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Diese Messgeräte erfassen - auch optisch in Form einer Ampel - die Luftqualität. Spätestens beim Überschreiten von 1.000 ppm CO2 in der Raumluft springt die Ampel auf ROT und eine Lüftung sollte dringend erfolgen. Meine Mitarbeiter und ich werden diese Meßgeräte beachten und eine rechtzeitige Lüftung veranlassen. 
Zudem wurde für das Wartezimmer ein HEPA-Luftfilter angeschafft. Dieses Gerät filtert die Raumluft und entfernt kleine Partikel bis hin zu Viren aus der Raumluft. Das Gerät ist mit Sensoren ausgestattet, erfasst dadurch die Belastung der Luft und passt seine Lüftungsintensität daran an. 


Gefahr der Übertragung über Oberflächen minimieren
Wenngleich deutlich weniger häufig, kann das Virus auch über das Berühren kontaminierter Oberflächen übertragen werden. Hierbei stellen die Hände die wichtigste "Oberfläche" für die Kontaktinfektion - früher "Schmierinfektion" genannt - dar. 

Aus diesem Grund wird aus sämtliches Händeschütteln verzichtet.
Wir empfangen Sie/Euch mit einem Lächeln. 
Am Eingang sowie auf den Toiletten - und selbstverständlich in allen Behandlungs-zimmern - stehen Desinfektionsmittelspender für die Händedesinfektion bereit. 
Jede/r Patient/in wird gebeten, sich beim Eintritt in die Praxis die Hände zu desinfizieren.
Sämtliche Türklinken, Stühle und Untersuchungsliegen werden täglich - spätestens nach jeder Sprechstunde - mit einem Flächendesinfektionsmittel gereinigt. 

Besonders gefährdete Patienten besonders schützen
Die Covid-19-Erkrankung stellt für einige Patienten ein besonders hohes Risiko für eine schwere gesundheitliche Schädigung dar. 

Dies betrifft insbesondere
- Menschen über (60 bis) 70 Jahre
- Patienten mit
   - schlecht kontrolliertem Bluthochdruck
   - Durchblutungsstörungen des Herzens / Herzinfarkten
   - Herzschwäche (Herzinfuffizienz)
   - chronischen Lungenerkrankungen wie schwerer COPD und
     schlecht kontrolliertem Asthma bronchiale
   - schlecht kontrolliertem Diabetes mellitus
   - schweren Nieren- und Lebererkrankungen (Leberzirrhose etc.)
   - stark eingeschränkter Immunfunktion (unbehandelte HIV-Infektion mit unter 200
     Helferzellen, Einnahme immunsupprimierender Medikamente...)
   - starkem Übergewicht

Wir werden Patient*Innen mit entsprechenden Risikofaktoren für einen besonders schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung deshalb noch einmal gesondert schützen, indem wir Ihnen/Euch gesonderte Wartebereiche - abseits der anderen wartenden Patienten - zuweisen. Wir bitten darum, dies als bestmögliche Fürsorge für Ihre/Eure Gesundheit zu verstehen und nicht als Ausgrenzung. 

Anzahl von Kontakten reduzieren
Das wesentliche Element der Ausbreitung von SARS-CoV-2 stellen Kontakte zwischen Menschen dar. Eine maximal mögliche Reduktion von Mensch-Mensch-Kontakten ist DER wesentliche Faktor zur Verminderung der Virusausbreitung.  
Ich ermuntere meine Patienten explizit dazu, das Angebot an VIDEO-Sprechstunden zu nutzen. Hierdurch sind kontaktfreie Arzt-Patienten-Konsultationen möglich. Wann immer nur eine sprechende Interaktion zwischen Arzt und Patient nötig ist (Befundbesprechungen, Beratungen) ist dies durch einen VIDEO-Termin einfach und für beide sicher möglich. 

Wenn Vor-Ort-Termine in der Praxis nötig sind, so sollten diese zu möglichst wenig Kontakten zwischen Patienten sowie zwischen Patienten und Praxis-Mitarbeitern führen.

Dies wird erreicht durch
- eine Vergrößerung von Sitz-Abständen im Wartezimmer durch Reduktion der Stühle
- das Verteilen weiterer Sitzmöglichkeiten in den Gängen der Praxis 
- das bestmögliche Verhindern von längeren Wartezeiten durch zeitnahes Erscheinen von Patienten erst 10 min vor ihrem Termin, ggf. das Abweisen und neu Terminieren verspätet erscheinender Patienten sowie durch bestmögliche Termintreue seitens des Praxis-Teams
- das wan immer mögliche Einhalten von Mindest-Abständen von 1,5 bis 2 m zwischen Personen in der Praxis
- das Verbot von Begleitpersonen in der Praxis (Ausnahme: Pflegebedürftige und Betreute)
 
Ihr/Euer 
​​​​​​​Tobias Glaunsinger

Liebe Patientinnen und Patienten,


die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben am 5.11.2021 beschlossen, ALLEN Menschen dringend eine dritte Impfung (Auffrischungs-Impfung) gegen Covid-19, SECHS MONATE nach der zweiten Impfung zu empfehlen.

Die STIKO hat sich am 18.11.2021 gleichartig geäußert und empfiehlt eine Aufrisch-/Booster-Impfung ALLEN Menschen ab 18 Jahren 6 Monate nach der zweiten Impfung mit BioNTech-/Moderna-/AstraZeneca-Impfstoff und bereits 4 Wochen nach der einmaligen Impfung mit Johnson&Johnson-Impfstoff. 
Hieran halten wir uns. Da die Nachfrage nach Booster-Impfungen mittlerweile unglaublich hoch, unsere Terminkapazitäten jedoch beschränkt sind, versuchen wir nach DRINGLICHKEIT vorzugehen. Persönliche Meinungen einzelner Spezialisten oder Politiker zu Impfabständen interessieren uns hierbei genau so wenig wie empfohlene Impfabstände in anderen (Bundes-)Ländern. In begründeten Fällen kann natürlich eine Booster-Impfung bereits nach 5 Monaten erfolgen. Bitte ggf. Anfrage per email an: glaunsinger@praxis-prenzlauer-berg.de

Zudem wird ALLEN, die einmalig mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson geimpft wurden, eine Auffrisch-Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech/Pfizer oder Moderna) - bereits 4 Wochen nach der Impfung mit Johnson&Johnson-Impfstoff - empfohlen.
Vor allem nach der einmaligen Impfung mit dem Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson treten unverhältnismäßig viele Durchbruchsinfektionen auf! Dies deutet darauf hin, dass die einmalige Impfung mit diesem Impfstoff in Bezug auf die (im Gegensatz zur Zulassungsstudie) heute vorherrschende Delta-Variante des SARS-CoV-2 NICHT ausreichend sicher schützt! Aus diesem Grund empfiehlt die STIKO eine einmalige Auffrischung mittels eines mRNA-Impfstoff


WARUM?

Die meisten Tot-Impfstoffe - und auch eine mRNA-/Vektor-Impfung ist eine Tot-Impfung - wirken erst dann optimal, wenn nach einer Grundimmunisierung nach sechs Monaten eine Auffrischung der Immunantwort erfolgt. Es ist absolut physiologisch, dass eine Immunantwort nach einem ein-/zweimaligen Kontakt des Immunsystems mit einem Krankheitserreger (oder Teilen davon) nach einigen Monaten nachlässt. Die Auffrischungsimpfungen wirken als "Erinnerung" für das Immunsystem und bewirken einen deutlichen Anstieg spezifischer Antikörper. Es ist wie beim Vokabeln lernen: Erst die Wiederholung macht den Lerneffekt! Solche Schemata mit einer dritten Impfung nach 6 Monaten ist bei den meisten Impfungen Standard (Hepatitis A/B, FSME, HPV...).

Die Zulassungsstudien für die Covid-19-Impfstoffe haben sich zunächst auf den Schutz innerhalb der ersten drei Monate nach der Grundimmunisierung mit 2 (1 bei Johnson&Johnson) Impfungen konzentriert. Diese Studien fanden jedoch meist noch vor Auftreten der deutlich leichter übertragbaren Delta-Variante statt. Die Schutzwirkung der Impfstoffe gegen eine Infektion liegt - auch kurz nach der zweiten Impfung - bei der Delta-Variante 10-20% unter den Daten der Zulassungsstudien. 
Dieser Schutz sinkt etwa 5-6 Monate nach der Grundimmunisierung (i.d.R. 2 Impfungen) deutlich ab. Der Schutz lässt sich aber mit einer erneuten Impfung nicht nur wieder auf das "alte" Niveau anheben, sondern sogar darüber hianus verbessern! Hier mal schön erklärt. 

Es ist mittlerweile in großen Studien nachgewiesen, dass die Durchführung einer Auffrisch-Impfung die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung deutlich - um ca 95% - reduziert UND die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs einer Covid-19-Infektion im Fall einer Ansteckung im Vergleich zu einer zweimaligen Impfung nochmals massiv senkt

Allerdings ist das Risiko eines schweren Verlaufs von Covid-19 nicht für alle Menschen gleich: Jüngere und allgemein gesündere Menschen haben nur ein (sehr) geringes Risiko für einen schweren Verlauf, der eine Krankenhaus- oder gar Intensivstation-Aufnahme nötig macht. Dieses Risiko wird bereits durch die zweimalige Grund-Immunisierung um über 90% gesenkt! Jüngere, ansonsten relativ gesunde Menschen profitieren also von einer dritten Impfung viel weniger als Ältere und Menschen mit solchen Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 darstellen.

Für die Letztgenannten steigt das Risiko einer Infektion - und auch einer schweren Infektion - Monate nach der zweiten Impfung wieder deutlich an und für diese Gruppen droht auch wieder - sehr viel stärker als für Jüngere/Gesunde - ein schwerer Verlauf von Covid-19!
Zudem muss erneut das ZIEL einer Covid-19-Schutzimpfung klargestellt werden: Es ist hochwahrscheinlich, dass SARS-CoV-2 zu einem auch in der Zukunft in Deutschland immer wieder auftretenden Virus werden wird. Genau wie andere für den Menschen krank-machenden Vertreter der Coronaviren. Die große Gefahr schwerer, schwerster und tödlicher Verläufe ging aber insbesondere von der Tatsache aus, dass die Immunsysteme der Menschen vor Beginn dieser Pandemie noch nie Kontakt zu diesem Virus hatten und sich nicht darauf "vorbereiten" konnten.
Mittels einer zweimaligen Impfung konnte ein gesundes und leistungsfähiges Immunsystem bereits ein gutes Training gegen SARS-CoV-2 erfahren. Im Fall einer Infektion ist ein so vorbereitetes Immunsystem dann oft gut in der Lage, die Erkrankung auf eine "Erkältung" zu begrenzen und eine Ausbreitung hin zu einer Lungenentzündung zu verhindern.

Dann - und erst dann (!) - hätten wir eine Situation, die der Virusgrippe ähnelt: Auch das Grippevirus kann schwere Verläufe, Lungenentzündungen und Tod bringen. Da die Menschen jedoch bereits seit vielen Jahren immer wieder mit Grippeviren in Kontakt gekommen sind, besteht jedoch eine Teil-Immunität, also eine gewisse "Vorbereitung" ihres Immunsystems gegen diese Viren. Im Fall einer Infektion kann dann das Immunsystem der meisten jungen, immungesunden und anderweitig gesunden Menschen einen schweren, gar lebensbedrohenden Verlauf verhindern. Die Grippeimpfung wird auch deshalb nicht allen Menschen, sondern vorwiegend Vorerkrankten, Älteren und besonders Exponierten angeraten. Die Schutzwirkung der Grippeimpfung gegen eine Infektion ist zudem meist recht bescheiden (oft nur 40-60%). Allerdings: Wenn man sich als (Grippe-)Geimpfter infiziert, verläuft die Infektion meist milder.

Und hier gibt es dann die Parallele zur Covid-19-Impfung: Wer als immungesunder, sonst gesunder und junger Mensch zweimal gegen Covid-19 geimpft ist, hat nach derzeitigem Stand einen guten Schutz vor schweren Verläufen einer Covid-19-Erkrankung! 

Auch für diese Menschen senkt zwar eine dritte Impfung das Risiko einer Infektion und eines schweren Verlaufs noch einmal, bei niedrigem Grundrisiko für einen schweren Verlauf ist der Effekt der Drittimpfung hier jedoch geringer als bei Menschen, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben. 

Ältere und Vorerkrankte haben ein deutlich höheres Risiko, einen guten Immunschutz in kürzerer Zeit wieder zu verlieren und einen schweren Verlauf von Covid-19 zu bekommen. Diese Gruppen profitieren deshalb besonders von einer Auffrisch-Impfung. Diese sollten jetzt auch vordringlich ihre Booster-Impfung erhalten!
 
Bei Interesse - egal, ob Sie zu den o.g. Gruppen gehören, denen die Auffrisch-Impfung von der STIKO jetzt empfohlen wird, oder nicht - und mindestens 6 Monate zurückliegender Impfung (4 Wochen bei Johnson&Johnson) - können Sie gern einen

Termin zur Auffrischungs-Impfung buchen: HIER klicken!

Tobias Glaunsinger

Liebe Patientinnen und Patienten,


wir empfehlen

- allen über 60-Jährigen
- allen an chronischen Erkrankungen der Lungen, des Herz-Kreislauf-Systems, der Nieren oder der Leber leidenden
- allen Immunsupprimierten
- allen, die intensiven Kontakt zu anderen Menschen haben und insbesondere allen, die mit kranken Menschen arbeiten oder diese betreuen

auch in diesem Winter wieder DRINGEND, sich gegen die Virusgrippe (Influenza) impfen zu lassen! 

Da jedoch die Grippewelle meist erst zum Jahreswechsel beginnt und eine zu frühe Impfung nachweislich die Schutzwirkung der Vakzine vermindert, werden wir erst ab Ende Oktober/Anfang November 2021 mit den Grippe-Impfungen beginnen. 

Da wir nur ein begrenztes Kontingent an Grippeimpfstoffen zur Verfügung haben, werden wir bis zum Jahresende nur Patientinnen und Patienten impfen, die sich in unserer hausärztlichen Behandlung befinden

Termine: HIER klicken

Tobias Glaunsinger & Team
 

Liebe Patient*Innen,


mit der Unterstützung durch einen weiteren Arzt und nach dem Eintreffen lang erwarteter Laborreagenzien können wir Ihnen ab Februar ein breiteres Spektrum an Tests auf das SARS-Coronavirus-2 anbieten. 

Die im Folgenden beschriebenen Tests sind bei einer vorliegenden medizinischen Indikation auch zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen in einem Einsendelabor durchführbar. Zu den medizinischen Indikationen für einen PCR-Test auf SARS-CoV-2 siehe HIER. Sollten Sie einen Test für private oder berufliche Reisen oder aus persönlichem Interesse benötigen, so werden die Untersuchungen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. In diesem Fall sind die Kosten für den Test von Ihnen selbst zu tragen. 

Privat Versicherten und Selbstzahlern stellen wir neben den Kosten für die reine Laboruntersuchung auch Gebühren für die ärztliche Beratung, die Abstrich- oder Blutentnahme und eine Hygiene-Pauschale in Rechnung. Gesetzlich Versicherten bieten wir an, die Kosten für die ärztliche Beratung und die Blutentnahme mit den Krankenkassen abzurechnen und ihnen nur die reinen Laborkosten in Rechnung zu stellen. 

Folgende Tests bieten wir Ihnen an:


ANTIKÖRPER-Test

Der Test auf IgG-Antikörper gegen SARS-CoV-2 im Blut zeigt an, ob sich das eigene Immunsystem in der Vergangenheit mit dem Coronavirus auseinandergesetzt hat, - ODER -, ob eine Impfung gegen Covid-19 erfolgreich war und zur Bildung von Antikörpern geführt hat.

Der Test ist nicht geeignet, eine aktuell ablaufende Covid-19-Erkrankung zu bestätigen oder auszuschließen. Die IgG-Antikörper sind erst 3-6 Wochen nach Beginn der Symptome (4-7 Wochen nach Ansteckung) zuverlässig nachweisbar. 6 Wochen nach Symptombeginn finden sie sich bei 94-98%. 

Der von uns verwendete Test kann bei Geimpften NICHT zwischen einer Infektion mit dem Virus in der Vergangenheit und dem Effekt der Impfung unterscheiden

Obwohl der in der Praxis genutzte Test in Grenzen quantitativ und zum WHO-Standard (BAU/ml) kompatibel ist, also die Konzentration potenziell schützender Antikörper gegen die Rezeptor-Bindende Domäne des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 nachweisen kann, ist bisher kein Schwellenwert bekannt, oberhalb dessen ein sicherer Schutz oder unterhalb dessen kein guter Schutz vor einer Infektion oder einem schweren Verlauf klar abgeschätzt werden kann. Der Test eignet sich also nur bedingt, um die Notwendigkeit einer Auffrisch-Impfung abzuschätzen. 

Zu den Details um den Test siehe HIER.
 
Gesetzlich Versicherte: Kosten 20,11€
Privat Versicherte und Selbstzahler: Kosten 41,44€ 
Termin Antikörper-Test HIER buchen.
 


PCR-Test

Die PCR ist DER Test auf das Vorliegen des Virus in einem Nasen-Rachen-Abstrich. Es handelt sich um ein hochempfindliches, technisch anspruchsvolles und damit teures, molekularbiologisches Verfahren, mit welchem spezifische Abschnitte der Erbinformation des Virus nachgewiesen werden. 
Vorteile: hoch empfindlich - kleinste Mengen des Virus werden nachgewiesen
Nachteile: zeitaufwändig - Ergebnis in unserem Praxislabor nach 1 Stunde und teuer
Zu den Details um den Test siehe HIER.
 
Gesetzlich Versicherte und Selbstzahler: Kosten 99,09€
Privat Versicherte: Kosten 115,52€ 

Bei Interesse an einem Termin zum PCR-Test
bitte Anfrage via  praxis@praxis-prenzlauer-berg.de

Für alle Befunde erhalten Sie einen schriftlichen Befund - meist am gleichen Tag.

Tobias Glaunsinger
 

Liebe Patientinnen und Patienten,

Thomas Wicke und der ehemalige Assistenzarzt, Dr. Sven Schellberg, haben die Praxis Prenzlauer Berg zum 31.12.2017 verlassen. Die Praxis Prenzlauer Berg war bis zum 31.12.2017 eine Praxisgemeinschaft aus zwei eigenständigen Praxen, der Praxis Dr. Tobias Glaunsinger und der Praxis Thomas Wicke.
 
Um kassenärztlich arbeiten zu dürfen, benötigt man in Deutschland für jeden selbständigen oder angestellten Arzt eine streng limitierte und nicht einfach erhältliche Genehmigung (Kassenarztsitz). Bei seinem Weggang hat Thomas Wicke seinen eigenen und den zu ihm gehörenden zweiten Kassenarztsitz - auf welchem von Juli 2015 bis Juli 2017 Dr. André Manutscharow bei Herrn Wicke angestellt war - nach Berlin-Mitte verlegt. Somit fallen ab dem 02.01.2018 zwei von drei Arztstellen am Standort Danziger Str. 78B ersatzlos weg. Eine Übernahme von Patienten, die bisher von Herrn Wicke, Herrn Dr. Manutscharow oder Herrn Dr. Schellberg rein hausärztlich betreut wurden, ist in meine Praxis nur sehr eingeschränkt möglich.
 
Grund hierfür ist, dass ich seit Jahren vorwiegend infektiologisch tätig bin. Ich habe die Zusatzbezeichnung Infektiologie nach Prüfung vor der Berliner Ärztekammer erlangt und bin zudem von der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie als Infektiologe (DGI) zertifiziert.
Überdies bin ich von der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin als HIV-Schwerpunktpraxis anerkannt und berechtigt, HIV-Patienten im Rahmen der Qualitätssicherungsvereinbarung HIV/AIDS zu behandeln.
Somit verfüge ich über Expertenwissen, welches ich gezielt auch Patienten anderer Praxen nach Überweisung zur Mitbehandlung zur Verfügung stellen möchte. Hierfür benötige ich jedoch Zeit, die ich nicht mehr hätte, wenn ich alle sich bei mir vorstellenden Patienten auch vollumfänglich hausärztlich betreuen würde.
 
Für Patientinnen und Patienten, die bisher von Herrn Wicke, Herrn Dr. Manutscharow oder Herrn Dr. Schellberg betreut wurden, besteht also ab Anfang 2018 die Möglichkeit, sich am neuen Praxisstandort von Thomas Wicke in Berlin-Mitte (Mohrenstrasse 6, 10117 Berlin - Deutschland, Telefon: 346 20 300) behandeln zu lassen oder sich im Prenzlauer Berg eine neue Hausarztpraxis zu suchen.
 
Für Patienten, die sich bisher in meiner Behandlung befunden haben, ändert sich nichts.
 
Ich bedauere die Entwicklung, stehe Ihnen aber gern weiterhin mit meiner langjährigen Expertise als Infektiologe zur Verfügung.
 
Tobias Glaunsinger

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Dear patients,
Thomas Wicke, Dr. Schellberg and Dr. Manutscharow have left the rooms in Danziger Str. 78b. 

Due to capacity reasons patients formerly treated by Thomas Wicke, Dr. Schellberg or Dr. Manutscharow CANNOT be treated by Dr. Glaunsinger - except patients with HIV-Infection, Sexually Transmitted Diseases or Chronic Viral Hepatitis

Best regards 
Tobias Glaunsinger
 

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