Neuigkeiten aus der Praxis Prenzlauer Berg:

Liebe Patientinnen und Patienten,

wir haben bisher 290 Impfungen gegen Covid-19 durchgeführt. 


In der jetzt kommenden Woche werden wir
- 48 Dosen BioNTech-Impfstoff und
- 80 Dosen AstraZeneca-Impfstoff zur Verfügung haben. 

Den BioNTech-Impfstoff dürfen wir aktuell nur für Menschen mit einer Priorisierung einsetzen. In Anbetracht der Tatsache, dass wir allein fast 500 HIV-Patienten betreuen, werden wir hierfür keine Patienten bedenken können, die nicht in unserer dauerhaften Betreuung sind. Termine für den BioNTech-Impfstoff werden ausschließlich an unsere Stamm-Patienten vergeben. 

Nach Aufhebung der Priorisierung für den AstraZeneca-Impfstoff im Land Berlin können wir Impfungen mit diesem Impfstoff in begrenztem Maß auch Menschen anbieten, die bisher nicht oder nicht hausärztlich in unserer Praxis in Behandlung sind. 
Wir weisen darauf hin, dass der AstraZeneca-Impfstoff nach einer empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) aktuell vorzugsweise an Menschen ab 60 Jahren verimpft werden soll. Es ist jedoch explizit auch eine Impfung an Jüngere möglich. Bedingung ist eine individuelle ärztliche Aufklärung sowie eine Nutzen-Risiko-Abwägung. Bitte beachten Sie diesbezüglich die umfangreichen Hinweise HIER auf unserer Website. 

Bei Interesse an einer Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff schreiben Sie bitte eine email mit Angabe von 
- Alter
- ggf. chronischen Erkrankungen
- ggf. konkreten Gründen für einen dringenden Impfwunsch

an    impfung@praxis-prenzlauer-berg.de

Ich werde Ihnen dann ggf. einen Buchungs-Link für einen Impftermin zukommen lassen.

Beste Grüße
Tobias Glaunsinger

Liebe Patientinnen und Patienten,

jetzt ist es offiziell:  Ab dem 01.04.2021 steht Ihnen/Euch mit

Matthias STRAUB


ein zweiter Facharzt für Allgemeinmedizin und Infektiologe zur Behandlung privat und gesetzlich Krankenversicherter zur Verfügung. 

Herr Straub ist langjährig erfahren in der Behandlung HIV-Infizierter und AIDS-Erkrankter, er kennt sich zudem gut mit sexuell übertragenen Infektionen (STI) aus. Er wird zunächst Dienstag - Freitag Sprechstunden in der Praxis machen. 

Durch die Verfügbarkeit eines zweiten Arztes ist es uns jetzt wieder möglich, hausärztliche Patienten zur Behandlung in unserer Praxis neu aufzunehmen. Gleichzeitig steigt die Verfügbarkeit von Terminen zur Testung auf und Behandlung von sexuell übertragenen Infektionen (STI) sowie zur Testung auf SARS-CoV-2-Antikörper. 

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Matthias und bin überzeugt, dass Ihnen/Euch mit ihm ein erfahrener und sehr gut ausgebildeter Hausarzt sowie ein sehr gut geschulter Infektiologe zur Verfügung steht. 

Tobias Glaunsinger
 

Liebe Patientinnen und Patienten,
 

viele von Ihnen/Euch fragen mich, wann und wo sie sich gegen Covid-19 impfen lassen können. Ich möchte hier versuchen, etwas Licht ins Dunkel der Fragen zu bringen: 
 

WANN?

Da noch immer nicht genug Impfstoff zur Verfügung steht, um jedem, der es wünscht, ein Impfangebot machen zu können, erfolgt derzeit noch immer eine Priorisierung der Impfung für Menschen, die aufgrund ihres Alters oder aufgrund von chronischen Erkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder gar tödlichen Verlauf von Covid-19 haben. Zudem werden Personen geimpft, die aufgrund ihrer beruflichen Situation ein erhöhtes Risiko haben, sich mit Covid-19 zu infizieren und diese Infektion an besonders gefährdete, von ihnen betreute Menschen weiterzugeben.

Die Lieferungen von Impfstoffen nach Deutschland werden in den nächsten Wochen stark zunehmen. Nach aktuellem Stand (02.05.21) soll die Priorisierung im JUNI aufgehoben werden. 
 

Impfverordnung

Die Rechtsgrundlage, wer sich wann impfen lassen darf, wird in der Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit geregelt. Diese wird immer wieder an neue Erkenntnisse/Entscheidungen angepasst. Es wurden drei Priorisierungsgruppen gebildet. Allen anderen kann erst ein Impfangebot gemacht werden, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht.
 
Hier einige wichtige Auszüge aus den Kriterien für die Priorisierungsgruppen 1-3:
 
Gruppe 1: Höchste Priorität
  • Personen ab 80 Jahren
  • Bewohner und Personal von Pflegeeinrichtungen
  • Personal mit sehr hohem Infektionsrisiko (Intensivstationen, Rettungsstellen…)
  • Personal in Einrichtungen, in denen Höchstgefährdete behandelt werden (Onkologie, Transplantationsmedizin…)
Gruppe 2: Hohe Priorität
  • Personen ab 70 Jahren
  • Menschen mit
    • Organtransplantationen
    • Demenz, geistiger Behinderung, schweren psychiatrischen Erkrankungen
    • Tumor-/Krebs-Erkrankungen mit aktueller Behandlungsbedürftigkeit
    • besonders schweren chronischen Lungenkrankheiten
    • schlecht kontrollierter Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus mit HBA1c >7,5%)
    • Leberzirrhose oder schwerer chronischer Lebererkrankung
    • schwerer chronischer Nierenerkrankung
    • schwerem Übergewicht (BMI >40)
  • bis zu 2 enge Kontaktpersonen von Menschen ab 70 Jahren oder mit o.g. Erkrankungen
  • Personal in medizinischen Einrichtungen und Arztpraxen
  • Polizei- und Ordnungskräfte
 Gruppe 3: Erhöhte Priorität
  • Personen ab 60 Jahren
  • Menschen mit
    • Tumor-/Krebs-Erkrankungen in der Vergangenheit
    • schweren Immundefekten oder HIV-Infektion
    • Autoimmunerkrankungen oder rheumatologischen Erkrankungen
    • Herzschwäche, schwere Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen des Herzens,
      schwerer Bluthochdruck
    • schweren neurologischen Erkrankungen und Schlaganfall
    • Asthma bronchiale
    • Colitis ulcerosa und Morbus Crohn
    • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus mit HBA1c <7,5%)
    • Übergewicht (BMI>30)
  • bis zu 2 enge Kontaktpersonen von Menschen ab 60 Jahren oder mit o.g. Erkrankungen
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personal von Kinderbetreuungseinrichtungen und Lehrkräfte
Aktuell (02.05.21) werden in Berlin die Priorisierungsgruppen 1-3 geimpft. In Berlin erfolgt die Terminvereinbarung zu Impfungen zum einen nach Einladung durch die Senatsverwaltung für Gesundheit und - neuerdings - auch nach Einladung durch die Hausarztpraxen. Die Kassenärztliche Vereinigung hat - im Auftrag der Senatsverwaltung für Gesundheit - allen gesetzlich Krankenversicherten ab 18 Jahren, die zur Priorisierungsgruppe 2 und 3 gehören, eine schriftliche Einladung zur Impfung geschickt

Privat Krankenversicherte werden von der Kassenärztlichen Vereinigung NICHT eingeladen und sollten sich nach Auskunft der Senatsverwaltung für Gesundheit an die Impf-Hotline unter der Telefonnummer 9028 2200 wenden. Nach Einreichung eines Attests über die Zugehörigkeit zur Priorisierungsgruppe 2/3 erhalten sie dann von der Impf-Hotline einen Code zur Vereinbarung eines Impf-Termins.
Das Attest können Sie unter glaunsinger@praxis-prenzlauer-berg.de von mir erhalten. 
  

WOMIT?


Impfstoffe

Stand heute (10.03.2021) sind in Deutschland drei Impfstoffe zugelassen:
  • Die Vakzinen der Firma BioNTech/Pfizer und Moderna basieren auf einer erstmals im Rahmen von Impfungen beim Menschen eingesetzten, relativ neuen Technologie: der mRNA-Technologie  
  • Die von der Universität Oxford entwickelte und von der Firma AstraZeneca hergestellte Vakzine basiert auf einer ebenfalls sehr neuen Impftechnologie, der Vektorimpfung. Im Gegensatz zur mRNA-Technologie gibt es bereits zugelassene Impfstoffe gegen das Ebola- und das Dengue-Virus auf Basis der Vektorimpfstoff-Technologie.
 

Wirkungsweise

Alle hier genannten Impfstoffe haben das Ziel, Körperzellen zur Produktion des Spike-Proteins von SARS-CoV-2 anzuregen. Wenn das Immunsystem dieses körperfremde Eiweiß erkennt und Schutzstoffe (Antikörper, Immunzellen) dagegen bildet, kann es den Körper im Fall eines Kontakts mit SARS-CoV-2 schnell genug und stark genug verteidigen, bevor das Covid-19-Virus zu einer (schweren) Erkrankung führt.

Man könnte vermutlich auch einfach mit dem Spike-Protein impfen. Da die Produktion großer Mengen dieses Spike-Proteins in Bioreaktoren jedoch sehr aufwändig ist, bräuchte man sehr (zu) lange, bis man ausreichend Impfstoff auf Basis dieses Spike-Proteins zur Verfügung stellen könnte. Die Wissenschaftler haben sich deshalb Wege einfallen lassen, wie man die körpereigenen Zellen zur Produktion dieses (für den Menschen unschädlichen) Spike-Proteins bringen kann. In allen bisher zugelassenen Impfstoffen (mRNA- und Vektor-Impfstoff) wird nicht das Spike-Protein selbst, sondern der Bauplan für das Spike-Protein in die körpereigenen Zellen gebracht.

Im Fall eines mRNA-Impfstoffs wird der unmittelbare Bauplan in Form einer messenger RNA (mRNA) verabreicht, anhand dessen die Ribosomen (die „Proteinbäckereien“) in den Zellen direkt mit der Produktion von Spike-Protein beginnen können. Bei einem Vektorimpfstoff wird noch ein Schritt früher angesetzt: Mittels eines für den Menschen ungefährlichen Virus (Vektor) wird der Bauplan für das Spike-Protein in Form einer DNA in die Körperzellen eingebracht. Die Körperzellen bilden dann ausgehend von dieser DNA eine mRNA, die dann wiederum – wie bei den mRNA-Impfstoffen – als Bauplan für die Produktion von Spike-Protein in den Ribosomen der Zelle dient. Eine gute Darstellung, wie dies abläuft, finden Sie HIER. Eine weitere gute Erklärung finden Sie HIER.
 

WIRKSAMKEIT


Was heißt „Wirksamkeit“?

ALLE bisher zugelassenen Impfstoffe übertreffen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit alles, was selbst optimistischste Experten erwartet hatten!
 
Man muss sich immer klar machen, dass es kaum einen Impfstoff gibt, der zu 100% gegen die Infektion, gegen die er entwickelt wurde, schützt. Nur ein Teil der Impfstoffe ist zudem in der Lage, eine „sterile Immunität“ zu erzeugen. Gemeint ist, dass im Fall des Kontakts mit dem Erreger eine Infektion – also eine Vermehrung des Erregers im Körper sowie eine schädigende Wirkung auf den Körper – komplett verhindert werden kann. Demgegenüber steht die „klinische Immunität“, die Verhinderung einer (schweren) Erkrankung durch eine Impfung, auch wenn sich der Erreger in geringen Mengen im Körper vermehren und auch etwas mit diesem interagieren kann.
Die alljährliche Grippeimpfung schützt beispielsweise „nur“ zu 50-70% gegen ein grippales Krankheitsbild infolge einer Influenzavirus-Infektion. Allerdings: Wenn man trotz der Grippeimpfung an einer Influenza erkrankt, ist das Risiko, einen schwersten und potenziell lebensgefährlichen Verlauf der Influenza zu entwickeln deutlich reduziert. Der Grippeimpfstoff schützt also vor allem vor sehr schweren Verläufen. Ein leichter grippaler Infekt mit ein paar Tagen Husten und Halsschmerzen wird nicht immer verhindert. Das bei einer Influenza jedoch real gegebene Risiko, beatmet auf einer Intensivstation zu landen, wird jedoch durch die Impfung deutlich reduziert.
 
Das muss man sich klarmachen, wenn man die „Wirksamkeit“ der verschiedenen Covid-19-Impfstoffe miteinander vergleicht! Zum einen ist es schwer, verschiedene Studien nebeneinanderzulegen und die Ergebnisse gegenüberzustellen. Dies wäre nur dann wissenschaftlich genau möglich, wenn diese Studien genau (!) gleich gemacht wären. Angefangen von einer identischen Zusammensetzung der untersuchten Probandengruppe hinsichtlich Alter, Geschlecht, Herkunft, Wohnort, sozialer Herkunft u.s.w. bis hin zu einer absolut identischen Definition der Wirksamkeit müssten die Studien genau gleich gelaufen sein, um sie vergleichen zu können. Dem ist jedoch NICHT so! Auch deshalb sind die Vergleiche der Wirksamkeit der unterschiedlichen Impfstoffe sehr schwierig! An einigen Stellen werden Äpfel mit Birnen verglichen…
 
In den Zulassungsstudien war das wichtigste Kriterium der Wirksamkeit, wie häufig bei den Geimpften bzw. nicht Geimpften eine SARS-CoV-2-Infektion jeglicher Intensität aufgetreten ist. Hierbei war es jedoch zunächst absolut egal, wie stark die Infektionen verlaufen sind.
 
In den BioNTech-Studien war das Hauptkriterium die Verhinderung von Covid-19-Erkrankungen, definiert als mindestens ein neu aufgetretenes Symptom (Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Frösteln, Muskelschmerzen, Geruchs-/Geschmacksverlust, Halsschmerz, Durchfall, Erbrechen) UND der Nachweis von SARS-CoV-2 in der PCR.
 
In den AstraZeneca/Oxford-Studien war das Hauptkriterium die Wirksamkeit der Vakzine gegen das Auftreten von PCR-bestätigten Covid-19-Erkrankungen. Als Kriterien der Erkrankung wurden auch hier mindestens ein Symptom aus Fieber, Husten, Kurzatmigkeit, Geruchs- oder Geschmacksverlust gewertet.
 
In den Moderna-Studien war ebenfalls das Auftreten einer PCR-bestätigten Covid-19-Erkrankung mit jedoch mindestens zwei der folgenden Symptome Fieber, Frösteln, Muskel-, Kopf- oder Halsschmerzen,  Geruchs- oder Geschmacksverlust oder eines dieser Symptome und Husten oder Kurzatmigkeit oder Zeichen einer Lungenentzündung im Röntgenbild der Lunge.
 
Klar wird hier schon, dass die Kriterien für die Wirksamkeit der Impfstoffe zwar ähnlich, aber nicht gleich sind. Sehr deutlich wird jedoch vor allem auch, dass keinerlei Unterscheidung zwischen einem leichten grippalen Infekt mit Husten und Halskratzen und einem schweren Verlauf mit Krankenhausaufnahme und ggf. Behandlung auf der Intensivstation gemacht wurde.
 
Gemessen an diesen Kriterien erzielten die beiden mRNA-Vakzinen die höchste Wirksamkeit mit Schutzraten von 95% (BioNTech/Pfizer) und 94,1% (Moderna).

Die AstraZeneca/Oxford-Vakzine erreichte in den verschiedenen Unterstudien Schutzraten zwischen 62,1% und 90,0%. Im Mittel kann man von einer Schutzrate in der Größenordnung von 70,4% ausgehen. Bereits in den Zulassungsstudien wurde jedoch deutlich, dass die Immunantwort – also die Schutzwirkung – beim Vektorimpfstoff von AstraZeneca/Oxford „nachreift“, also zunächst immer besser wird, je länger die erste Impfung zurückliegt und je größer der Zeitraum zwischen erster und zweiter Impfung ist. Hierin liegt auch die jetzige Empfehlung begründet, den gemäß Zulassung maximal möglichen Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung von 12 Wochen auszunutzen.

UPDATE 05.04.2021:
Neuere Auswertungen der Zulassungsstudien sowie aus Anwendungsstudien für den Vektor-Impfstoff der Firma AstraZeneca zeigen, dass 
- die Wirksamkeit auch in der Altersgruppe der über 65-Jährigen sehr gut ist 
- die Wirksamkeit zur Verhinderung einer Covid-19-Erkrankung nach nur einer Dosis des Vakzins ab dem 22. Tag nach Verabreichung bei etwa 78% liegt und für 90 Tage anhält
- die Wirksamkeit zur Verhinderung einer Covid-19-Erkrankung um so besser ist, wenn der Abstand zwischen der ersten und zweiten Impfung 8-12 Wochen (72,1%) statt 4-8 Wochen (50,4%) betrug: Längerer Abstand = bessere Wirksamkeit! 
 

Was wirklich zählt

Diese Zahlen spiegeln jedoch nicht das wider, worum es uns eigentlich vordringlich bei diesen Impfungen geht! Das wichtigste Ziel ist es, die schweren Verläufe der Covid-19-Erkrankung zu verhindern! Etwas Husten, leichtes Fieber und Halsschmerzen – so wie die Infektion in vielen Fällen vor allem bei jungen Menschen verläuft – ist nicht das, wovor wir Angst haben. Angst haben wir vor den Verläufen, bei denen Menschen so schwer erkranken, dass sie ins Krankenhaus müssen und ggf. auf einer Intensivstation behandelt, schlimmstenfalls sogar beatmet werden müssen. Einmal beatmet versterben ca. 50% der so Erkrankten an Covid-19.
 
Aus großen Studien, die parallel zu den großen Impfprogrammen in Großbritannien und Israel durchgeführt wurden, erhalten wir jetzt die für mich wirklich wichtigen Informationen:
 
Sowohl der BioNTech- als auch der AstraZeneca/Oxford-Impfstoff konnten nämlich zeigen, dass sie EXZELLENT gegen wirklich schwere Verläufe von Covid-19 wirken!
 
Nach Auswertung von über einer Million Impfungen in Schottland (wobei zunächst nur eine anstatt zwei Impfungen erfolgt sind) konnten die Krankenhausaufnahmen aufgrund von Covid-19 vier Wochen nach der ersten Impfung um 94% nach Impfung mit dem AstraZeneca/Oxford- Impfstoff und um 85% nach Impfung mit der BionTEch/Pfizer-Vakzine reduziert werden!
In diese Auswertung sind vor allem Impfungen bei Hochbetagten eingeflossen, da auch in Schottland zunächst die Alten geimpft wurden. Das ist phänomenal!
 
In einer weiteren Auswertung aus Großbritannien, die nur über 70-Jährige einschloss, konnte gezeigt werden, dass eine einzige Dosis des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs 60-70% effektiv in der Verhinderung einer Covid-19-Erkrankung jeder Schwere bei über 70-Jährigen ist. Nach der zweiten Dosis steigt der Schutz auf 85-90%. Diejenigen, die sich trotz Impfung infiziert hatten, hatten ein um 44% vermindertes Risiko, wegen Covid-19 ins Krankenhaus zu kommen.
Eine Einzeldosis des AstraZeneca/Oxford-Impfstoff verringerte das Auftreten einer symptomatischen Covid-19-Erkrankung jeglicher Schwere um 60-75%.
Während der Laufzeit dieser Untersuchung hat sich die „britische Mutation“ – auch als B1.1.7-Stamm bezeichnet – in Großbritannien massiv verbreitet. Trotzdem erwies sich auch die AstraZeneca/Oxford-Vakzine als hoch wirksam!
 
Die Tatsache, dass die STIKO, welche in Deutschland die Impfempfehlungen herausgibt, die AstraZeneca/Oxford-Vakzine zunächst nur bis 65 Jahre empfohlen hatte, beruhte einzig und allein auf der Tatsache, dass in der für die Zulassung maßgeblichen Zwischenauswertung der Zulassungsstudien bis zum Auswertungszeitpunkt nur wenige Studienteilnehmer über 55 Jahren ausgewertet wurden. Dies war in den BioNTech/Pfizer- und in den Moderna-Studien, die von Anfang an auch Ältere in die Studien einschlossen, anders. Nicht zuletzt diese exzellenten Daten aus dem „wirklichen Leben“ zeigen aber, dass auch die AstraZeneca/Oxford-Vakzine auch EXZELLENT bei Älteren wirkt! Die STIKO hat die Altersbeschränkung deshalb jetzt auch aufgehoben.
 

Apropos Mutationen

Anfang Februar haben Ergebnisse einer in den Augen einiger Wissenschaftler zu kleinen und vielleicht noch nicht ausreichend aussagekräftigen Studie die Vermutung nahegelegt, dass die AstraZeneca/Oxford-Vakzine nicht gut gegen die in Südafrika zuerst nachgewiesene Mutante (B.1.351) des Virus wirksam ist. Auch diese Befunde haben dazu geführt, dass Südafrika die Impfungen mit dem AstraZeneca/Oxford-Impfstoff beendet hat. Ob das wirklich die richtige Entscheidung ist, lieber gar nicht zu impfen, ist nicht unumstritten. Dennoch gilt die „südafrikanische“ Mutation als „immune escape“-Variante, der es besser gelingen kann, sich der Immunantwort gegen das „ursprüngliche“ Virus zu entziehen.
Die Wirksamkeit des AstraZeneca/Oxford-Impfstoffs gegen die „britische“ Mutation ist nicht wesentlich eingeschränkt. Das haben virologische Untersuchungen und die oben genannten Erfahrungen im breiten Einsatz der Impfstoffe in Großbritannien gezeigt.
 
Aktuell setzt sich in Deutschland – und in ganz Europa – zunehmend die „britische“ Mutation durch und macht einen immer größer werdenden Anteil an den neuen Infektionen aus. Während die „britische“ Mutation in der 8. Kalenderwoche für fast die Hälfte aller neuen Infektionen verantwortlich war, machte die „südafrikanische“ Mutation maximal 1% aller Infektionen aus. Heißt im Klartext: Was wir hier in Deutschland JETZT brauchen, ist ein Schutz gegen das „ursprüngliche“ Virus („Wildtyp“) und gegen die „britische“ Mutation. Ob die „südafrikanische“ Mutation in Deutschland und Europa jemals einen nennenswerten Anteil an den Infektionen haben wird und ob sich vielleicht jetzt in diesen Tagen gerade eine andere Mutation bildet, gegen die auch der BioNTech/Pfizer-Impfstoff machtlos ist, kann im Moment niemand sagen. Fast alle Experten sind sich jedoch einig, dass man später, falls neue Mutationen auftreten, gegen welche die jetzigen Impfstoffe nicht wirken, mit maßgeschneiderten neuen Impfstoffen nachimpfen kann.

Klar ist, der AstraZeneca/Oxford-Impfstoff ist VIEL BESSER als sein – zum Teil durch Falschmeldungen – lädierter Ruf! Ich kann JEDEM und JEDER, der/die JETZT eine Chance hat, sich impfen zu lassen, nur raten, sich in JEDEM Fall impfen zu lassen. Auch mit AstraZeneca/Oxford-Impfstoff! Es ist absurd, diesen Audi A8 mit Premiumausstattung liegen zu lassen, nur weil man lieber die Mercedes S-Klasse mit AMG-Tuning haben möchte! Zum Schluss steht man nämlich ohne Auto da und muss zu Fuß gehen…

UPDATE vom 02.05.21:

HIER finden Sie einen kurzen und guten Überblick zu den aktuell bekannten und diskutierten Virusmutationen.  
Prof. Watzl, Immunologe aus Dortmund, äußerte sich erst Ende April zur GUTEN WIRKSAMKEIT ALLER aktuellen VAKZINEN GEGENÜBER allen aktuellen VIRUSMUTANTEN eindeutig optimistisch. Aus seiner Sicht bieten ALLE derzeitig in Deutschland eingesetzten Impfstoffe einen guten Schutz vor schweren Verläufen mit allen derzeit beschriebenen Mutationen. 
 

SICHERHEIT DER IMPFSTOFFE


Zu schnell entwickelt?

Viele fragen sich, warum die Entwicklung der Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 so schnell gehen konnte. Die Antwort darauf ist mehrschichtig:
Zum einen entwickelt sich die Biotechnologie mit rasanter Geschwindigkeit weiter. Die Technologien zur mRNA-Impfung und zur Vektorimmunisierung sind neu, aber bereits über Jahre hinweg entwickelt und ausgereift worden. Die Firma BioNTech beispielsweise arbeitet seit 2008 auf der Basis der mRNA-Impftechnologie an Impfstoffen gegen Krebs. Zudem wird bereits seit Jahren an der Impfung gegen MERS, einen engen Verwandten des SARS-CoV-2 gearbeitet, die ebenfalls auf der Vektorimpfstoff-Technologie beruht.
Auch die Technologien zur Erforschung von Viren und deren Erbgut sind im Laufe der Jahre immer besser und schneller geworden. In den 90er Jahren dauerte die erstmalige Entschlüsselung des menschlichen Erbguts noch mehr als 10 Jahre. Heute ist dies in wenigen Tagen möglich. Das Genom von SARS-CoV-2 war mit diesen neuen Technologien bereits am 12. Januar 2020 – nur wenige Tage nach dessen erstmaliger Identifizierung – vollständig entschlüsselt worden. Auf der Basis dieses jetzt bekannten genetischen Codes war es – die zur Verfügung stehende mRNA- und Vektorimpfstoff-Technologie nutzend – möglich, bereits im Februar/März 2020 mehrere Impfstoffkandidaten zu entwickeln und im April 2020 erste klinische Studien am Menschen zu starten. Das ist in der Tat sehr schnell! Möglich war es auch nur – aber auch deshalb – weil moderne Technologien dies möglich machten. Mit einem modernen Computer können komplizierte Berechnungen auch sehr viel schneller durchgeführt werden als mit den ersten PCs aus den 80er Jahren!
Ein Teil der Antwort ist also: Moderne Technologien machen es schneller möglich.
 
Zum zweiten sind Zulassungsbehörden bereit gewesen, schnellere Wege der Prüfung – ohne die Gründlichkeit der Prüfung zu verringern – zu gehen: Während normalerweise die verschiedenen Phasen der klinischen Prüfungen nacheinander erfolgen und erst beim vollständigen Abschluss aller Studien zur Prüfung eingereicht werden, haben die Zulassungsbehörden im Fall der Covid-19-Vakzinen bereits begonnen, Studiendaten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit zu prüfen, als die Studien noch liefen.

Endgültige Entscheidungen zur Zulassung erfolgten jedoch erst, nachdem alle Daten in ausreichender Qualität vorgelegen haben. Deshalb dauerte die Erteilung einer regulären Zulassung für die Impfstoffe von BioNTech, Moderna und AstraZeneca/Oxford in der EU auch länger als die vorläufigen/eingeschränkten Zulassungen in Israel oder Großbritannien.
Die medizinische Fachwelt hat zu Recht aufgeschrien, als Russland seinen Sputnik V-Impfstoff im August 2020 auf Basis einer Phase II-Studie mit lediglich 76 (!) Probanden zugelassen hat. Diese Entscheidung galt den hiesigen Zulassungsbehörden als Verstoß gegen internationale Mindeststandards in der Arzneimittelzulassung und als gefährliches Experiment am Menschen. Die amerikanische und die europäische Zulassungsbehörde hat zwar weitgehende Kooperation signalisiert, aber von Anfang an klar gemacht, dass es keine Kompromisse bei den Prüfstandards zur Zulassung der Impfstoffe geben werde.
Zweiter Teil der Antwort ist also: Schnellere – jedoch genauso gründliche – Zulassungsverfahren machen es schneller möglich.
 
Zum dritten gab es einen unglaublichen Druck aus der ganzen Welt, möglichst schnell einen möglichst gut wirksamen, möglichst schnell in großen Mengen herstellbaren, möglichst preiswerten Impfstoff gegen diese Jahrhundertseuche zu entwickeln. Universitäten, Biotech- und Pharma-Firmen, Regierungen und Organisationen steckten all ihre wissenschaftliche Expertise sowie riesige Mengen an Geld in den Wettkampf um den Impfstoff gegen Covid-19.
Ein dritter Teil der Antwort ist also: Mit viel Geld und vielen gleichzeitig tüftelnden Wissenschaftlern kann man schneller ein Ziel erreichen.
 
Schließlich scheint das Virus ein „dankbarer Gegner“ zu sein. Jahrzehntelange Versuche, einen Impfstoff gegen HIV, Malaria oder Hepatitis C zu entwickeln sind bisher vergebens. Trotz der modernen Technologien, trotz des großen Bedarfs und trotz vieler daran arbeitender Wissenschaftler und riesigen Summen an Geld, die für die Forschung zur Verfügung stehen!
Die Impfstoffentwicklung gegen SARS-CoV-2 lief entschieden besser, als die meisten Wissenschaftler zu hoffen gewagt hätten. Kaum einer der namhaften Impfstoffforscher und Infektiologen hätte gehofft, einen Impfstoff entwickeln zu können, der mehr als 70% Schutzwirkung erzielt. Impfstoffe gegen Grippe – den anderen bedeutsamen und gefährlichen viralen Erreger schwerster Atemwegsinfektionen – erzielen trotz jahrelanger Erfahrungen meist nicht mehr als 50-70% Schutzwirkung. Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hatte in 2020 geäußert, man wäre bereit, einen Covid-19-Impfstoff zuzulassen, der 50% wirksam ist. Niemand hatte auf eine Wirksamkeit über 70% oder gar über 90% zu hoffen gewagt.
Der letzte Teil der Antwort lautet also: Das Virus scheint ein „dankbarer Gegner“ für Impfstoffe zu sein und wir scheinen seinen verwundbaren Punkt schnell gefunden zu haben.
 

Unzureichend getestet?

Alle derzeitig in der EU und damit in Deutschland zugelassenen Impfstoffe gegen Covid-19 sind vor ihrer Zulassung in sehr großen Phase-III-Studien am Menschen getestet worden:
  • Der BionTECH/Pfizer-Impfstoff (Handelsname „Comirnaty®“) ist an 43.448 Probanden getestet worden.
  • Für den AstraZeneca/Oxford-Impfstoff wurden – und werden – 23.848 Probanden in Phase-III-Studien getestet
  • Der Moderna-Impfstoff wurde an 30.420 Probanden in Phase III geprüft
 
Einige Menschen haben die Befürchtung, dass mit diesen Impfstoffen das menschliche Genom verändert werden könne. Dies gilt unter Experten als extrem unwahrscheinlich bzw. nahezu sicher ausgeschlossen.
 

Nebenwirkungen - Erfahrungen aus der Praxis

Stand heute (08.03.2021) sind allein in Deutschland 5,17 Millionen Menschen einmalig und bereits 2,48 Millionen Menschen vollständig (zweimalig) gegen Covid-19 geimpft worden. Weltweit sind bereits über 300 Millionen Impfungen gegen Covid-19 erfolgt.
 
Die weltweiten Impfkampagnen werden von den Zulassungsbehörden und im Rahmen von begleitenden Studien intensiv beobachtet. Bisher sind - bis auf die unten beschriebenen (Update vom 05.04.2021) - keine nicht erwarteten schweren Reaktionen aufgetreten, die nachweislich oder zumindest sehr wahrscheinlich auf die Impfung zurückzuführen sind.

UPDATE 02.05.2021:
Sinusvenenthrombosen nach Vektor-Impfstoffen

In der Zwischenzeit ist durch eine sehr genaue Erfassung von klinischen Ereignissen in zeitlichem Zusammenhang mit einer Covid-19-Impfung aufgefallen, dass es SEHR SELTEN zu einer Sonderform von Blutgerinnseln (Thrombosen) in den Gehirnvenen (Sinus) einiger weniger Geimpfter, die den Vektorimpfstoff von AstraZeneca/Oxford erhalten haben, kam. Ähnliche Phänomene sind auch unter dem anderen Vektor-Impfstoff der Firma Johnson&Johnson aufgetreten. 

Diese Sinusvenenthrombosen traten meist 4-16 Tage nach der Impfung auf und waren nach einer Impfung mit dem AstraZeneca/Oxford-Vakzin statistisch häufiger aufgetreten, als sie spontan zu erwarten gewesen wären.
Mit Stand vom 21.04.2021 sind in Deutschland 63 Fälle von Hirnvenenthrombosen im zeitlichen Zusammenhang nach einer Impfung mit AstraZeneca/Oxford-Impfstoff aufgetreten. Davon betroffen waren 49 Frauen und 14 Männer. Verstorben sind 6 Frauen und 6 Männer. Im gleichen Zeitraum sind jedoch mehr als 5,6 Millionen Dosen AstraZeneca-Impfstoff in Deutschlad verabreicht worden. Es handelt sich als um ein SEHR SELTEN auftretendes Phänomen (ca. 1:100.000 bis 1:200.000). Alle Ereignisse traten bisher nach der ERSTEN Impfung auf. 

Ob und wieviele dieser Fälle ursächlich auf die Impfung mit dem AstraZeneca/Oxford-Impfstoff zurückzuführen sind, kann aktuell noch nicht sicher gesagt werden. Gerinnungsspezialisten sehen jedoch starke Ähnlichkeiten mit einer seit langem bekannten Nebenwirkung des Einsatzes von Heparin. Dieser - täglich millionenfach in der Medizin eingesetzte (!) - Gerinnungshemmer kann in seltenen Fällen eine Heparin-induzierte Thrombozytopenie Typ II auslösen, die dem hier beschriebenen Phänomen der Thrombosen mit begleitendem Abfall der Thrombozyten (Blutplättchen) im Blut sehr stark ähnelt. In beiden Fällen lassen sich Autoantikörper gegen Plättchenfaktor IV nachweisen, die im Rahmen der Heparin-Behandlung - bzw. mutmaßlich auch in einigen Fällen der Impfung mit dem AstraZeneca/Oxford-Vakzin - ausgelöst werden. Es handelt sich um eine schwere, jedoch potenziell behandelbare Komplikation, die tagtäglich im Rahmen unzähliger Heparin-Behandlungen bei Millionen von Menschen in Kauf genommen wird.

Es handelt sich um ein autoimmunologisch ausgelöstes Phänomen, also um eine fehlgesteuerte Immun-/Antikörperantwort mit Auftreten von gegen die eigenen Blutplättchen gerichteten Antikörpern. Dieses Phänomen kann prinzipiell jeden treffen. Eine Assoziation zu einer erhöhten Thromboseneigung besteht nach aktuellem Wissensstand nicht. Man kann also nicht abschätzen, ob jemand, der schon einmal eine Thrombose hatte oder in dessen Familie es zu gehäuften Thrombosen kam, ein höheres Risiko für das Auftreten dieser Komplikation hat. 

Diese Komplikation ist - wie oben beschrieben - in sehr ähnlicher Form als Nebenwirkung einer Behandlung mit Heparin seit Jahren bekannt. Zudem besteht bei rechtzeitiger Diagnose eine gute Behandlungsmöglichkeit. Gerinnungsspezialisten sehen das Phänomen als medizinisch beherrschbar an. 

Experten der Europäischen Arzneimittelbehörde und der Ständigen Impfkommission in Deutschland (STIKO) sind sich nicht vollständig einig in ihrer Bewertung, ob und in welchem Maß der Impfstoff von AstraZeneca/Oxford für die Auslösung dieser SELTENEN (1:200.000 Impfungen) Komplikationen verantwortlich ist. Nach Abwägung des Nutzens und der (zumindest theoretisch möglichen) Risiken, ist jedoch die Entscheidung getroffen worden, den AstraZeneca/Oxford-Impfstoff zunächst bevorzugt an Menschen über 60 Jahren zu verimpfen. In dieser Altersgruppe sind bisher keine Fälle gehäufter Sinusvenenthrombosen aufgetreten. In der STIKO-Empfehlung ist jedoch ausdrücklich erwähnt, dass der Impfstoff auch bei unter 60-Jährigen weiterhin eingesetzt werden KANN. Es ist jedoch eine individuelle Aufklärung und eine Abwägung von Kosten und Risiken durch den impfenden Arzt vorzunehmen. 

Da eine Impfung gegen Covid-19 Schutz vor einer potenziell tödlich verlaufenden Virusinfektion vermittelt, muss man das Risiko ohne - oder einer erst verspäteten - Impfung dem Risiko der seltenen Nebenwirkungen durch die Impfung gegenüberstellen. 

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat auf der Grundlage der aktuell verfügbaren Daten das Risiko dieser Sinusvenenthrombosen dem Risiko einer nötigen Intensivbehandlung infolge einer Covid-19-Infektion in verschiedenen Altersgruppen und bei verschiedenen Inzidenzen gegenübergestellt
In den Szenarien wurde eine "low infection rate" mit einer Inzidenz von 55/100.000 einer "medium infection rate" mit einer Inzidenz von 400/100.000 gegenübergestellt. Die aktuelle Inzidenz von etwa 150/100.000 liegt in berlin irgendwo dazwischen. Dargestellt ist die Relation der Verhinderung von Intensivbehandlungen infolge von Covid-19 gegenüber dem Risiko einer Impfstoff-induzierten Thrombose. 
Nur bei niedriger Inzidenz (55/100.000) überwiegt der Vorteil der Impfung erst ab etwa einem Alter von 60 Jahren eindeutig! 


Bei mittlerer - aus unserer aktuellen Situation jedoch hohen - Inzidenz (400/100.000) überwiegt der Vorteil bereits ab einem Alter von 20 Jahren. Bei einer aktuellen Inzidenz in Berlin von ca. 150/100.000 kann man von einem Nutzen gegenüber den Risiken auch bei 30- bis 40-Jährigen ausgehen!



Ähnliche Risikoabwägungen hat auch die Universität Cambridge gemacht. Hier wird ein Vorteil der Impfung bei einer gegenüber der Inzidenz in Berlin vergleichbaren Situation bereits bei 30-39-jährigen sichtbar:

(Inzidenz 2/10.000/TAG = 2x10x7 = 140/100.000 pro Woche = aktuelle Inzidenz Berlin)

Studiendaten aus Großbritannien zeigen, dass das Risko einer Hirnvenenthrombose auch infolge einer Covid-19-Erkrankung deutlich erhöht ist! Schon lange ist bekannt, dass Covid-19 selbst mit einem massiv erhöhten Risiko für Thrombosen einhergeht. Das trifft auch auf Hirnvenenthrombosen zu. 
Für die Sonderform der Hirnvenenthrombose nach Covid-19 gibt die Studie eine Wahrscheinlichkeit von 39 pro Million an.
Für die Wahrscheinlichkeit einer Hirnvenenthrombose nach einer Impfung mit einem mRNA-Covid-19-Impfstoff (BioNTech oder Moderna): 4,1 pro Million
Für die Wahrscheinlichkeit einer Hirnvenenthrombose nach einer Impfung mit dem Covid-19-Vektorimpfstoff von AstraZeneca: 5 pro Million
Die Autoren folgern also, dass das Risiko einer Hirnvenenthrombose nach einer Covid-19-Infektion 8-10 x höher ist, als nach einer Covid-19-Impfung

Risikoforscher beschreiben das Risiko, an den Komplikationen einer Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff zu versterben als ähnlich hoch, wie durch einen unaufmerksamen Autofahrer im Verkehr zu Tode gefahren zu werden

Schätzungen der Infektionssterblichkeit gehen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit, an der SARS-2-Infektion zu sterben (Infektionssterblichkeit), mit dem Alter zunimmt.
So beträgt das Risiko, an Covid-19 zu versterben,
- für einen unter 35-jährigen Menschen unter 0,004%,
- für einen 35-45-jährigen Menschen 0,06%,
- für einen 45-55-jährigen Menschen 0,2%,
- für einen 55-65-jährigen Menschen 0,7%,
- für einen 65-75-jährigen Menschen 2,3%.
- ab 75 Jahren steigt das Risko auf 7,6%. 

Das Risiko eines/einer 35-jährigen Berliner/in, sich in den nächsten 4 Wochen mit SARS-2 zu infizieren und an Covid-19 zu versterben liegt also bei 0,024 pro 100.000.
Für eine/n 45-jährige/n Berliner/in liegt das Risiko bei 0,36 pro 100.000, für eine/n 55-jährige/n bei 2,4 pro 100.000. Es steigt bei einem/r 65-jährigen Berliner/in auf 7,8 pro 100.000

Laut der o.g. schottischen Studie senkt eine einzige Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin das Risiko, innerhalb der nächsten 4 Wochen wegen Covid-19 in ein Krankenhaus aufgenommen werden zu müssen, um 94%.

Es ist also für eine/n 55-jährige/n Berliner/in ca. 5x wahrscheinlicher, sich ohne Impfung innerhalb der nächsten 4 Wochen mit SARS-2 zu infizieren, in deren Folge er/sie dann verstirbt, als infolge einer AstraZeneca-Impfung eine Sinusvenenthrombose zu entwickeln. Dies Sinusvenenthrombosen treten zudem sehr viel wahrscheinlicher bei Frauen auf (3-4:1). Zudem kann diese Thrombose in der Mehrzahl der Fälle gut behandelt werden und nicht zum Tode führen. 

Zusammengefasst: In Anbetracht der Tatsache, dass der BioNTech-Impfstoff in den nächsten 4 Wochen noch sehr eingeschränkt verfügbar, der AstraZeneca-Impfstoff aktuell jedoch zum Teil gut erhältlich ist, kann ich vor allem meinen männlichen Patienten ab 50 Jahren nur raten, JETZT über eine Impfung mit AstraZeneca nachzudenken, statt noch 4 oder 8 Wochen auf eine Impfung mit dem BioNTech-Impfstoff zu warten. 
Auch wenn die Ständige Impfkomission (STIKO) am 01. April 2021 empfohlen hat, dass der AstraZeneca-Impfstoff im Allgemeinen nur bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden sollte, so sieht die STIKO einen Einsatz bei unter 60-Jährigen jedoch als durchaus möglich an!

Häufige Nebenwirkungen

ALLE Covid-Impfstoffe sind prinzipiell NICHT sehr gut verträglich!

Fakt ist, dass es nach Impfungen zu Reaktionen an der Impfstelle (meist Schmerz, Schwellung etc.) sowie im gesamten Körper (oft Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Müdigkeit, zuweilen Fieber etc.) kommen kann. Diese Reaktionen sind Ausdruck der Immunantwort, also exakt der Reaktion, die vom Immunsystem als Antwort auf die Impfung gewünscht ist. Das Immunsystem „denkt“, dass ein Krankheitserreger im Körper ist und „bekämpft“ diesen. Hierbei werden die gleichen Botenstoffe des Immunsystems freigesetzt, die auch im Rahmen der Auseinandersetzung mit einem Krankheitserreger freigesetzt werden (Zytokine u.a.). Diese Zytokine werden auch nach Impfungen gebildet und sind Teil der (gewünschten!) Immunreaktion. Man könnte auch sagen, es ist ein „gutes Zeichen“, wenn man etwas merkt.

Medikamente wie Paracetamol, Ibuprofen oder Aspirin wirken gegen die meisten dieser unangenehmen grippalen Nebenwirkungen. Die Einnahme dieser wird jedoch nur empfohlen, wenn die Beschwerden stark sind, weil sie zu einer Reduktion der Immunantwort führen könnten. 
 
Konkret können folgende Nebenwirkungen gehäuft auftreten:
 

Lokalreaktionen an der Impfstelle

AstraZeneca/Oxford
1./2. Injektion
BioNTech/Pfizer
1./2. Injektion
Schmerzen  / 20% 83% / 78%
Überempfindlichkeit 50% / 50%
 

Allgemeinreaktionen im Körper

AstraZeneca/Oxford
1./2. Injektion
BioNTech/Pfizer
1./2. Injektion
Kopfschmerz
70% / 30%
52%
Frösteln 60% / 20%
33% / 58%
Muskelschmerzen
60% / 20%
60%
Fiebergefühl 50% / 20%
Fieber
40% / <5%
8,3% / 17%
Müdigkeit 20% / 30%
42% / 75%
Gelenkschmerz 20% / <5%
25%
Übelkeit 30% / 10%
 
Bei den mRNA-Impfstoffen (BioNTech/Pfizer und Moderna) treten solche grippeartigen Nebenwirkungen öfter nach der zweiten Impfung auf.  
Dies ist gut im folgenden Diagramm aus einer der Entwicklungsstudien für den BioNTech-Impfstoff zu sehen:
 
Jeweils links die Nebenwirkungen nach der ERSTEN und rechts die Nebenwirkungen nach der ZWEITEN Injektion. Im jetzt verwendeten Impfstoff wird die 30µg-Konzentration genutzt.
 

 
Beim AstraZeneca/Oxford-Impfstoff häufiger nach der ersten Gabe.
Ebenfalls hier dargestellt die Nebenwirkungen nach der ERSTEN Injektion oben und nach der ZWEITEN Injektion in der Reihe unten.
 

 
Jüngere haben im Allgemeinen stärkere Nebenwirkungen als Ältere.
 
Auch wenn diese Reaktionen unangenehm sein können, so lösen die Impfstoffe keine Infektionen aus. Die Impfstoffe enthalten keine krankmachenden Erreger! Die Impfreaktionen können oft mit Paracetamol oder Ibuprofen abgemildert werden. Verglichen mit der zu vermeidenden Infektion sind diese Nebenwirkungen ganz sicher in fast allen Fällen das geringere Übel.


Impfung nach Covid-19: Sinnvoll und sicher?

Zur Besonderheit der Covid-19-Impfstoffe gehört es, dass sie in den Untersuchungen zum Effekt auf das Immunsystem zu besseren Immunantworten geführt haben als viele durchgemachte Infektionen mit SARS-CoV-2.
 
So zeigten sich nach den Impfungen – sowohl mit den mRNA-, als auch mit dem Vektor-Impfstoff – bessere Antikörperkonzentrationen gegen das Virus und höhere Konzentrationen neutralisierender Antikörper, also der Antikörper, die das Virus am Eintritt in die Zielzellen hindern, als nach einer durchgemachten Infektion.  
 
Exemplarisch ist dies in einer Untersuchung mit dem BioNTech-Impfstoff sehr gut zu sehen. Hier konnten nach einer Impfung höhere Konzentrationen neutralisierender Antikörper nachgewiesen werden (163) als im Blut von Menschen, die eine Covid-19-Infektion durchgemacht haben (94, HCS). 
 
Auch wenn aktuell noch niemand sagen kann, wie lange eine Impfung vor Covid-19 schützt, so ist doch anzunehmen, dass eine Impfung besser und länger vor einer erneuten Infektion mit SARS-CoV-2 schützt als eine durchgemachte Infektion. Es ist jedoch möglich, dass Menschen, die bereits eine Covid-19-Erkrankung hatten, mit stärkeren Nebenwirkungen auf die Impfung reagieren. Deshalb – und weil man davon ausgeht, dass eine durchgemachte Infektion eine Zeitlang gut vor einer erneuten Infektion schützt – empfiehlt die STIKO aktuell, dass man erst 6 Monate nach der Covid-19-Infektion geimpft werden sollte.
Zudem wird aktuell empfohlen, dass Menschen, die eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht haben, zunächst nur eine Impfdosis erhalten sollten, weil bei ihnen nach nur einer Impfung die gleiche Menge von Antikörpern im Blut nachweisbar ist, wie bei zweifach Geimpften, die kein Covid-19 hatten. 
 

Weitere Informationen…

Kassenärztliche Vereinigung Berlin
 
Senatsverwaltung für Gesundheit Berlin
 
Impfdashboard.de
 
Empfehlungen der Ständigen Impfkommission STIKO
 
Fragen und Antworten-Seite der STIKO zur Covid-19-Impfung
 
Impfseite des Gesundheitsministeriums

Liebe Patientinnen und Patienten, wir warten alle auf den Startschuss für die Impfungen in der Praxis.

Das gesamte Praxisteam hatte bereits das Privileg, schon ein- oder zweimal geimpft worden zu sein oder in den nächsten Tagen einen Termin zur Impfung zu haben. Wir können also aus Erfahrung berichten.

Sobald es konkrete Neuigkeiten gibt, werde ich über den Newsletter und hier auf der Website berichten.

Bis dahin: Bitte passen Sie / passt noch etwas auf sich / auf Euch auf! Wir sind leider noch nicht durch! Aktuell steigen die Zahlen wieder bedrohlich an. Grund ist die Ausbreitung der "britischen" Mutation, die sich schneller verbreiten kann und zu schwereren Verläufen führt!

Tobias Glaunsinger

Liebe Patient*Innen,


mit der Unterstützung durch einen weiteren Arzt und nach dem Eintreffen lang erwarteter Laborreagenzien können wir Ihnen ab Februar ein breiteres Spektrum an Tests auf das SARS-Coronavirus-2 anbieten. 

Die im Folgenden beschriebenen Tests sind bei einer vorliegenden medizinischen Indikation auch zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen in einem Einsendelabor durchführbar. Dies jedoch aktuell nur bei Patienten, die bereits hausärztlich in Behandlung unserer Praxis sind. Bisher nicht hausärztlich behandelte Patienten können erst ab April 2021 neu aufgenommen werden. Zu den medizinischen Indikationen für einen PCR-Test auf SARS-CoV-2 siehe HIER

Sollten Sie einen Test für private oder berufliche Reisen oder Aktivitäten, für den Besuch in einem Pflegeheim oder aus persönlichem Interesse benötigen, so werden die Untersuchungen nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. In diesem Fall sind die Kosten für den Test von Ihnen selbst zu tragen. 

Privat Versicherten und Selbstzahlern stellen wir neben den Kosten für die reine Laboruntersuchung auch Gebühren für die ärztliche Beratung, die Abstrich- oder Blutentnahme und eine Hygiene-Pauschale in Rechnung. Gesetzlich Versicherten bieten wir an, die Kosten für die ärztliche Beratung und die Blutentnahme mit den Krankenkassen abzurechnen und ihnen nur die reinen Laborkosten in Rechnung zu stellen. 

Da unser neuer ärztlicher Kollege zunächst rein privatärztlich tätig ist und keine Leistungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen erbringen darf, stehen im Februar und März vorübergehend deutlich mehr Termine für privat Versicherte und Selbstzahler zur Verfügung. Voraussichtlich ab April wird Herr Straub dann auch gesetzlich Versicherte behandeln dürfen. 

Selbstzahler = Nicht Versicherte oder gesetzlich Versicherte, die alle Kosten selbst zu tragen bereit sind. 

Folgende Tests bieten wir Ihnen ab Februar 2021 in unserer Praxis an:


ANTIKÖRPER-Test

Der Test auf IgG-Antikörper gegen SARS-CoV-2 im Blut zeigt an, ob sich das eigene Immunsystem in der Vergangenheit mit dem Coronavirus auseinandergesetzt hat. Der Test ist nicht geeignet, eine aktuell ablaufende Covid-19-Erkrankung zu bestätigen oder auszuschließen. Die IgG-Antikörper sind erst 3-6 Wochen nach Beginn der Symptome (4-7 Wochen nach Ansteckung) zuverlässig nachweisbar. 6 Wochen nach Symptombeginn finden sie sich bei 94-98%. Der Test zeigt also an, ob man in der Vergangenheit eine Covid-19-Erkrankung hatte.
Zu den Details um den Test siehe HIER.
 
Gesetzlich Versicherte: Kosten 20,11€
Privat Versicherte und Selbstzahler: Kosten 41,44€ 
Termin Antikörper-Test HIER buchen.
 

ANTIGEN-Test 

Dieser Test aus einem Nasen-Rachen-Abstrich weist Eiweiße des Virus - und damit das Virus selbst - nach.
Das Verfahren ist nicht so empfindlich wie die PCR. Gerade in frühen - ggf. noch asymptomatischen (!) - Phasen der Infektion kann es sein, dass die Viruskonzentration an einem Tag noch zu gering, am nächsten Tag jedoch hoch genug für diesen Test ist. Der Antigen-Test weist ziemlich sicher Viruskonzentrationen nach, die ausreichend hoch sind, um das Virus auf Andere übertragen zu können. Ein negatives Testergebnis macht es also unwahrscheinlich, dass vom Getesteten Virus auf Andere übertragen werden kann. Es ist also eher ein Test auf Infektiosität als auf Infektion.
Vorteile des Tests: Schnelles Ergebnis in 15 min und sehr kostengünstig.
Nachteil: Testergebnisse sind nur 24 Stunden lang gültig, da frühe Infektionen mit starkem Anstieg der Viruskonzentration nicht sicher erfasst werden. 
Zu den Details um den Test siehe HIER.
 
Gesetzlich Versicherte: Kosten 22,12€
Privat Versicherte und Selbstzahler: Kosten 33,19€ 
Termin Antigen-Test HIER buchen.


PCR-Test

Die PCR ist DER Test auf das Vorliegen des Virus in einem Nasen-Rachen-Abstrich. Es handelt sich um ein hochempfindliches, technisch anspruchsvolles und damit teures, molekularbiologisches Verfahren, mit welchem spezifische Abschnitte der Erbinformation des Virus nachgewiesen werden. 
Vorteile: hoch empfindlich - kleinste Mengen des Virus werden nachgewiesen
Nachteile: zeitaufwändig - Ergebnis in unserem Praxislabor nach 1 Stunde und teuer
Zu den Details um den Test siehe HIER.
 
Gesetzlich Versicherte: Kosten 99,09€
Privat Versicherte und Selbstzahler: Kosten 115,52€ 
Termin PCR-Test HIER buchen.

Für alle Befunde erhalten Sie einen schriftlichen Befund - meist am gleichen Tag.

Tobias Glaunsinger
 

Liebe Patient*Innen,

unser Online-Terminbuchungssystem bietet jetzt eine lang ersehnte neue Funktion an:

Wenn Sie einen Termin buchen und gern eine Information hätten, falls ein früherer Termin verfügbar wird, so können Sie ab sofort die Funktion Nachrückerliste nutzen.

Bitte setzen Sie bei der Terminbuchung einfach einen Haken unten links bei:
Bitte informieren Sie mich, sobald ein früherer Termin verfügbar ist.


Sobald Ihr gewünschter Termin früher verfügbar ist, erhalten Sie eine eMail und können den angebotenen früheren Termin wählen. 

Tobias Glaunsinger & Team

Liebe Patient*Innen,

hier einige Hinweise zu häufig gestellten Fragen:
 
Coronavirus-Test bei Symptomen: WANN?

Die medizinischen Labore kommen bezüglich der Coronavirus-Tests zunehmend an die Grenzen ihrer Kapazitäten. Der PCR-Test ist ein technisch sehr aufwändiger, arbeits-, material- und kostenintensiver Test.
Um die vorhandenen Kapazitäten gezielt nutzen zu können, hat das Robert-Koch-Institut im November 2020 neue Kriterien veröffentlicht, welche Gruppen von Menschen mit Symptomen getestet werden sollten, und wer nicht. 

Getestet werden sollten Patienten mit Symptomen eines Atemwegs-Infekts, wenn:
- SCHWERE Erkrankungen vorliegen
- akut aufgetretene Störungen des GERUCHS-Sinns bestehen
- Symptome nach einem engem Kontakt mit einem Covid-19-Erkrankten auftreten
- folgende zusätzliche Kriterien bestehen:
- Pat. gehört einer Risikogruppe an
- Pat. arbeitet in Arztpraxis, Krankenhaus oder Pflegeheim
- Pat. hatte ein sehr hohes Infektionsrisiko
- Pat. hätte Infektion an viele Andere weitergeben können

Sie können mir bei der Einschätzung der Dringlichkeit eines Tests helfen, wenn Sie mir bei Erkältungsbeschwerden diesen Fragebogen ausfüllen und per email zurücksenden. 
 
NICHT getestet werden sollten:
Menschen mit leichten Symptomen ohne Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, für die o.g. Kriterien nicht zutreffen. 

In diesem Fall ist jedoch eine Coronavirus-Infektion nicht auszuschließen! Es sollte deshalb eine umgehende Isolation zu Hause für 7 Tage stattfinden!


Hierfür sind seit November auch wieder Krankschreibungen nach einer
Video-Konsultation, notfalls nach einem Telefonat mit dem Arzt möglich. 

Coronavirus-Test ohne Symptome: WANN?:

Ein Test bei Menschen ohne Symptome sollte nur sehr eingeschränkt erfolgen. Bitte beachten Sie die Hinweise oben zur stark angespannten Situation in den Labors.
Prinzipiell empfohlen - und die Kosten übernommen werden - bei Menschen ohne Symptome, wenn
- sie innerhalb der letzten 10 Tage engen Kontakt zu einem/einer an Covid-19 Erkrankten hatten
- die Corona Warn-App einen Risikokontakt innerhalb der letzten 10 Tage angezeigt hat
- es in einem Krankenhaus, Pflegeheim oder einer Arztpraxis zu einem Ausbruch gekommen ist.

Seit dem 8.11.2020 ist ein Test bei Reiserückkehrern erst 5 Tage nach Rückkehr möglich. Einreisende sind bis dahin verpflichtet, sich unmittelbar nach der Rückkehr für 10 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben und sich bei den Gesundheitsbehörden anzumelden

Tests für Reiserückkehrer kann ich aus Kapazitätsgründen NICHT anbieten. Bitte wenden Sie sich ggf. an eine dieser Praxen

Tests für Reisende, die zur Einreise in ein anderes Land ein negatives Testergebnis vorlegen müssen, kann ich in der Regel NICHT anbieten.  

Erkältung - Was jetzt?

Wenn Sie Erkältungsbeschwerden (Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopf-und Gliederschmerzen, Fieber...) haben UND in meiner HAUSÄRZTLICHEN Betreuung sind, empfehle ich folgendes Vorgehen: 

KOMMEN SIE bitte NICHT UNANGEMELDET IN DIE PRAXIS!
Wir kümmern uns gern um Sie! In einer Extra-Infektsprechstunde.
Hierfür bekommen Sie ggf. kurzfristig einen Termin von uns. 

Buchen Sie sich gern einen VIDEO-Akut-Termin.
Bei diesem Termin können wir kurz klären, ob eine weitere Untersuchung - ggf. ein "Corona-Test" nötig ist, oder ob eine Krankschreibung reicht. 

Senden Sie mir bitte diesen Fragebogen ausgefüllt per email zu.
Mithilfe dieser Informationen kann ich gut einschätzen, ob eine Testung nötig ist.
Zum Ausfüllen muss der Fragebogen nicht ausgedruckt werden. Die Ausfüll-Funktion eines PDF-Viewers (z.B. Acrobat Reader) reicht völlig. 

Sollten Sie beides nicht wünschen, können Sie uns auch gern anrufen (44 03 99 72) oder uns eine eMail schicken: praxis@praxis-prenzlauer-berg.de

Patient*Innen, die nicht hausärztlich bei uns betreut werden, wenden sich bitet an Ihren Hausarzt! Sollten Sie keinen Hausarzt haben, so wenden Sie sich bitte bei der Sorge, an Covid-19 erkrankt zu sein, an eine Covid-19-Praxis
 
Corona-Warn-App meldet Risikokontakt: Was jetzt?

Wenn Sie eine Warnung über die Corona Warn-App erhalten haben UND in regelmäßiger HAUSÄRZTLICHER Behandlung bei mir sind, dann: 

KOMMEN SIE bitte NICHT UNANGEMELDET IN DIE PRAXIS!
Wir kümmern uns gern um Sie! In einer Extra-Infektsprechstunde.
Hierfür bekommen Sie ggf. kurzfristig einen Termin von uns. 

Buchen Sie sich gern einen VIDEO-Akut-Termin.
Bei diesem Termin können wir kurz klären, ob eine weitere Untersuchung - ggf. ein "Corona-Test" nötig ist.

Senden Sie mir bitte diesen Fragebogen ausgefüllt per email zu.
Mithilfe dieser Informationen kann ich gut einschätzen, ob eine Testung nötig ist.
Zum Ausfüllen muss der Fragebogen nicht ausgedruckt werden. Die Ausfüll-Funktion eines PDF-Viewers (z.B. Acrobat Reader) reicht völlig. 

Sollten Sie beides nicht wünschen, können Sie uns auch gern anrufen (44 03 99 72) oder uns eine eMail schicken: praxis@praxis-prenzlauer-berg.de
 
Wenn Sie einen Kontakt zu einem/r Covid-19-Erkrankten hatten:

Wenn Sie Kontakt zu einem/einer an Covid-19 Erkrankten hatten UND sich in meiner HAUSÄRZTLICHEN Behandlung befinden, dann:

Senden Sie mir bitte diesen Fragebogen ausgefüllt per email zu.
Mithilfe dieser Informationen kann ich gut einschätzen, ob eine Testung nötig ist.Zum Ausfüllen muss der Fragebogen nicht ausgedruckt werden. Die Ausfüll-Funktion eines PDF-Viewers (z.B. Acrobat Reader) reicht völlig. 

Sollten Sie beides nicht wünschen, können Sie uns auch gern anrufen (44 03 99 72) oder uns eine eMail schicken: praxis@praxis-prenzlauer-berg.de

Quarantäneregeln der Bezirke - Allgemeinverfügungen

Da die Berliner Gesundheitsämter bereits seit Mitte Oktober große Probleme haben, Infizierte und deren Kontaktpersonen zu kontaktieren und ihnen persönlich Quarantäneauflagen zu machen, haben die Berliner Bezirke Allgemeinverfügungen veröffentlicht. 

Hierin ist kurz gesagt beschrieben, dass 
- alle Personen mit einem positiven PCR-Test auf SARS-CoV-2 
- alle Personen mit Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung (Test ist erfolgt, Ergebnis steht noch aus)
- alle Personen mit engem Kontakt zu einem Covid-19-Infizierten 

verpflichtet sind, sich in die Heimisolation zu begeben und Kontakt zu ihrem zuständigen Gesundheitsamt aufzunehmen.  

Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße 
Tobias Glaunsinger

Liebe Patientinnen und Patienten,                                                      Sonntag, 11.10.20


nach der sommerlichen Entspannung hat uns die Coronavirus-Pandemie mit Wucht wieder eingeholt. Spätestens jetzt sollte Jedem klar sein, dass die Gefahr einer zweiten Welle der Infektion real besteht. Diese wird durch die sinkenden Außentemperaturen gefördert. 

Ich habe mehrfach klar gemacht, dass ich keinen Zweifel an der Gefährlichkeit dieses Virus für bestimmte Gruppen der Bevölkerung habe. Auch für einen Teil meiner Patientinnen und Patienten. 
Auch wenn auch ich für meine Schutzmaßnahmen - die größtenteils auch gesetzlich vorgegeben sind - bereits von Patienten beschimpft und meine Praxis von diesen wutentbrannt verlassen wurde, werde ich diese im Interesse ALLER Patienten weiter konsequent durchsetzen. In Anpassung an die zunehmend schlechtere Möglichkeit, die Innenräume zu lüften, werde ich diese jetzt - mit dem erneuten Aufflammen der Infektionsaktivität - zudem weiter verstärken. 

Ich möchte, dass Ihr/Euer Besuch in meiner Praxis so sicher wie möglich ist!
Für Sie/Euch und für mein Team und mich.

Ich werde hier zunächst ein paar verbindliche Regeln aufzählen, die ich im unteren Teil des Textes begründen werde:

VERBINDLICHE REGELN für ALLE Patient*Innen:
 
KEIN UNKONTROLLIERTER ZUTRITT BEI SYMPTOMEN 
Bei
jeglicher Erkältungssymptomatik (Husten, Halsschmerz, Schnupfen...),
Fieber,
Kopf-/und Gliederschmerzen sowie bei einem
- neu aufgetretenen Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns
ist der Zutritt zur Praxis nur zu gesondert vereinbarten Terminen erlaubt.

Ohne vorherige Absprache eines solchen "Infekt-Termins" ist der Zutritt zu den Praxisräumen - auch bei Blutentnahme- oder Normalterminen - VERBOTEN

Bei entsprechenden Beschwerden bitte gern einen VIDEO-AKUT-Termin vereinbaren. Hierbei können wir klären, ob eine Untersuchung nötig oder/und ob eine alleinige Krankschreibung per Post möglich ist. Alternativ bitte vorherige Absprache via eMail: praxis@praxis-prenzlauer-berg.de
oder unter Tel: 44039972
Bei entsprechenden Beschwerden NIE unaufgefordert in die Praxisräume kommen!

An der Eingangstür befindet sich ein Schild mit einer Klingel, die bei den o.g. Beschwerden (!) - in jedem Fall (auch bei einem Infekt-Termin) zu nutzen ist. Wir empfangen Sie/Euch dann an der Tür und geleiten Sie/Euch in einen getrennten Bereich der Praxis. 
 
KEIN UNKONTROLLIERTER ZUTRITT BEI RISIKOKONTAKT / POSITIVEM TEST
​​​​​​​Patient*Innen, die innerhalb der letzten 14 Tage
ein positives Covid-19-Test-Ergebnis erhalten haben oder
engen Kontakt mit einer positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Person hatten,

sind verpflichtet, uns dies im Vorfeld eines Besuchs in der Praxis mitzuteilen

Bei entsprechenden Konstellationen bitte gern einen VIDEO-AKUT-Termin vereinbaren. Alternativ bitte vorherige Absprache via eMail: praxis@praxis-prenzlauer-berg.de oder unter Tel: 44039972
 
MUND-NASEN-SCHUTZ IST PFLICHT
Während des gesamten Aufenthalts in den Praxisräumen ist zwingend eine Mund-(UND!) Nasen-Bedeckung zu tragen!
Wir behalten uns vor, etwaige "Ausnahme-Atteste" auf ihren medizinischen Gehalt hin zu prüfen. Patient*Innen ohne Mund-Nasen-Bedeckung werden zum Schutz anderer Patient*Innen in jedem Fall abseits des Wartebereiches in der Praxis platziert. 

HÄNDE-DESINFEKTION
Am Praxis-Eingang und auf den Toiletten steht Händedesinfektionsmittel bereit. 
Jeder Patient ist angehalten, sich beim Eintritt in die Praxis die Hände zu desinfizieren.
 
ABSTAND HALTEN
Während des gesamten Aufenthalts in der Praxis ist - wann immer möglich - auf einen Abstand von 1,5 bis 2 Metern zu anderen Patient*Innen und Praxis-Mitarbeiter zu achten. 
 
PERSONENZAHL GERING HALTEN
Die Anzahl gleichzeitig anwesender Personen in den Praxisräumen sollte so gering wie möglich sein.

- Bitte kommen Sie/kommt erst kurz VOR Ihrem/Eurem Termin in die Praxis. Wir behalten uns vor, verspätet erscheinenden Patient*Innen ggf. einen neuen Termin zu geben. 

- Rezeptwünsche bitte im Vorfeld unter eMail: praxis@praxis-prenzlauer-berg.de mitteilen. Wir können dann die Rezepte vorbereiten und Ihnen/Euch schnell am Empfang aushändigen - ohne unnötiges Warten auf die nötige Arzt-Unterschrift. 

- Begleitpersonen (Ausnahme bei Pflegebedürftigen/Betreuten) ist das Warten in den Praxisräumen nicht gestattet.
 
VIDEO-SPRECHSTUNDEN
Nutzen Sie/nutzt bitte für reine Beratungen oder Befundbesprechungen unsere VIDEO-Sprechstunden.

Diese sind prinzipiell mit jedem smartphone, tablet oder Notebook/PC mit Mikrofon, Lautsprecher und Kamera möglich. Nach dem Wechsel der plattform ist die Einwahl noch einfacher. Eine Anleitung finden/t Sie/Ihr HIER

Folgende Termine bieten wir Ihnen in Form einer Video-Sprechstunde an:

Normal-Termin per VIDEO
Dieser Termin ist zum Beispiel für die Besprechung von Laborbefunden im Rahmen regelmäßiger Blutkontrollen bei chronischen Erkrankungen gut geeignet. 

AKUT-Termin per VIDEO
Dieser KURZ-Termin (5min) ist gut geeignet, um im Fall von akuten Beschwerden vorab zu klären, ob eine körperliche Untersuchung vor Ort in der Praxis nötig ist und wann diese stattfinden kann. 

WARUM das alles?
Unser Hygiene-Konzept erklärt: 

1. (Potenziell) Infizierte von potenziell gefährdeten Patienten trennen
Oberstes Ziel aller Maßnahmen ist, die Untersuchung und Behandlung (mutmaßlich) SARS-CoV-2-infizierter Patient*Innen im Praxisalltag so sicher wie möglich von der Standard-Versorung aller anderen Patient*Innen zu trennen. Hierdurch soll bestmöglich verhindert werden, dass Nicht-Infizierte mit Infizierten in Kontakt kommen. 

Hierfür ist es zunächst ganz wichtig, dass Patient*Innen mit verdächtigen Symptomen und nach potenziellen Infektionssituationen nicht während der üblichen Standard-Termine in der Praxis erscheinen. Selbstverständlich kümmern wir uns weiter gern um Sie: Jedoch in einer getrennten Infekt-Sprechstunde, außerhalb unserer Standard-Sprechzeiten.
Diese Infekt-Termine werden in einem separaten Raum nach der regulären Sprechstunde durchgeführt. Bei diesen Terminen besteht die Möglichkeit - so ein Verdacht besteht - einen Abstrich auf SARS-CoV-2 zu machen.
Diese Termine stellen für mich ein Infektionsrisiko dar, weshalb ich Schutzkleidung tragen werde. Das ist anstrengend, ermüdend und sehr materialintensiv, weshalb ich die Anzahl dieser Termine auf ein nötiges Mindestmaß begrenzen möchte. Die Infekt-Termine sind nicht von Patient*Innen online selbst buchbar, sondern werden von den Praxis-Mitarbeitern vergeben. Voraussetzung ist eine vorherige Kontaktaufnahme der Patienten mit Symptomen zur Praxis. 

Wir empfehlen hierfür die Buchung eines VIDEO-Akut-Termins durch den/die Patienten/in. Bei diesem Termin kann kurz abgeklärt werden, ob eine körperliche Untersuchung - ggf. mit Abstrich - nötig, oder ob eine Krankschreibung per Post möglich ist. 
Alternativ können sich Patient*Innen mit Symptomen auch per eMail (praxis@praxis-prenzlauer-berg.de) oder Telefon (44 03 99 72) anmelden. 

Gleiches gilt für Patient*Innen, bei denen
- innerhalb der letzten 10 Tage ein Abstrich-Test auf das SARS-Coronavirus-2 positiv war oder die
- innerhalb der letzten 14 Tage engen Kontakt zu einem/r SARS-Coronavirus-2-Infizierten hatten: KEIN unangemeldeter Zutritt in die Praxis! Unbedingt vorherige Anmeldung!

Patient*Innen, die dennoch mit Symptomen eines grippalen Infekts (Husten, Schnupfen, Fieber, Kopf-/Gliederschmerzen und/oder Geruchs-/Geschmacksverlust) in der Praxis erscheinen, ist der ZUTRITT VERBOTEN! 

Gleiches gilt für Patient*Innen, die einen Termin zur Infekt-Sprechstunde haben: KEIN EIGENSTÄNDIGER ZUTRITT ZUR PRAXIS!

An der Praxistür weist ein großes Schild noch einmal darauf hin:


Auf dem Schild ist ein Klingelknopf angebracht. Nach dem Klingeln werden Sie/werdet Ihr von unseren Mitarbeitern an der Eingangstür abgeholt und in das Untersuchungszimmer geleitet
Der Klingelknopf ist NUR BEI SYMPTOMEN oder nach Risikokontakten zu betätigen. Patient*Innen mit Standard-Terminen ohne Symptome kommen bitte OHNE zu klingeln in die Praxis. 

Sämtliche Praxis-Mitarbeiter sind verpflichtet, jegliche bei ihnen auftretende Symptome eines grippalen Infekts sowie Kontakte zu positiv Getesteten im privaten Umfeld umgehend der Praxisleitung zu melden. In diesen Fällen stehen sofort verfügbare PCR- und Antigen-Tests zum schnellen Ausschluss einer SARS-CoV-2-Infektion zur Verfügung und werden niedrigschwellig eingesetzt. 

2. Gefahr der Übertragung über Tröpfchen oder Aerosole minimieren
Die Übertragung des SARS-Coronavirus-2 erfolgt überwiegend durch Tröpfchen und Aerosole. In beiden Fällen handelt es sich um kleine Flüssigkeitstropfen, die Virus enthalten können. Beide entstehen beim Atmen, Sprechen, Singen und Husten/Niesen. Die größeren Tropfchen fliegen nur 1,5 bis 2 m weit und sinken nach kurzer Zeit zu Boden. Die kleineren Aerosole können sich längere Zeit in der Luft halten und dabei größere Distanzen zurücklegen. 

Masken, welche den Mund und die Nase (!) bedecken, können das Aus- und Einatmen von Tröpfchen und Aerosolen verringern. Alle Patient*Innen sind deshalb verpflichtet, während des gesamten Aufenthalts in der Praxis eine Bedeckung von Mund und Nase (!) zu tragen
Atemschutzmasken sollten dabei möglichst ohne Ausatemventil versehen sein, da dieses zu einer ungefilterten Freisetzung der Ausatemluft in die Umgebung führt. 

Alle Mitarbeiter*Innen mit direktem Kontakt zu Patienten (Labor) tragen FFP-2-Masken, um bestmöglich vor einer aerogenen Ansteckung geschützt zu sein. Mitarbeiter*Innen, die nicht direkt mit Patienten in Kontakt kommen (Anmeldung), tragen einen chirurgischen Mund-Nasen-Schutz

Sämtliche Praxisräume werden - so es die Außentemperaturen zulassen - möglichst intensiv gelüftet. Hierdurch werden die Aerosole maximal verdünnt und das Risiko einer Virus-Übertragung durch die Luft minimiert. 
Um insbesondere bei kalter Witterung, die eine kontinuierliche Lüftung nicht zulässt, die Luftqualität zu überwachen, sind im Sprechzimmer, im Labor und im Wartezimmer CO2-Messgeräte installiert worden. 

 ​​​​​​​


Diese Messgeräte erfassen - auch optisch in Form einer Ampel - die Luftqualität. Spätestens beim Überschreiten von 1.000 ppm CO2 in der Raumluft springt die Ampel auf ROT und eine Lüftung sollte dringend erfolgen. Meine Mitarbeiter und ich werden diese Meßgeräte beachten und eine rechtzeitige Lüftung veranlassen. 

Zudem wurde für das Wartezimmer ein HEPA-Luftfilter angeschafft. Dieses Gerät filtert die Raumluft und entfernt kleine Partikel bis hin zu Viren aus der Raumluft. Das Gerät ist mit Sensoren ausgestattet, erfasst dadurch die Belastung der Luft und passt seine Lüftungsintensität daran an. 



3. Gefahr der Übertragung über Oberflächen minimieren
Wenngleich deutlich weniger häufig, kann das Virus auch über das Berühren kontaminierter Oberflächen übertragen werden. Hierbei stellen die Hände die wichtigste "Oberfläche" für die Kontaktinfektion - früher "Schmierinfektion" genannt - dar. 

Aus diesem Grund wird aus sämtliches Händeschütteln verzichtet. Wir empfangen Sie/Euch mit einem Lächeln. 

Am Eingang sowie auf den Toiletten - und selbstverständlich in allen Behandlungszimmern - stehen Desinfektionsmittelspender für die Händedesinfektion bereit. 
Jede/r Patient/in wird gebeten, sich beim Eintritt in die Praxis die Hände zu desinfizieren.

Sämtliche Türklinken, Stühle und Untersuchungsliegen werden täglich - spätestens nach jeder Sprechstunde - mit einem Flächendesinfektionsmittel gereinigt. 

4. Besonders gefährdete Patienten besonders schützen
Die Covid-19-Erkrankung stellt für einige Patienten ein besonders hohes Risiko für eine schwere gesundheitliche Schädigung dar. 

Dies betrifft insbesondere
- Menschen über (60 bis) 70 Jahre
- Patienten mit
   - schlecht kontrolliertem Bluthochdruck
   - Durchblutungsstörungen des Herzens / Herzinfarkten
   - Herzschwäche (Herzinfuffizienz)
   - chronischen Lungenerkrankungen wie schwerer COPD und
     schlecht kontrolliertem Asthma bronchiale
   - schlecht kontrolliertem Diabetes mellitus
   - schweren Nieren- und Lebererkrankungen (Leberzirrhose etc.)
   - stark eingeschränkter Immunfunktion (unbehandelte HIV-Infektion mit unter 200
     Helferzellen, Einnahme immunsupprimierender Medikamente...)
   - starkem Übergewicht

Wir werden Patient*Innen mit entsprechenden Risikofaktoren für einen besonders schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung deshalb noch einmal gesondert schützen, indem wir Ihnen/Euch gesonderte Wartebereiche - abseits der anderen wartenden Patienten - zuweisen. Wir bitten darum, dies als bestmögliche Fürsorge für Ihre/Eure Gesundheit zu verstehen und nicht als Ausgrenzung. 

5. Anzahl von Kontakten reduzieren
Das wesentliche Element der Ausbreitung von SARS-CoV-2 stellen Kontakte zwischen Menschen dar. Eine maximal mögliche Reduktion von Mensch-Mensch-Kontakten ist DER wesentliche Faktor zur Verminderung der Virusausbreitung.  

Ich ermuntere meine Patienten explizit dazu, das Angebot an VIDEO-Sprechstunden zu nutzen. Hierdurch sind kontaktfreie Arzt-Patienten-Konsultationen möglich. Wann immer nur eine sprechende Interaktion zwischen Arzt und Patient nötig ist (Befundbesprechungen, Beratungen) ist dies durch einen VIDEO-Termin einfach und für beide sicher möglich. 
Der Gesetzgeber hat die eigentlich gedeckelte Anzahl möglicher Video-Sprechstundentermine bis zum Jahresende von Limitationen befreit. VIDEO-Sprechstunden sind also bis zum Jahresende unbegrenzt möglich. 

Wenn Vor-Ort-Termine in der Praxis nötig sind, so sollten diese zu möglichst wenig Kontakten zwischen Patienten sowie zwischen Patienten und Praxis-Mitarbeitern führen.
Dies wird erreicht durch
- eine Vergrößerung von Sitz-Abständen im Wartezimmer durch Reduktion der Stühle
- das Verteilen weiterer Sitzmöglichkeiten in den Gängen der Praxis 
- die Vergrößerung zeitlicher Abstände zwischen den Terminen, was zu einer zeitlichen Entzerrung gleichzeitig anwesender Patienten in der Praxis führt
- das bestmögliche Verhindern von längeren Wartezeiten durch zeitnahes Erscheinen von Patienten kurz vor ihrem Termin, ggf. das Abweisen und neu Terminieren verspätet erscheinender Patienten sowie durch bestmögliche Termintreue seitens des Praxis-Teams
- das wan immer mögliche Einhalten von Mindest-Abständen von 1,5 bis 2 m zwischen Personen in der Praxis
- das Verbot von Begleitpersonen in der Praxis (Ausnahme: Pflegebedürftige und Betreute)

Liebe Patientinnen und Patienten, der kommende Herbst und Winter werden wahrscheinlich noch einmal große Anstrengungen von uns allen erfordern, um die Ausbreitung des SARS-Coronavirus-2 bestmöglich zu verhindern. Ich kann Sie und Euch nur bitten, nicht nachlässig oder "Corona-müde" zu werden - so sehr ich das verstehe! Es nervt! Mich auch! Gemeinsam schaffen wir das!

Ihr/Euer 
​​​​​​​Tobias Glaunsinger

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