Neuigkeiten aus der Praxis Prenzlauer Berg:

Liebe Patientinnen und Patienten,

wir freuen uns, Ihnen neue Mitarbeiterinnen vorstellen zu dürfen:

Maria Kossack
ist Medizinische Fachangestellte und hat bisher v.a. im Bereich Hämatologie/Onkologie gearbeitet. Maria wird uns vor allem im Bereich Labor, aber auch an der Anmeldung unterstützen. 


Saskia Haserich
ist Gesundheits- und Krankenpflegerin und hat bisher in einem Krankenhaus gearbeitet.
Saskia wird uns in allen Bereichen der Praxis verstärken. 


Anna Kühn
ist Medizinstudentin und unterstützt uns im Bereich Labor.



Leider gibt es auch ein paar weitere Veränderungen:

Alexander Sokolov
hat sich entschieden, unsere Praxis zum Ende September zu verlassen. 
Ich danke Alexander herzlich für zweieinhalb Jahre sehr guter Zusammenarbeit und seine engagierte Tätigkeit bis zum letzten Tag seines Vertrages. Das ist nicht selbstverständlich. 
Alexander, Danke für alles. Wir werden Dich vermissen!

Enrico Rogat
ist seit Mitte August erkrankt. Wann und ob mit einer Erholung zu rechnen ist, ist aktuell leider nicht absehbar. Wir wünschen Enrico jedoch von Herzen das Allerbeste und würden uns sehr freuen, ihn wieder an unserer Seite zu haben. 

Liebe Patientinnen und Patienten, die Pandemie hat uns im Gesundheitswesen vor besondere Herausforderungen gestellt. Wir hatten nicht einen Tag Corona-Pause, Kurzarbeit oder home-office. Wir haben uns die ganze Zeit über der Infektion ausgesetzt, unzählige Abstriche in Schutzkleidung durchgeführt und tragen den ganzen Tag über FFP-2-Masken, was Einige schon für die Dauer einer Straßenbahnfahrt für unzumutbar halten.
Neben der Fortführung unserer gewohnten Sprechstunden haben wir ständig neue Regelungen der Politik umsetzen und mal ganz nebenbei Tausende von Impfungen stemmen müssen. 

Wenn dann einige Patient*Innen keinerlei Verständnis für kleine Verzögerungen im Ablauf, etwas Wartezeit auf Termine oder erschwerte telefonische Erreichbarkeit haben, ihren "Frust" über politische Entscheidungen oder Mangel an Impfstoffen gar an unseren Mitarbeiter*Innen auslassen, dann führt dies zuweilen zu Frust bei unseren Mitarbeiter*Innen.
Ein Teil der aktuellen personellen Veränderungen sind dem geschuldet. 

Ich bitte Sie und Euch herzlich, unseren neuen Mitarbeiterinnen freundlich und kooperativ zu begegnen. Wir tun alles dafür, unser neues Team schnellstmöglich auf unser bewährtes Qualitätsniveau zu schulen und zu befähigen, Ihnen und Euch mindestens ebenso gute Ansprechpartner zu sein, wie dies bisher der Fall war. 

Bitte bedenken Sie auch immer, dass meine Mitarbeiter*Innen zuweilen Entscheidungen vertreten müssen, die ICH gefällt habe. Sie sind des Öfteren nur Überbringer der Botschaft. Bitte lassen Sie Ihren Unmut über vermeintlich unpopuläre Maßnahmen nicht an meinen Mitarbeiter*Innen aus, sondern wenden Sie sich - wann immer Sie sich beschweren möchten - an mich: glaunsinger@praxis-prenzlauer-berg.de

Ich werde von meinen Mitarbeiter*Innen immer verlangen, professionell und freundlich aufzutreten. Wir sehen uns alle als Service-orientierte Dienstleister. Wir werden aber nicht immer jedem alle Wünsche erfüllen können. Ich bitte Sie dringend darum, meinen Mitarbeiter*Innen mit dem Respekt zu begegnen, den Sie selbst erwarten. Ich werde mich immer hinter meine Mitarbeiter*Innen stellen, wenn es um einen respektvollen Umgang untereinander - auch ihnen gegenüber - geht!

Ich freue mich sehr, so tolle neue Mitarbeiterinnen in einer Zeit gefunden zu haben, in der das Wort "Fachkräftemangel" kein abstrakter Begriff, sondern tägliche REALITÄT ist!
Sie glauben gar nicht, wie schwer das war!

Begrüßen Sie unsere neuen Mitarbeiter*Innen bitte mit aller Freundlichkeit!

Herzlichen Dank

Tobias Glaunsinger

Liebe Patientinnen und Patienten,

aufgrund langwieriger Erkrankungen und persönlicher Veränderungen im Team ist unsere personelle Situation aktuell etwas angespannt. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Besserung der Situation und haben neue Mitarbeiterinnen gefunden, die wir aktuell einarbeiten. 

Am Freitag, den 30.09.2022 werden wir jedoch KEINE Sprechstunde
anbieten können.

Wir bitten um Ihr/Euer Verständnis. Zweieinhalb Jahre Pandemie haben uns und unser Team an die Grenzen der Belastbarkeit - und teils darüber hinaus - gebracht. 

Tobias Glaunsinger

Liebe Patientinnen und Patienten,


nein, die Covid 19-Pandemie ist leider noch nicht vorbei! Auch wenn mittlerweile - vor allem auch durch die Erfolge der Impfungen - die Totenzahlen gesunken sind, gibt es noch immer Fälle, in denen die Infektion schwer, teilweise auch tödlich verläuft. Neuere Varianten des Virus können sich den durch die Impfungen gebildeten Antikörpern besser entziehen und - trotz Impfung - Infektionen auslösen. 

Allerdings: Große Studien haben mittlerweile überzeugend zeigen können, dass eine dreifache Impfung zu 80-90% vor schweren Verläufen der Covid-19-Erkrankung schützt. Damit sind Impfungen die bei weitem wichtigsten Waffen gegen das Virus. Die schnelle Entwicklung und der Einsatz der Impfstoffe gegen Covid-19 sind eine klare Erfolgsgeschichte. 

Im September sind jetzt neue, erweiterte Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 zugelassen worden. Diese beinhalten jetzt nicht nur einen Schutz gegen das ursprünglich in Wuhan isolierte Virus, sondern auch gegen die neuen, aktuell dominierenden Omikron-Varianten

Die aktuellen Empfehlungen der STIKO sind weiter sehr klar und breit, was ERST-, ZWEIT- und DRITT-Impfungen angeht: DREI Impfungen werden JEDEM Erwachsenen dringend empohlen!

Bezüglich einer VIERTEN oder gar FÜNFTEN Impfung sind die Empfehlungen deutlich eingeschränkter: 

Aktuell empfiehlt sie STIKO eine VIERTE oder gar FÜNFTE Impfung für Menschen ab 12 Jahren nur mit einem OMIKRON-angepassten Impfstoff.

Ein VIERTES Mal impfen lassen sollten sich Menschen
  • ab 60 Jahren
  • ab 12 Jahren, wenn ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 besteht, z.B. bei Immundefizienz (z.B. HIV-Infektion), schweren chronischen Erkrankungen, starkem Übergewicht etc. 
  • Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen
Der Abstand zu vorangegangenen Impfungen oder Covid-19-Infektionen sollte mindestens 6 Monate betragen. 

Eine FÜNFTE Impfung kann in Betracht gezogen werden bei Menschen mit besonders hohem Risiko für einen schweren Verlauf wie 
  • Hochbetagten (>80 Jahre)
  • Menschen mit schwerem Immundefekt oder schweren chronischen Erkrankungen
Der Abstand zu vorangegangenen Impfungen oder Covid-19-Infektionen sollte mindestens
6 Monate betragen. 

Eine VIERTE oder FÜNFTE Impfung scheint nach aktuellem Wissensstand vor allem sinnvoll für Menschen, die in 2022 NICHT an einer durch eine Omikron-Variante ausgelösten Covid-19-Erkrankung gelitten haben. 

Verfügbar sind aktuell zwei Varianten des Omikron-angepassten Impfstoffs der Firma  BioNTech:
  1. Eine zuerst entwickelte und in klinischen Studien am Menschen getestete Version gegen die BA1-Variante von SARS-CoV-2: Comirnaty/BA1
  2. Eine nach gleichem Prinzip adaptierte, jedoch weniger intensiv getestet Version gegen die BA4/5-Varianten des Covid-19-Virus: Comirnaty/BA4-5
Die Entwicklung der BA4/5-Version trägt der Tatsache Rechnung, dass in den letzten Monaten nahezu ausschließlich die BA5-Omikron-Variante das Infektionsgeschehen dominiert, während die BA1-Variante kaum noch nachgewiesen wird. Die für die BA4/5-Variante optimierte Vakzine führte im Tierexperiment zu einer höheren Konzentration schützender (neutralisierender) Antikörper gegen die BA5-Variante als die BA1-angepasste Impfstoff-Version. Ob und wie stark dies im Menschen mit einem zusätzlichen Schutz assoziiert ist, weiß niemand. Die amerikanische Zulassungsbehörde hat sich jedoch entschieden, in den USA nur die BA4/5-adaptierten Impfstoffe zuzulassen. 

Die STIKO legt sich auf keine Empfehlung für einen der beiden Impfstoffe fest.
Wir haben beide Impfstoffe bestellt, bevorzugen jedoch den BA 4/5-optimierten Impfstoff

Termine zur Covid-19-Impfung:

Sie haben bisher bereits mindestens zwei Impfungen (Grundimmunisierung) erhalten:
--> Termin zur BOOSTER-Impfung mit Omicron-angepasstem Impfstoff: HIER klicken

Sie haben bisher noch keine oder nur eine Impfung erhalten:
--> Termin zur GRUNDIMMUNISIERUNG: HIER klicken




 

Liebe Patienten,


im Folgenden möchte ich Ihnen einige Informationen zu den Affenpocken und zur Impfung dagegen geben:

WER SOLLE GEIMPFT WERDEN?

Da der Impfstoff aktuell noch sehr begrenzt verfügbar ist, können nicht alle Interessierten sofort geimpft werden. Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) empfiehlt die Impfung aktuell für
  • Personen mit einem nachgewiesenen engen Kontakt zu einem an Affenpocken Erkrankten innerhalb 14 Tagen nach Kontakt
  • Männer, die Sex mit Männern und wechselnde Sexualpartner haben
 

INTERESSENTEN

Sollten Sie Interesse an einer Impfung gegen Affenpocken haben, schreiben Sie uns bitte eine eMail an: mpx@praxis-prenzlauer-berg.de

Bitte unbedingt PRO Interessenten JEWEILS EINE NEUE eMail!
Bitte keine Sammelanfragen á la: Ich möchte für mich, meinen Freund und einen weiteren Freund... Wir müssen die Anfragen im Sinne einer Warteliste, in der jede Anfrage-email EIN Platz auf der Warteliste ist, der zu gegebener Zeit beantwortet werden kann, verwalten. 

Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie einen engen Kontakt zu einem MPX-Erkrankten hatten und wann dieser war. Teilen Sie uns ansonsten bitte mit, warum Sie sich als gefährdet ansehen.
Sie erhalten dann - je nach Verfügbarkeit von Impfstoff - ggf. von uns einen Einladungslink, mit welchem Sie sich zu einer Impfung in unserer Praxis anmelden können. 

Mit der Einladung zur Impfung erhalten Sie
dieses Informationsblatt über die Impfung sowie 
diese Einwilligungserklärung.

Bringen Sie bitte die
unterschriebene Einwilligungserklärung und
- Ihren Impfausweis
zum Impftermin mit!


DIE IMPFUNG

Die Menschenpocken, an denen bis zu 30% der Betroffenen gestorben sind, konnten durch ein weltweites Impfprogramm ausgerottet werden. Letzte Fälle sind 1977 in Somalia und ein letzter bekannter Fall 1978 in Großbritannien als Folge einer Laborinfektion aufgetreten. Im Jahr 1980 hat die WHO die Welt offiziell als frei von Pocken erklärt.

Es handelt sich um die erste, durch ein Impfprogramm ausgerottete Infektionskrankheit. 1976 wurde die vormals bestehende Impfpflicht gegen Pocken in der Bundesrepublik Deutschland, 1982 in der ehemaligen DDR aufgehoben. Die Impfung wurde 1983 beendet. Wer vor 1976 geboren ist, hat höchstwahrscheinlich eine Impfung gegen Pocken erhalten.

Es wird vermutet, dass die Impfung gegen die Menschenpocken - aufgrund der Verwandschaft der Viren - einen guten Schutz auch gegen die infektion mit Affenpocken vermitteln kann. Da es sich um einen sehr lang schützenden Lebendimpfstoff handelte, wird vermutet, dass Menschen, die gegen die Menschenpocken geimpft wurden, auch (noch) gut gegen die Affenpocken geschützt sind. 


AKTUELLE IMPFEMPFEHLUNG

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) hat am 09.06.2022 eine Empfehlung zur Impfung gegen die Affenpocken für folgende Gruppen ausgesprochen:

  1. Postexpositionsimpfung:

    Personen, die einen engen körperlichen Kontakt und/oder einen längeren ungeschützten Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt (unter 1 m Abstand) mit einem/r Infizierten hatten, sollten so schnell wie möglich - bis zu 14 Tagen nach Exposition - eine Impfung erhalten.  
     
  2. Indikationsimpfung
    Menschen mit erhöhtem Expositionsrisiko - aktuell vor allem Männer, die Sex mit Männern und wechselnden Partnern haben - sollten sich vorbeugend impfen lassen. 
Zum Einsatz kommt ein relativ gut verträglicher Lebendimpfstoff gegen Pocken (IMVANEX® bzw. JYNNEOS®), der auch gegen Affenpocken eingesetzt werden kann. Geimpft werden sollte mit zwei Dosen im Abstand von mind. 28 Tagen. (siehe unten bezüglich der aktuellen Einschränkungen bei mangelnder Verfügbarkeit des Impfstoffs). Der Impfstoff wird von einer Firma in Dänemark hergestellt. Das Bundesgesundheitsministerium hat bereits Anfang Juni größere Mengen des Impfstoffs bestellt. 

Das Vakzin wird NICHT über die Apotheken verfügbar sein. Der Impfstoff wird - wie der Corona-Impfstoff - vom Bundesministerium für Gesundheit, also vom deutschen Staat, gekauft. Der Bund entscheidet dann auch über die Verteilung

UPDATE 09.09.2022
In Berlin wird seit Mitte Juli 2022 geimpft. Bisher haben wir 520 Dosen des Impfstoffs erhalten. Wir laden nach und nach Interessenten ein, die uns wegen einer ERST-Impfung angefragt haben. Wir führen bis auf weiteres KEINE ZWEIT-Impfungen durch (siehe Update vom 07.08.2022 unten). 

Der Impfstoff ist ein Vakzin der dritten Generation und ist aktuell in der Europäischen Union nur zur Prophylaxe der Menschenpocken zugelassen. In den USA und in Kanada ist das Serum auch zur Prophylaxe gegen Affenpocken zugelassen. Aufgrund der starken Ähnlichkeit der Menschen- und Affenpocken-Viren wird von einer guten schützenden Wirkung auch gegen Affenpocken ausgegangen. In der EU ist das Vakzin unter dem Namen IMVANEX®, in den USA unter dem Namen JYNNEOS® auf dem Markt. 

Der Impfstoff besteht aus "lebenden" modifizierten Pockenviren (Modifiziertes Vaccinia-Virus Ankara). Diese Viren können menschliche Zellen infizieren, sich in diesen aber nicht mehr vermehren. Deshalb gilt das Vakzin auch für immungeschwächte Menschen als anwendbar. 
 
UPDATE 07.08.2022
Wie Sie/Ihr der Presse entnehmen können/könnt, reichen die aktuell in Deutschland verfügbaren Impfdosen gegen Affenpocken vorn und hinten nicht
Aktuell bekommen wir täglich unzählige eMails und Anfragen von Impf-Willigen, die wir mangels Impfstoff nicht impfen können. In Berlin sind bisher 9.500 Dosen zur Verfügung gestellt worden - in Anbetracht von mindestens 100.000 in der Stadt lebenden Männern, die Sex mit Männern haben, ein "Tropfen auf den heißen Stein".
Nach Aussage des Bundesgesundheitsministeriums sollen bis Ende September 200.000 weitere Dosen nach Deutschland geliefert werden. Wann genau diese kommen und wieviel davon in Berlin verfügbar sein werden, ist aktuell nicht zu erfahren. Die Deutsche AIDS-Hilfe schätzt jedoch, dass für Deutschland etwa eine Million Dosen erforderlich wären, um allen Gefährdeten eine Impfung anbieten zu können. 
Die STIKO hat jetzt empfohlen, zunächst die zweiten Impfungen in eine Zeit aufzuschieben, in der ausreichend Impfstoff verfügbar ist. Die Experten gehen davon aus, dass durch eine erste Impfung bereits ein guter Basisschutz erzielt wird, der etwas zwei Jahre lang anhält. Zum Erreichen eines langfristigen Schutzes ist dann die zweite Impfung erforderlich. 
Aus der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit gab es beim Start der Impfkampagne in Berlin zunächst sehr widersprüchliche Ansagen. Zunächst hieß es, wir könnten alle 300 gelieferten Dosen zeitnah verimpfen. Diese Aussage wurde am gleichen Tag von der Chefin der zuständigen Abteilung der Senatsverwaltung kassiert und es erfolgte die Weisung, wir sollen die Hälfte der Dosen für die Zweit-Impfungen zurücklegen. Meine ihr gegenüber geäußerten Bedenken, dass es doch besser sei, so vielen Gefährdeten wie möglich einen Basis-Impfschutz zu ermöglichen, statt einer winzigen Gruppe einen Premium-Impfschutz, wurden negiert. Eine Woche später äußerte sich dann die STIKO ganz klar im Sinne meiner Argumentation und die Senatsverwaltung empfahl wieder, alle verfügbaren Impfdosen jetzt zu verimpfen...
Dieses hin und her führt jetzt aber dazu, dass einige Kolleginnen und Kollegen aus anderen impfenden Praxen argumentieren, man könne es den zuerst geimpften und über die bevorstehenden zweiten Impfungen aufgeklärten Patienten nicht zumuten, die zweite Impfung zu verschieben. Deshalb kommt es aktuell zu unterschiedlichem Vorgehen in verschiedenen Praxen. 
Ich vertrete weiterhin ganz klar die Ansicht, dass ein Impfstoff, der postexpositionell eingesetzt werden kann, der also auch nach einem Kontakt mit Affenpocken diese abmildern oder verhindern kann, sinnvollerweise möglichst vielen Gefährdeten zur Verfügung gestellt werden sollte. Nur so können nach meiner Überzeugung möglichst viele Infektionen verhindert werden. 
Deshalb: Matthias Straub und ich folgen den Empfehlungen der STIKO, die sich mit unseren Überzeugungen decken und werden vorerst KEINE zweiten Impfungen gegen die Affenpocken durchführen. Diese sollten erst erfolgen, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, um allen Impfwilligen und Gefährdeten eine erste Impfung anbieten zu können. Wann es soweit ist, ist aktuell noch nicht absehbar. 

Nach einem Kontakt mit Affenpocken kann eine Impfung zur Verhinderung oder Abmilderung der Erkrankung eingesetzt werden. Erfolgt die Impfung bis 4 Tage nach Exposition, wird eine sehr hohe Schutzwirkung gegen Infektion angenommen. Im Zeitraum von 5-14 Tagen nach Exposition angewendet, kann eine Erkrankung zwar nicht verhindert, wahrscheinlich jedoch abgemildert werden. 

Der Impfstoff hat potenziell Nebenwirkungen, wird nach unserer Erfahrung jedoch gut vertragen. Folgende Nebenwirkungen sind möglich:

Lokale Reaktionen an der Impfstelle (Oberarm) treten häufig auf:
  • Schmerzen 84,9% (Grad 3 = deutliche Schmerzen in 7,4%)
  • Rötung 60,8%
  • Schwellung 51,6%
  • Juckreiz 43,1%
Systemische Reaktionen = Allgemeinreaktionen im Körper treten ebenfalls häufig auf:
  • Muskelschmerzen 42,8%
  • Kopfschmerzen 34,8%
  • Abgeschlagenheit 30,4%
  • Übelkeit 17,3%
Die Nebenwirkungen können 1-6 Tage anhalten und sind nach erster und zweiter Impf-Dosis gleich häufig. 

Hier finden Sie Aufklärungsbögen zur Impfung, herausgegeben vom Robert-Koch-Institut:

Weiterführende Informationen zur Impfung finden Sie hier:

STIKO-Empfehlung zur MPX-Impfung

RKI-Seite zur MPX-Impfung

AIDSHILFE zu Affenpocken
 
DAS VIRUS
Das Affenpocken-Virus (MPXV) wurde erstmals 1958 bei Affen nachgewiesen, die als Versuchstiere gehalten wurden. In der Natur scheint das Virus jedoch eher bei Nagetieren vorzukommen. Im Jahr 1970 wurde der erste Fall einer Infektion bei einem Menschen in Kongo (Zentralafrika) nachgewiesen. Seitdem gab es immer mal wieder sporadische Fallberichte und kleinere Ausbrüche in Zentral- und Westafrika. Fälle außerhalb Afrikas waren fast ausschließlich durch Reisende "importierte" Fälle. In 2003 kam es erstmals zu einem Ausbruch in den USA, der von aus Ghana importierten Säugetieren ausging. Seit 2017 läuft ein größerer Ausbruch in Nigeria/Westafrika. 

In Afrika scheint es es mindestens zwei Formen des Virus zu geben, die zentralafrikanische, mit bis zu 10% tödlichen Verläufen einhergehende, und die westafrikanische, mit 1% tödlicher Verläufe weniger gefährliche Variante. Die aktuell bei uns zirkulierende Variante ist mit dem westafrikanischen, "harmloseren" Virus verwandt. Bei dem Ausbruch in den USA 2003 traten mehr als 90 Infektionen beim Menschen auf, von denen keine tödlich verlief. Dennoch sind vereinzelt tödlich verlaufende Erkrankungen - vor allem bei kleinen Kindern und stark Immungeschwächten - nicht ausgeschlossen werden.  
 
© AdobeStock/dottedyeti

AKTUELLER AUSBRUCH
Seit Mai
diesen Jahres nehmen Affenpocken-Infektionen sprunghaft in vielen Ländern zu. Die meisten Fälle verzeichnen aktuell Großbritannien (wo im Mai 2022 auch der erste Fall auftrat), Spanien, Portugal und Deutschland
Betroffen sind bisher in Deutschland ausschließlich Männer, die Sex mit Männern haben

ÜBERTRAGUNG
Für die Übertragung des Virus sind wahrscheinlich direkte Kontakte mit Pockenläsionen, zumindest intensivere körperliche Kontakte zwischen Menschen erforderlich. Die meisten Fälle sind aktuell wahrscheinlich im Rahmen sexueller Kontakte übertragen worden. 

Möglich scheint eine Übertragung auch durch Tröpfchen in der Atemluft während der noch unspezifischen ersten Stadien der Infektion, in denen noch keine Hautveränderungen auftreten. Hierbei ist das Virus jedoch wahrscheinlich viel weniger übertragbar als beispielsweise SARS-CoV-2.

Da das Virus in der Umgebung recht gut und lange infektiös bleiben kann, sind auch Gegenstände, Kleidung, Bettwäsche, Handtücher etc. aus der unmittelbaren Umgebung des Erkrankten potenziell infektiös.

Erkrankte sind infektiös, solange sie Symptome haben. Insbesondere die typischen Hautläsionen (Pocken) sind hoch ansteckend. Eine Infektion ist zudem durch Kontakt mit infizierten Tieren möglich. 

ERKRANKUNG
Die Affenpocken-Erkrankung verläuft in mehreren Phasen und sehr viel milder als die (ausgerotteten) Menschenpocken. Die meisten Betroffenen erholen sich innerhalb einiger Wochen. In Einzelfällen sind jedoch schwere Verläufe möglich. 
Nach einer Inkubationszeit von 5-21 Tagen entwickeln sich zunächst unspezifische Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie - typischerweise - Lymphknotenschwellungen. Einige Tage nach dem Beginn der Beschwerden beginnen die Hautveränderungen. Aus einem Fleck entwickelt sich zunächst Knötchen, dann ein Bläschen, welches schnell eitrig-trüb gefüllt erscheint (Pustel) und schließlich verkrustet. 

Weitere Infos zu den Affenpocken:
Robert-Koch-Institut
Deutsche AIDS-Hilfe
Bundesministerium für Gesundheit


Tobias Glaunsinger

Liebe Patientinnen und Patienten,


wenn ein Zug planmäßig um 15:00 Uhr abfährt, sollte jedem klar sein, dass man spätestens 14:50 Uhr auf dem Bahnhof sein sollte. Wenn ich erst 15.05 Uhr am Bahnhof bin - auch wenn ich im Stau stand, mir die TRAM weggefahren ist oder ich den Bahnhof nicht gefunden habe - dann sehe ich oft dies:


                                                                                     © adobe Stock terovesalainen

Da auch in einer Arztpraxis zuweilen ein paar vorbereitende Dinge nötig sind, bitten auch wir in jeder Terminbestätigung und bei jeder Terminerinnerung darum, 10 Minuten VOR Ihrem Termin in der Praxis zu sein

Jeden Tag erleben wir jedoch eine ganze Reihe von Patienten, die 5, 10 oder auch mal 30 Minuten nach Ihrem Termin kommen und auf Behandlung pochen. Nicht selten haben ausgerechnet diese Patient*Innen ihre Versichertenkarte nicht dabei oder haben ihren im Vorfeld von uns bereitgestellten Fragebogen nicht ausgefüllt. Hierdurch vergehen dann zusätzliche Minuten der Vorbereitung, ehe der Arzt-Termin beginnen kann. 

Um Ihnen/Euch zeitnah alle gewünschten Termine zur Verfügung stellen zu können, planen wir unsere Sprechstunden ohne relevante Pausen und Puffer.

Das bedeutet praktisch, dass jede Verspätung unweigerlich zu
  • Wartezeiten für alle nachkommenden Patienten führt
  • Stress bei den Ärzten führt, die versuchen, durch schnelleres Arbeiten die Verspätung wieder reinzuholen
  • weniger Zeit für die nachfolgenden Patienten führt
  • Überstunden im Team führt, weil sich der Zeitplan nach hinten verschoben hat. 

Deshalb haben wir uns jetzt im Team - im Interesse der pünktlichen Patienten - zu folgendem Vorgehen entschlossen:
 
  1. Jede(r) Patient*In wird weiterhin darum gebeten, 10 Minuten VOR seinem geplanten Termin in der Praxis zu sein.

    Diese Zeit ist oft nötig, um administrative Dinge (Krankenkassenkarte einlesen, Fragebögen ausfüllen, Versicherungsstatus klären...) zu erledigen. Manchmal "blockieren" vorherige Patienten auch noch einen Moment die Anmeldung. 
    Die Praxis öffnet dazu 10 Minuten vor dem offiziellen Sprechstundenbeginn.
     
  2. Jede Verspätung führt dazu, dass wir den Termin nicht mehr garantieren können.

    Je nach aktueller Auslastung der Praxis und ggf. schon aufgelaufenen Wartezeiten und je nach Dringlichkeit des Anliegens behalten wir uns vor, den Termin zu stornieren.

    Unsere Mitarbeiter an der Anmeldung sind ab sofort angewiesen, bei verspätetem Ankommen von Patient*Innen erst den behandelnden Arzt zu fragen, ob der Termin stattfinden kann. Die Entscheidung trifft der Arzt. Der/die Mitarbeiter/in an der Anmeldung übermittelt nur die Entscheidung des Arztes.

    Ich bitte vorsorglich darum, von Wutausbrüchen und verbalen Attacken gegen meine Mitarbeiter Abstand zu nehmen. Diese übermitteln nur die Entscheidungen, verantworten diese aber nicht.
    Beschwerden bitte an mich: glaunsinger@praxis-prenzlauer-berg.de
Wir haben großes Verständnis dafür, dass man durchaus mal zu spät kommen kann. Wir alle kennen unerwartete Straßensperrungen, unerwartete Baustellen mit Staus, unerwarteten Schienenersatzverkehr, verspätete S-Bahnen oder einfach nicht zu findende Parkplätze. Dennoch: Der Zug wartet auch nicht. Wir haben in der Regel zum verabredeten Termin auf Sie gewartet. Wir werden weiterhin kulant sein, wo immer es ohne große Zumutungen für andere Patient*Innen möglich ist. 

Bitte denken Sie bei jedem Termin daran, dass er eigentlich schon zehn Minuten früher ist...

Ich bitte um Ihr/Euer Verständnis
Tobias Glaunsinger
 

 

Liebe Patientinnen und Patienten,

Arbeitsunfähigkeits-(AU-)Bescheinigungen = Krankschreibungen sind ärztliche Zeugnisse, die bestätigen, dass ein Patient aufgrund eines konkreten Krankheitsbildes aktuell nicht in der Lage ist, seiner individuellen Berufstätigkeit nachzugehen. 

Gemäß der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungs-Richtlinien setzt die Ausstellung und Verlängerung einer Krankschreibung durch einen Arzt ZWINGEND einen Arzt-Patienten-Kontakt voraus. Dieser darf auch im Rahmen einer VIDEO-Sprechstunde erfolgen. AU-Bescheinigungen durch Bestellung per eMail sind NICHT erlaubt. Der Arzt darf AU-Bescheinigungen auch nur zwei Tage rückwirkend vom Tag der Vorstellung des Patienten beim Arzt ausstellen. 

Deshalb: Nutzen Sie zur Ausstellung einer Krankschreibung (AU) bitte unsere
AKUT-Termine, ggf. die
VIDEO-Akut-Termine

Beste Grüße
Tobias Glaunsinger

Liebe Patientinnen und Patienten,

auch wenn sich Deutschland bekanntermaßen etwas schwer tut bei der Digitalisierung, möchten wir Ihnen/Euch ein neues Digital-Angebot machen:


In Zusammenarbeit mit impfpass.de können wir Ihnen/Euch ab sofort anbieten, Ihnen/Euch sämtliche uns vorliegenden Impf-Daten - also auch alle erfolgten und im klassischen Papier-Impfausweis dokumentierten Impfungen - in einer elektronischen App auf dem SmartPhone zugänglich zu machen. Damit hätte der Papier-Impfausweis so langsam ausgedient und man hat sämtliche Impf-Daten jederzeit zur Hand. 

Dieses Angebot git nur für hausärztlich oder wegen chronischer Infektionen bei uns behandelte Patientinnen und Patienten. 

Bei Interesse:

1. Laden Sie sich bitte die erforderliche App für das jeweilige smartphone herunter:
 
iphone  oder  android

2. Installieren Sie die App und 
3. Bringen Sie Ihr smartphone zum nächsten ARZT-Besuch in unserer Praxis mit.

Ihr Arzt (!) wird sich dann um die Kopplung der App mit Ihren Impfausweis-Daten kümmern. 
 
In der App haben Sie Ihren Impfausweis immer dabei. Auch Covid-Impfzertifikate können in der App mitgeführt werden. Die App erinnert Sie an anstehende Impfungen. 

Beste Grüße
Tobias Glaunsinger

Liebe Patientinnen und Patienten,

Thomas Wicke und der ehemalige Assistenzarzt, Dr. Sven Schellberg, haben die Praxis Prenzlauer Berg zum 31.12.2017 verlassen. Die Praxis Prenzlauer Berg war bis zum 31.12.2017 eine Praxisgemeinschaft aus zwei eigenständigen Praxen, der Praxis Dr. Tobias Glaunsinger und der Praxis Thomas Wicke.
 
Um kassenärztlich arbeiten zu dürfen, benötigt man in Deutschland für jeden selbständigen oder angestellten Arzt eine streng limitierte und nicht einfach erhältliche Genehmigung (Kassenarztsitz). Bei seinem Weggang hat Thomas Wicke seinen eigenen und den zu ihm gehörenden zweiten Kassenarztsitz - auf welchem von Juli 2015 bis Juli 2017 Dr. André Manutscharow bei Herrn Wicke angestellt war - nach Berlin-Mitte verlegt. Somit fallen ab dem 02.01.2018 zwei von drei Arztstellen am Standort Danziger Str. 78B ersatzlos weg. Eine Übernahme von Patienten, die bisher von Herrn Wicke, Herrn Dr. Manutscharow oder Herrn Dr. Schellberg rein hausärztlich betreut wurden, ist in meine Praxis nur sehr eingeschränkt möglich.
 
Grund hierfür ist, dass ich seit Jahren vorwiegend infektiologisch tätig bin. Ich habe die Zusatzbezeichnung Infektiologie nach Prüfung vor der Berliner Ärztekammer erlangt und bin zudem von der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie als Infektiologe (DGI) zertifiziert.
Überdies bin ich von der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin als HIV-Schwerpunktpraxis anerkannt und berechtigt, HIV-Patienten im Rahmen der Qualitätssicherungsvereinbarung HIV/AIDS zu behandeln.
Somit verfüge ich über Expertenwissen, welches ich gezielt auch Patienten anderer Praxen nach Überweisung zur Mitbehandlung zur Verfügung stellen möchte. Hierfür benötige ich jedoch Zeit, die ich nicht mehr hätte, wenn ich alle sich bei mir vorstellenden Patienten auch vollumfänglich hausärztlich betreuen würde.
 
Für Patientinnen und Patienten, die bisher von Herrn Wicke, Herrn Dr. Manutscharow oder Herrn Dr. Schellberg betreut wurden, besteht also ab Anfang 2018 die Möglichkeit, sich am neuen Praxisstandort von Thomas Wicke in Berlin-Mitte (Mohrenstrasse 6, 10117 Berlin - Deutschland, Telefon: 346 20 300) behandeln zu lassen oder sich im Prenzlauer Berg eine neue Hausarztpraxis zu suchen.
 
Für Patienten, die sich bisher in meiner Behandlung befunden haben, ändert sich nichts.
 
Ich bedauere die Entwicklung, stehe Ihnen aber gern weiterhin mit meiner langjährigen Expertise als Infektiologe zur Verfügung.
 
Tobias Glaunsinger

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Dear patients,
Thomas Wicke, Dr. Schellberg and Dr. Manutscharow have left the rooms in Danziger Str. 78b. 

Due to capacity reasons patients formerly treated by Thomas Wicke, Dr. Schellberg or Dr. Manutscharow CANNOT be treated by Dr. Glaunsinger - except patients with HIV-Infection, Sexually Transmitted Diseases or Chronic Viral Hepatitis

Best regards 
Tobias Glaunsinger
 

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