Neuigkeiten aus der Praxis Prenzlauer Berg:

Liebe Patient*Innen,


Arztpraxen stellen als Orte, in denen kranke Menschen Hilfe suchen, eine besondere Risikoumgebung für die Übertragung der Coronavirus-Infektion dar. 
Wir sehen uns verpflichtet, Sie bei einem Besuch in unserer Praxis bestmöglich zu schützen. Gleichzeitig bin ich in der Verantwortung, meine Mitarbeiter*Innen und mich so gut es geht vor einer Infektion zu schützen. 
Wir haben deshalb einige Maßnahmen ergriffen, um Ihnen und uns einen möglichst risikoarmen Aufenthalt in der Praxis zu ermöglichen.

Diese möchten wir Ihnen hier vorstellen und bitten um unbedingte Beachtung

1. Akute Atemwegs-Beschwerden, Durchfall, Fieber: 
Patienten mit akuten Beschwerden der Atemwege wie Husten, Schnupfen, Niesen, Halsschmerzen sowie Patienten mit Durchfall und/oder Fieber kommen bitte NICHT ohne Voranmeldung in unsere Praxis! 
Auch nicht zu vorher geplanten Blutentnahmen, Impfungen, Routineterminen!

--> Rufen Sie uns bitte unbedingt zunächst an: 44 03 99 72 oder
--> Schreiben Sie eine email an: praxis@praxis-prenzlauer-berg.de oder
--> Buchen Sie sich einen Akut-Termin per Video

Wir werden dann zunächst per Telefon und Video-Sprechstunde klären, ob es sich um einen einfachen Infekt handelt, den Sie ohne weitere Untersuchungen zu Hause auskurieren können. In diesem Fall schicken wir Ihnen eine Krankschreibung per Post zu und geben Ihnen Tips für eine schnelle Genesung. Eine Anleitung für Video-Termine finden Sie HIER.

Falls sich hierbei Hinweise für einen schwereren Infekt oder eine Coronavirus-Infektion ergeben, erhalten Sie zeitnah einen Termin für eine Untersuchung in der Praxis.
Dieser findet dann - zum Schutz anderer Patienten und zu unserem Schutz - ggf. außerhalb unserer Sprechzeiten in einem eigens eingerichteten Untersuchungsraum statt, in welchem ich Sie in Schutzausrüstung untersuche und ggf. einen Abstrich mache (siehe unten).

Wir sind weiterhin für Sie da - auch persönlich!

Um Ihnen und mir jedoch in unnötigen Fällen diese zuweilen belastende Situation zu ersparen, möchte ich vorher klären, ob eine solche Untersuchung sinnvoll und nötig ist. Auf keinen Fall möchten wir, dass Sie als potentielle Infektionsquelle einfach bei uns im Wartezimmer sitzen!
Und um es klar zu sagen: 
Wer einen Grund für einen Coronavirus-Test sieht oder Erkältungsbeschwerden hat, kommt bitte NIE unangekündigt in die Praxis!

2. Termine zu Beratungen und/oder Besprechung von (Labor-)Befunden: 
Termine, bei denen ein unmittelbar persönlicher (körperlicher) Kontakt zwischen Ihnen und mir (ärztliche Untersuchung, Blutentnahme, Abstrichentnahme) nicht zwingend erforderlich ist, werden bevorzugt als Video-Termin, notfalls telefonisch durchgeführt.

Hierfür benötigen Sie lediglich ein mit dem Internet verbundenes Gerät (PC, Mac, iPad/Tablet, Smartphone) mit Kamera, Mikrofon, Lautsprecher/Kopfhörer und einen Browser. Eine Anleitung für Video-Termine finden Sier HIER

--> NORMAL-Termine per Video können Sie HIER buchen. 
--> In akuten (dringenden) Fällen können Sie kurze AKUT-Termine per Video HIER buchen. 

3. Termine zu Blutentnahmen und Impfungen: 
Blutuntersuchungen sind zur Überwachung bei chronischen (Infektions-)Krankheiten und Medikamentenbehandlungen weiterhin regelmäßig sinnvoll und nötig! Bitte wenden Sie sich ggf. an uns, um zu klären, ob in Ihrem individuellen Fall eventuell eine Verlängerung des Untersuchungs-Intervalls, also ggf. eine Verschiebung eines bereits geplanten Termins möglich ist. 
Auch Impfungen sollten wieterhin unbedingt wie geplant durchgeführt werden!

Wir haben jedoch im Interesse möglichst kurzer Warte- und Aufenthaltszeiten in der Praxis die Abstände zwischen den Terminen verdoppelt. Somit sollen längere Wartezeiten in der Praxis bestmöglich verhindert werden. 

4. Termine für Ultraschall- und Checkup-Untersuchungen: 
Alle aktuell nicht dringend nötigen, verschiebbaren Termine werden auf die Zeit nach der akuten Covid-19-Gefahr verschoben. Hierzu zählen nicht dringend erforderliche Checkup- und Ultraschalluntersuchungen. Nicht aufschiebbare, dringende Unterschungen finden statt. 

5. Patienten mit akuten Beschwerden einer sexuell übertragenen Infektion: 
Wir haben die Anzahl online buchbarer Termine zum Test auf sexuell übertragene Infektionen reduzieren müssen, zumal der größte Teil dieser Termine von Menschen ohne Beschwerden oder dringenden Anlass gebucht wurden/werden ("Ich möchte mich einfach mal testen lassen..."). Nicht dringend nötige Tests - so sinnvol diese ganz oft sind (!) - sollten aktuell möglichst zurückhaltend erfolgen.
Ein Grund ist, dass diese Tests in den Labors oft auf den gleichen Geräten laufen, die aktuell für die Testung auf das SARS-2-Coronavirus dringend benötigt werden. Obwohl die Labors - teilweise auch durch neu eingerichtete Nachtschichten - alles versuchen, um dringend indizierte Tests auf das neue Coronavirus zeitnah durchzuführen, sind die Kapazitätsgrenzen der vorhandenen Laborgeräte teilweise erreicht. Hier konkurrieren dann zuweilen Tests auf z.B. Mykoplasmen mit den aktuell extrem wichtigen Tests auf SARS-2. 
In dringenden Fällen - insbesondere bei Symptomen sexuell übertragener Infektionen - sind spezifische Untersuchungen jedoch auch weiterhin möglich. 

Falls Sie akute Beschwerden mit Vd.a. eine sexuell übertragene Infektion haben (v.a. Brennen in der Harnröhre, Ausfluss, Schmerzen im Anus, eventuell mit Ausfluss und/oder Blut etc.), wenden Sie sich bitte an uns
- per Telefon: 44 03 99 72
- per email: praxis@praxis-prenzlauer-berg.de

Wir werden Ihnen dann ggf. einen zeitnahen Termin zur Abklärung/Behandlung anbieten. 

6. Termine für Test auf SARS-CoV-2/Covid-19/neues Coronavirus: 
Das Robert-Koch-Institut hat in der letzten Woche die Kriterien für eine Testung auf das neue Coronavirus angepasst

Getestet werden sollten ausschließlich Menschen mit SYMPTOMEN der Atemwege (Husten, Schnupfen, Niesen, Halsschmerz, Luftnot), die 
- innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Fall hatten
- Hinweise auf eine virale Lungenentzündung (Pneumonie) haben
- einer Risikogruppe für einen schweren Verlauf der Covid-19-Infektion angehören (Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, (schweren) Immundefekten, Alter über 60 Jahre)
- in der Krankenpflege, in Arztpraxen, Pflegeheimen oder Krankenhäusern arbeiten
- bei ausreichender Testkapazität auch Menschen ohne Risikofaktoren

Menschen OHNE Symptome - auch Kontaktpersonen von Menschen mit bestätigter Covid-19-Erkrankung (!) - sollten NICHT getestet werden! 

Falls Sie innerhalb der letzten 14 Tage engeren Kontakt (mind. 15 min "face-to-face", Anhusten/Anniesen, Küssen, sexueller Kontakt) zu einem Menschen hatten, bei dem eine Covid-19-Infektion bestätigt worden ist, teilen Sie uns dies bitte mit: 
- via Telefon:  44 03 99 72
- via email:    praxis@praxis-prenzlauer-berg.de
Wir werden Ihnen dann raten, wie weiter zu verfahren ist. 

In allen Fällen, in denen ein Test auf das neue Coronavirus durchgeführt wird, erfolgt dies zu gesonderten Zeiten außerhalb der regulären Sprechzeiten in unserer Praxis. Diese Tests erfolgen dann in einem eigens eingerichteten, speziell isolierten Untersuchungszimmer. Ich werde bei der Abstrichuntersuchung Schutzkleidung tragen. Bitte richten Sie sich auf eine ungewöhnliche Situation ein. 

 
Foto: (c) Adobe Stock                                    Foto: Glaunsinger

Der Abstrich erfolgt vorzugweise aus dem NASEN-Rachen-Raum. Hierbei wird ein dünner Abstrichtupfer sehr weit in die Nase - bis in den Rachenraum hinter der Nase - eingeführt. Dies ist unangenehm, aber zur Sicherstellung eines ausreichend aussagekräftigen Abstrichs erforderlich. In diesem VIDEO wird der Nasen-Rachen-Abstrich erläutert (Quelle: New England Journal of Medicine).

Liebe Patient*Innen, bitte haben Sie Verständnis für diese Maßnahmen. Wir wollen auch in den nächsten Wochen und Monaten bestmöglich für Sie da sein. Dafür müssen wir gesund bleiben. Gleichzeitig wollen wir Sie nicht unnötig gefährden. 

Bleiben Sie gesund!

Dr. Tobias Glaunsinger & Team

Liebe Patientinnen und Patienten,


die Coronavirus-Welle wird größer. Das Vermeiden von nicht zwingend nötigen Mensch-Mensch-Kontakten ist die wichtigste Maßnahme, um Neuinfektionen zu verhindern.

Wir werden deshalb jetzt - zu Ihrem/Euren und unserem Schutz - wann immer möglich, die Arzt-Termine als VIDEO-Sprechstunde abhalten.

Dazu müssen Sie nicht in die Praxis kommen. Sie benötigen lediglich - wo immer Sie sich auch aufhalten - einen PC/Mac/iPAD/Tablet/Smartphone mit Internet-Zugang, eine Kamera, ein Mikrofon und einen Internet-Browser. Eine spezielle Software ist NICHT erforderlich. 

Eine Anleitung für unsere Videosprechstunde finden Sie HIER

Es gibt zwei Arten von VIDEO-Terminen:

1.) Einen VIDEO-NORMAL-Termin, ein 10-Minuten-Termin. Dieser ersetzt die normalen Termine zur Besprechung von Laborbefunden, zur PrEP-Beratung etc. 
Wir haben zum Teil einige Ihrer Termine in den nächsten Tagen in VIDEO-Termine umgewandelt. Bitte kontrollieren Sie Ihre Termine und Ihren Email-Posteingang noch einmal. Ggf. rufen Sie uns noch einmal an: 44 03 99 72

2.) Einen VIDEO-AKUT-Termin. Dies ist ein auf 5 Minuten begrenzter Kurztermin bei akuten Beschwerden. In diesem Termin soll abgeklärt werden, ob Sie afgrund Ihrer Beschwerden zu einer ärztlichen Untersuchung - ggf. zu einem Coronavirus-Abstrich - in unsere Praxis kommen müssen, oder ob wir Ihnen einfach eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Krankschreibung) nach Hause schicken können. 
 
Bei VIDEO-Terminen kann ich Sie beraten und mit Ihnen Laborbefunde etc. besprechen. Ferner kann ich Ihnen danach ggf. Rezepte, Verordnungen und Krankschreibungen per Post zusenden. Ärztliche Untersuchungen und Blutentnahmen sind natürlich nicht möglich. Hierfür müssten wir uns - wenn erforderlich - zu einem (weiter verfügbaren) Termin in der Praxis treffen. 
 
Nochmals eine dringende Bitte:
Patienten mit (innerhalb 10 Tagen) neu aufgetretenem Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Durchfall oder Fieber kommen bitte NICHT unangemeldet in die Praxis! Auch nicht zu einem bereits verabredeten Arzt- oder Labor-Termin!
Bitte RUFEN SIE uns in diesen Fällen unbedingt AN: 44 03 99 72

Wir werden Ihnen dann ggf. einen Termin in unserer VIDEO-AKUT-Sprechstunde oder - so eine ärztliche Untersuchung oder ein Abstrich nötig sind - in unser extra eingerichteten Coronavirus-Spezial-Sprechstunde. In dieser speziellen Sprechstunde werde ich Sie in einem eigens eingerichteten Untersuchungszimmer in Schutzkleidung empfangen und untersuchen. Hierbei findet dann ggf. - so erforderlich - auch ein Abstrich auf das Coronavirus statt. 
 
Ich möchte Sie nochmals daran erinnern, dass Beschwerden wie oben genannt (Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Durchfall, Fieber) durchaus auch Ausdruck einer simplen Erkältung etc. sein können (in den häufugsten Fällen auch sind!). Dennoch wollen wir andere Patienten und uns nicht unnötig gefährden und bemühen uns um strikte Isolierung von Patienten mit entsprechenden Beschwerden von anderen Patienten. 
 
Wir sind weiter gern für Sie da. Auch persönlich, auch vor Ort. Wir wollen - und müssen - jedoch Ihr und unser Risiko auf ein mindestmögliches Maß reduzieren. 

Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis. 

Bleiben Sie - wann immer möglich - zu Hause!
Bleiben Sie gesund!

Ihr/Euer
Tobias Glaunsinger




 

Liebe Patientinnen und Patienten,

Danke für die vielen lobenden Rückmeldungen zu meinen Coronavirus-Infos von Ende Februar/Anfang März.
Ich will Sie/Euch von Zeit zu Zeit über Neuigkeiten auf dem Laufenden halten und mich zu häufig gestellten Fragen äußern. Um Sie/Euch nicht zu nerven, werde ich die Frequenz dieser Updates beschränken und mich nur bei wirklich neuen Erkenntnissen äußern. Bitte beachten Sie auch den Text vom 26.02.2020, letztes Update am 02.03.2020.

Auch wir haben die letzten Wochen dazu genutzt, unsere Abläufe an die neue Situation anzupassen. Dabei ist es mir ein großes Anliegen, Ihnen/Euch als Patientinnen und Patienten ein größtmögliches Maß an Sicherheit während eine Besuchs in meiner Praxis zu bieten. Gleichzeitig will - und muss - ich meine Mitarbeiter und mich bestmöglich schützen. 
 
Generell ist festzustellen, dass gerade Orte, zu denen kranke Menschen gehen, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Orte mit erhöhter Gefährdung für Infektionen sind. Den ersten Fall einer Covid-19-Erkrankung habe ich Anfang dieser Woche in der Praxis gesehen.
Insofern können wir Ihnen nur raten, nicht zwingend und dringend nötige Besuche in unserer Praxis auf ein Mindestmaß zu beschränken. Wir sind gern für Sie da und wollen Sie nicht "ausladen". In Anbetracht der aktuellen Einschränkungen des gesamten Lebens können jedoch viele planbare, nicht dringende Vorsorgeuntersuchungen auf einen späteren, hoffentlich entspannteren Zeitpunkt verschoben werden. 
Zudem müssen wir unsere Kapazitäten freihalten für dringend nötige Untersuchungen und Behandlungen.
Wir wollen für Sie das sein und uns um Sie kümmern können, wenn Sie uns dringend brauchen. 

Wir werden deshalb bis zu einer Entspannung der Lage keine Termine für

- nicht dringende Checkup-/Gesundheitsuntersuchungen
- nicht dringende Ultraschalluntersuchungen
- HIV-PrEP-Beratungen 
- Normaltermine nach 18 Uhr

sowie nur noch eine reduzierte Anzahl von Terminen für
Tests auf HIV und STI
- Kontrolluntersuchungen im Rahmen der PrEP
anbieten. 
 
Es wird weiter die Möglichkeit geben, sich in dringenden Fällen mit Symptomen einer sexuell übertragenen Infektion in meiner Praxis testen und behandeln zu lassen. Wenden Sie sich bitte ggf. per Telefon oder email an uns, wir werden Ihnen erforderlichenfalls einen Termin geben. 

Unabhängig davon sind jedoch auch in diesen Zeiten Routinekontrollen von Laborwerten bei der Behandlung chronischer Virusinfektionen sinnvoll, nötig und erforderlich. Im individuellen Fall kann man die Abstände der Routinekontrollen eventuell etwas erweitern. Dies sollten wir individuell besprechen und ggf. per email im voraus klären. 
Um das Infektionsrisiko zu minimieren, haben wir die Anzahl der Blutentnahme-Termine etwas ausgedünnt und die Abstände zwischen den Terminen erhöht. Hiermit wollen wir verhindern, dass zu viele Menschen gleichzeitig in der Praxis sind.  

Für alle nötigen, nicht aufschiebbaren Konsultationen haben wir einige Vorkehrungen beschlossen:

!!! Patienten mit Husten, Schnupfen, Fieber: VORHER anmelden !!!

Ich bitte ALLE Patientinnen und Patienten mit Symptomen einer Atemwegisinfektion (Husten, Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen...) uns VOR einem Besuch in der Praxis über die Beschwerden zu informieren. Hierbei ist es völlig egal, weshalb Sie in die Praxis kommen, ob zur Routine-Blutentnahme, zum Routine-Arzt-Termin, zum Akut-Termin oder zum Abholen von Rezepten/Unterlagen. Bitte Rufen Sie uns in jedem Fall vorher an oder schreiben Sie uns eine email!
Wir werden uns gern um Sie kümmern. Wir wollen jedoch nicht, dass Sie im Wartezimmer zwischen anderen Patienten sitzen und diese gefährden. Wir werden Sie deshalb so terminieren, dass wir Sie getrennt von anderen Patienten sehen und ggf. untersuchen können. 

Video-Sprechstunde:
Bereits zum Jahresbeginn habe ich ein System zur Durchführung einer Video-Sprechstunde etabliert. Dieses Angebot will ich Ihnen jetzt vermehrt anbieten. Über eine gesicherte Plattform eines hierfür zertifizierten Anbieters kann ich Ihnen Konsultationen anbieten, die allen Vorgaben der Kassenärztlichen Vereinigungen und des Datenschutzes entsprechen. 
Sie benötigen lediglich einen Internet-fähigen PC/Mac/iPad oder Smartphone mit einer Kamera und einem Mikrofon. Als Software reicht ein aktueller Webbrowser. Nach der terminvereinbarung für einen Video-Termin erhalten Sie eine email mit einem Link. Klicken sie wenige Minuten vor dem Termin auf diesen Link und befolgen Sie bitte genau die Aufforderungen der Software. 
 
Die Video-Sprechstunde eignet sich für alle Konsultationen, bei denen keine körperlichen Untersuchungen oder Blutentnahmen stattfinden müssen. Unsere Video-Normaltermine sind also zur Besprechung von Laborbefunden und für Beratungen. Wir werden einigen von Ihnen anbieten, bereits gebuchte Besprechungstermine als Video-Sprechstunden durchzuführen.
 
Zudem werden wir Ihnen im Fall von akuten Infekten gehäuft Video-Akut-Termine anbieten. Hierbei können wir klären, ob es sich um leichte Infekte handelt, für die wir Ihnen eine Krankschreibung per Post zusenden können, oder ob eine weitere Abklärung - ggf. auch ein SARS-CoV-Abstrich - nötig ist. 

Termine zur Untersuchung bei Atemwegsinfekten und zum
Coronavirus-Abstrich
Getrennt von der normalen Sprechstunde bieten wir Ihnen bei Bedarf spezielle Termine zur körperlichen Untersuchung bei Atemwegs-Infekten und ggf. zur Gewinnung von Coronavirus-Abstrichen an. 
Diese Untersuchungen werden in einem speziell eingerichteten und isolierten Sprechzimmer durchgeführt. Bei diesen Untersuchungen werde ich Sie - wie von den Behörden vorgeschrieben - in Schutzkleidung empfangen. Bitte stellen Sie sich auf eine für viele ungewohnte Situation ein. Es sind ungewohnte Zeiten...



Immer wieder erreichen mich Fragen von Ihnen/Euch, die bestimmte Haupt-Themen betreffen. Häufige Themen möchte ich hier gern besprechen: 

HIV-Infektion als Risikofaktor für schweren Covid-19-Verlauf
Es gibt aktuell keine belastbaren Daten, die eine HIV-Infektion als eigenständigen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Covid-19-Infektion anzeigen.
Herr Professor Bogner, Infektiologe und HIV-Spezialist der Uniklinik München, hat sich dahingegen geäußert, dass er es als unwahrscheinlich ansieht, dass Menschen mit einer gut behandelten HIV-Infektion (Viruslast unter 50 c/ml) mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs rechnen müssen.
Die Deutsche AIDS-Gesellschaft hat sich in einem Rundschreiben an alle HIV-Schwerpunktärzte so geäußert, dass man zumindest bei gut antiviral behandelten Patienten (Viruslast <50 c/ml) mit Helferzellen über 200/µl nicht von einem deutlich erhöhten Risiko für schwere Verläufe von Covid-19 ausgeht.
 
Asthma bronchiale & Inhalatives Cortison
Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie hat sich in einem Statement vom 16.03.2020 klar dazu geäußert, dass bei Patienten mit Asthma bronchiale, bei denen eine klare Indikation für eine Behandlung mit inhalierbarem Cortison gestellt wurde, diese Behandlung NICHT abgesetzt werden sollte. Das Risiko einer Verschlechterung des Asthmas überwiege gegenüber der hypothetischen, aktuell nicht klar bewiesenen Gefahr schwererer Covid-19-Verläufe durch inhaliertes Cortison.
 
Ergänzung Glaunsinger:
Zum Wesen von Asthma bronchiale gehört, dass hier eine Vielzahl von überempfindlichen Immunzellen in der Bronchialschleimhaut zu finden sind. Diese Immunzellen reagieren auf unterschiedliche – meist eigentlich harmlose – Reize mit einer inadäquaten, übertriebenen Freisetzung von Entzündungsstoffen. Durch diese Entzündungsstoffe kommt es zu einer Schwellung der Bronchialschleimhaut, zur Bildung großer Mengen sehr zähen Schleims und zu einer Anspannung der die Bronchien umgebenden Muskelzellen, was in Kombination schließlich zu einer starken Verengung des Bronchien-Lumens führt. Folge ist, dass nicht mehr ausreichen Luft in die Lungenbläschen gelangt und die Atmung gefährdet ist. Inhalierbares Cortison ist – ab einem gewissen Schweregrad des Asthmas – das wichtigste Medikament zur Normalisierung der pathologisch gesteigerten Freisetzung von Entzündungsstoffen und nachgewiesenermaßen mit einer Besserung des Prognose des Asthmas assoziiert! Der alleinige Einsatz von Bronchien-erweiternden Mittel (wie Salbutamol, Formoterol etc.) ist mit einer Verschlechterung der Prognose des Asthmas assoziiert.
Trotz seiner die lokale Abwehr schwächenden Wirkung kann also Cortison durchaus mehr Nutzen als Schaden, weil die pathologisch gesteigerte Entzündungsreaktion im Rahmen des Asthmas auf ein Normalmaß heruntergefahren wird. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass es die Immunstoffe (Zytokine etc.) sind, wie im Rahmen von Covid-19 wesentlich an den schweren Verläufen der Lungenschädigung beteiligt sind („Zytokin-Sturm“).
Also: Bitte die Asthma-Mittel nicht eigenständig absetzen! Eventuell sollte jedoch eine nochmalige Prüfung erfolgen, ob der Einsatz von inhalierbarem Cortsion im konkreten Fall klar indiziert ist. Manchmal wurden Mittel irgendwann leichtfertig angesetzt und dann laufen sie halt so weiter…
 
Bluthochdruck & ACE-Hemmer/Sartane
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie und die European Society of Cardiology raten in einem aktuellen statement NICHT dazu, eine Behandlung mit ACE-Hemmern (Ramipril, Enalapril etc.) oder Sartanen (Valsartan, Candesartan, Telmisartan etc.) abzusetzen. Vereinzelt kursieren Ansichten, diese Substanzen könnten zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen mit SARS-CoV-2 (dem Virus, welches die Erkrankung Covid-19 auslösen kann) führen. Hierfür gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei fundierte Belege.
Diese Medikamente sind jedoch bei Bluthochdruck und Herzschwäche sehr wichtige Säulen in der Therapie und in unzähligen Studien mit einer Verbesserung der Prognose assoziiert! Gleichzeitig gelten nicht gut behandelte Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und Bluthochdruck sowie andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bei denen diese Mittel eingesetzt werden, als Risikofaktoren für einen schweren Verlauf von Covid-19.
 
Versorgung mit HIV-Medikamenten
Viele von Ihnen/Euch machen sich Sorgen um ihre Versorgung mit HIV-Medikamenten in den nächsten Wochen und Monaten. Viele haben schon – bei anderen als HIV-Medikamenten – von Lieferengpässen gehört, da viele Medikamente in China hergestellt werden.
Ich habe am 16.03.2020 bei den Herstellern der HIV-Medikamente angefragt, inwiefern sie Probleme mit den Lieferketten sehen. Hierzu gab es beruhigende Antworten.
Die Firmen 
GILEAD (Hersteller von Biktarvy®, Genvoya®, Odefsey®, Descovy® u.a.),
ViiV (Hersteller von Triumeq®, Tivicay®, Dovato® u.a.) und 
MSD (Hersteller von Isentress®, Delstrigo® u.a.) antwortete mir, dass es
aktuell KEINE Lieferengpässe bei der Versorgung mit HIV-Medikamenten gibt.
 
Liebe Patientinnen und Patienten, ich verstehe Ihre/Eure Sorgen und Ängste. Zum jetzigen Stand scheint jedoch keine offensichtliche Gefahr zu bestehen, dass HIV-Medikamente nicht lieferbar sind/werden. Die Pharmafirmen rechnen aber auch mit wahrscheinlichen Verkaufszahlen in ihrer Lieferplanung. Wenn jetzt jeder anfängt zu hamstern, DANN kann es zu Engpässen kommen!
Schlimmstenfalls gibt es mittlerweile eine Vielzahl von HIV-Präparaten unterschiedlicher Hersteller. Im äußersten Notfall könnte man in den meisten Fällen Medikationen auch umstellen und anpassen.
Zudem ist im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung eine Rezeptierung von Medikamenten für ein Quartal = 3 Monate erlaubt. Ein Wiederholungsrezept ist dann auch erst im Folge-Quartal möglich. Ausnahmen davon gibt es nur in begründeten Einzelfällen für quartalsübergreifende Reisen etc. und dann in der Regel auch nur für eine zusätzliche Monatspackung.
 
Wen und wann auf SARS-CoV-2 testen?
Aktuell reden wir – Stand Mitte März 2020 – immer noch von einer relativ seltenen Infektion. In Berlin gibt es laut RKI 573 nachgewiesene Infektionen (19.03.2020). Klar ist, dass diese Zahl in den nächsten Tagen und Wochen deutlich ansteigen wird. Dennoch sind 600 oder 1.000 oder auch 5.000 Infektionen im Verhältnis zu 3,6 Mio. Einwohnern noch immer recht selten.
Zudem befinden wir uns aktuell – ich selbst schreibe diese Zeilen gerade von der heimischen Couch, auf die ich mich wegen einer Erkältung zurückgezogen habe – noch immer in der Erkältungs- und Grippezeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass Husten und Schnupfen aktuell eine banale Erkältung sind ist somit – zumindest heute und wahrscheinlich in den nächsten zwei Wochen – viel höher, als dass es sich um eine Covid-19-Erkrankung handelt.

Gleichzeitig handelt es sich bei den aktuell eingesetzten Tests um sehr aufwändige, molekularbiologische Tests, bei denen nach bestimmten Sequenzen der Erbinformation des Virus gesucht wird. Dies ist technisch sehr anspruchsvoll, aufwändig und teuer. Selbst wenn Geld keine Rolle spielt, so ist doch die Anzahl täglich in den Labors technisch möglicher Tests begrenzt und nicht uneingeschränkt steigerbar.
 
Generell sind die Tests in Deutschland – verglichen mit vielen anderen Ländern –ausgesprochen gut und niedrigschwellig verfügbar.
Das ändert aber nichts daran, dass wir in den Labors nicht alles auf SARS-Testungen ausrichten können und für andere Untersuchungen – wie zum Beispiel Tests auf HIV, Hepatitis, Gonokokken, Chlamydien und andere Infektionen, die größtenteils auf den gleichen Geräten laufen – keine Kapazitäten mehr bestehen. All die anderen Erkrankungen und Infektionen sind ja nicht weg, nur weil jetzt auch SARS-2 da ist…
Somit geht es – wie auch bei der Nutzung von Schutzausrüstung etc. – um einen möglichst sinnvollen Einsatz von begrenzten Ressourcen.
 
Das Robert-Koch-Institut empfiehlt somit aktuell die Durchführung eines Tests nur bei Menschen, die zum einen Symptome einer Atemwegsinfektion haben (Husten, Schnupfen, Fieber…) UND sich entweder innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben ODER/und einen engeren Kontakt zu einem mit SARS-2 infizierten Menschen gehabt haben. Der „engere Kontakt“ ist – als grober Anhaltspunkt – bei einem mindestens 15-minütigen Gesicht-zu-Gesicht-Kontakt, das heißt ohne Einhaltung von mind. 1,5m Abstand gegeben.
 
Eine Testung von Gesunden, also Menschen ohne Hinweis auf einen Atemwegsinfekt, ist nur sehr bedingt sinnvoll. Zum einen kann ein negativer Test, welcher zu früh nach einem Infektionsrisiko durchgeführt wird, zwei Tage später positiv werden ("diagnostisches Fenster", ähnlich wie bei einem HIV-Test). Hier stellt sich also die Frage, wieviel Tage nach einem Infektionsrisiko eine Testung sinnvoll ist. Diese Frage ist – meines Wissens – nicht eindeutig geklärt. Herr Dr. Corman, Virologe aus dem Konsilarlabor für Coronaviren an der Charité, äußerte in einem sehenswerten Vortrag, dass dieser Zeitpunkt seiner Ansicht nach frühestens 5-6 Tage nach dem Infektionsereignis sein könnte. Andererseits gilt eine Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen (meist 4-10 Tage) als möglich. Es ist also auch möglich, dass das Virus erst später nachweisbar wird. Wie oft und wann will man also testen?
 
Zum anderen liegt nach aktuellen Schätzungen die sogenannte „secondary attac rate“ für SARS-2 – der Anteil Derer, die einem relevanten Infektionsrisiko ausgesetzt waren, die sich dann wirklich infizieren – bei „nur“ 5-10%. Das heißt also, dass sich bei weitem nicht alle, die einen „Risikokontakt“ hatten, im Endeffekt auch infizieren. Viele Tests wären also unnötig und die Ressourcen woanders sinnvoller eingesetzt. 
 
Und so rät das Robert-Koch-Institut aktuell nur diejenigen Kontaktpersonen von Infizierten und Rückkehrer aus Risikogebieten zu testen, die auch Symptome haben.
Alle, die einem relevanten Risiko ausgesetzt waren, sollten jedoch – zum Schutz der Mitmenschen – zu Hause bleiben und soziale Kontakte bestmöglich meiden. Eine Quarantäne, also die behördliche Einschränkung der Bewegungsfreiheit, kann jedoch nur vom Gesundheitsamt angeordnet werden.
 
Mund-Nasen-Schutz: Wer, warum und wann?
Die Infektion wird ganz überwiegend durch größere Tröpfchen übertragen, die von Infizierten beim Husten, Niesen oder bei "feuchter Aussprache" freigesetzt werden. Diese Tröpfchen enthalten infektiöses Virus und können bei Kontakt mit den Schleimhäuten von Mund und Nase eine Infektion auslösen. Diese Tröpchen haben eine Reichweite von etwa 1,5-2 Metern und sinken dann schnell zu Boden. Deshalb wird das Halten von Abstand als einfache und wichtige Schutzmaßnahme empfohlen. 

Ein Mund-Nasen-Schutz stellt einen gewissen Schutz vor der Einatmung dieser größeren Tröpfchen dar. Dies jedoch nur, wenn er richtig angelegt und beispielsweise über der Nase mittels der integrierten Drahtspange anmodelliert ist. 
Andererseits kann das Tragen eines solchen Mund-Nasen-Schutzes bei Menschen mit Atemwegsinfektionen dazu beitragen, die Verbreitung von infektiösen Tröpfchen durch Husten/Niesen zu vermindern. Deshalb werden Sie unter Umständen von uns einen solchen Mund-Nasen-Schutz erhalten, wenn Sie mit Husten in unsere Praxis kommen. 

Für den Schutz des medizinischen Personals vor größeren Tröpfchen sind solche Mund-Nasen-Schutzmasken in Zeiten eines massiven Anfalls von Menschen mit Atemwegs-infektionen und Covid-19 sehr wichtig!  

Gleichzeitig gibt es keine überzeugenden Beweise, dass diese Schutzmasken für den Schutz der Allgemeinbevölkerung im Alltag einen Vorteil bringen. Eine nicht richtige Anwendung (z.B. Berührung der kontaminierten Außenseite, danach Griff mit den Fingern ins Gesicht) oder das "Gefühl falscher Sicherheit" ("Mit der Maske kann mir nichts passieren, ich muss kein Abstand mehr halten und muss nicht mehr in die Ellbeuge niesen...") könnte sogar kontraproduktiv sein. 

In Anbetracht der Tatsache, dass die aktuelle Nachfrage nach diesen Schutzmitteln das Angebot weit übertrifft, habe ich - wie nahezu alle Ärzte in Deutschland - große Probleme, für meinen Schutz und für den Schutz meiner Mitarbeiter solche Schutzmasken zu beschaffen. Deshalb - und weil ein Schutz für die Allgemeinbevölkerung durch diese Masken nicht bewiesen ist - rate ich Ihnen/Euch vom Tragen dieser Masken ab. Individuelle Ausnahmen betreffen ggf. besonders gefährdete Patienten.  
Bitte seien Sie auch hier solidarisch - oder eigennützig - und halten Sie di verfügbaren Atemschutzmasken für das medizinische Personal verfügbar. Sie werden uns vielleicht brauchen!
 
Desinfektionsmittel?
Desinfektionsmittel sollten in einem normalen Haushalt - auch ausserhalb von Pandemien - nicht eingesetzt werden! Experten raten von deren Einsatz im normalen Haushalt ab! Dies gilt auch in Zeiten von SARS-2. 
Die umhüllten (mit einer sehr empfindlichen, für das Virus äußerst wichtigen Membran umgebenen) Coronaviren sind außerhalb des Körpers sehr empfindlich. Gründliches Händewaschen mit Seife sowie normales Reinigen von Oberflächen mit Haushaltreinigern und von Wäsche mit üblichen Waschmitteln reicht meist aus, um das Virus zumindest massiv zu reduzieren. Bei allen Infektionen ist es nie der einzelne Erreger, der eine Infektion auslöst, sondern eine mindestens nötige Erregermenge (Infektionsdosis), die zum Auslösen einer Infektion übertragen werden muss. Deshalb ist es nicht nötig, jedes Virus unschädlich zu machen. Dies wird einem auch so gut wie nie gelingen. 

Desinfektionsmittel sind in Arztpraxen und Krankenhäusern wichtig, wo sich Ärzte und Pflegekräfte nicht nach jedem Patientenkontakt die Hände waschen KÖNNEN. Auch die beste Haut hält es nicht aus, sich fünfzig oder mehr mal am Tag die Hände zu waschen...

Da jedoch auch Desinfektionsmittel aktuell nur schwer zu bekommen sind, kann ich nur an Sie/Euch alle appellieren: Wascht Euch gründlich mit Seife die Hände und lasst die verfügbaren Desinfektionsmittel für das medizinische Personal! Sie/Ihr werden/werdet uns brauchen!

"Flatten the curve" - was heißt das eigentlich?
Die Kurve abflachen (englisch: "flatten the curve") ist das Ziel aller aktuellen Maßnahmen. Erreicht werden soll, dass nur eine begrenzte Anzahl von Menschen zu einem gewissen Zeitpunkt erkrankt und der Anteil derer, die dann schwer krank werden, von unserem Medizinsystem gut behandelt werden KANN. Ein Grund für die hohen Todesraten in Wuhan und Italien war/ist, dass das Medizinsystem mit dem zeitgleichen Anfall zu vieler Schwerkranker überfordert war/ist. Wenn alle verfügbaren Beatmungsgeräte im Einsatz sind, stehen diese für weitere Patienten eben nicht mehr zur Verfügung. Und in vielen Fällen eines schweren Verlaufes von Covid-19 ist es eben ein Lungenversagen mit einer dann nötig werdenden Beatmung, die lebensrettend sein kann. 
 
Hier wird das Prinzip vom heute journal kurz und gut anschaulich erklärt: 
https://youtu.be/Buqviy1e9uM
 
Hier hat die Washington Post einige wunderbare Animationen, die den Effekt von Quarantäne und Einschränkung sozialer Kontakte/Bewegungsfreiheit auf die Ausbreitung der Infektion  veranschaulichen. Sehr sehenswert! 
 
Liebe Patientinnen und Patienten, ich kann Ihre/Eure Beunruhigung gut verstehen. Auch wenn ich mich sicher öfter als viele von Ihnen/Euch mit solchen Szenarien theoretisch beschäftigt habe, ist die Realität doch nie theoretisch vollständig im Voraus zu durchdenken. Niemand kennt aktuell die einzig wahre Lösung des Problems. Und die Haltung "Ich bin jung und keine Risikogruppe - was schert mich das?" ist sicher auch zu kurz gegriffen. Auch sonst gesunde, junge Menschen liegen immer wieder mit einer schweren Influenza auf deutschen Intensivstationen. Es wird auch einige Junge, sonst Kerngesunde mit den schweren Verläufen treffen. Auch deshalb ist dies nicht die Zeit für Egoismen!
Gleichzeitig zeigen die Erfahrungen dieser noch sehr jungen Infektion, dass der überwiegende Anteil der Infizierten glücklicherweise NICHT schwer erkrankt! Das Problem ist, dass man nie vorhersagen kann, für wen es besonders gefährlich ist und wer "nur" eine leichte Erkältung - oder sogar gar keine Beschwerden - bekommen wird. 

Viele Risikofaktoren sind nicht grundlegend änderbar. Für folgende Faktoren ist bekannt, dass sie das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs erhöhen:
- chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Herzschwäche, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen, erhöhter Blutdruck etc.)
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- chronischen Lungenerkrankungen (Asthma bronchiale, chronische Bronchitis, COPD etc.
- chronischen Leber- und Nierenerkrankungen 
- Alter 
über 60 Jahre 

Zudem hatten Männer in China häufiger schwere Verläufe als Frauen. Als Ursache dafür vermuten viele Epidemiologen auch, dass Männer in China sehr viel häufiger Raucher sind als Frauen. Weiß man also, dass Lungenerkrankungen ein Risikofaktor für schwere Verläufe sind, dass Rauchen ein wesentlicher Risikofaktor für die Auslösung/Verschlechterung von Lungenerkrankungen ist und das Raucher eine schlechtere Prognose während eines Lungenversagens mit Beatmung haben, so wäre es sicher JETZT eine gute Idee, mit dem Rauchen aufzuhören!

Ansonsten bleibt mir noch die große Bitte:
Kümmern Sie sich/kümmert Ihr Euch um Ihre/Eure Eltern und Großeltern! Sie sind es, die aktuell am meisten gefährdet sind. Nehmt Ihnen Einkäufe ab, damit sie sich nicht ins Getümmel derer stürzen müssen, die sich um Klopapier prügeln. Nur bitte: Bringen Sie NICHT ihre Kinder zur Betreuung zu den Großeltern! Auch wenn es sich anbietet in Anbetracht der Kita- und Schulschließungen. Kinder und Jugendliche erkranken nur selten/fast nie an Covid-19. Gerade Kinder können das Virus aber sehr leicht übertragen! Jeder, der kleine Kinder hatte oder hat weiß, wie schnell man sich an der ständig laufenden Nase als Erwachsener mit Erkältungen anstecken kann. Kinder scheiden Erkältungsviren oft in sehr viel höherer Konzentration aus als Erwachsene. Gleichzeitig haben sie oft weniger Symptome. So ist es - sehr wahrscheinlich - auch bei Covid-19! Deshalb: Bis auf Weiteres keine Kinderbetreuung durch die Großeltern! 

Herzliche Grüße an alle, es wird vorübergehen!

Bleiben Sie/bleibt gesund!

Tobias Glaunsinger

Update Berlin, 06.03.2020

Liebe Patientinnen und Patienten,

ich habe am 26.02.2020 an einer sehr gut von Ärzten besuchten Informationsveranstaltung der Berliner Medizinischen Gesellschaft zur Coronavirus-Epidemie in der Charité teilgenommen. Hauptredner war Herr Prof. Christian Drosten, der Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité und führender Coronavirus-Experte Deutschlands. Des weiteren waren Vertreter des Robert-Koch-Instituts, der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, der Charité und der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin mit Redebeiträgen beteiligt. 
Zudem verfolge ich intensiv die aktuelle Lage und versuche, mir ein Bild zu machen. 

Da einige von Ihnen verunsichert sind, möchte ich Ihnen meine Sicht auf die Lage kurz mitteilen:
  1. Eine weitere Verbreitung des Virus - auch nach Berlin - ist in absehbarer Zeit sehr wahrscheinlich
  2. Realistischerweise ist davon auszugehen, dass sich ein großer Teil der deutschen Bevölkerung früher oder später mit dem Virus infizieren wird. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. 
  3. Klar ist jedoch auch, dass die überwiegende Mehrzahl der Infektionen entweder gering symptomatisch oder mit grippalen Beschwerden - ohne Lebensgefahr - ablaufen werden. 
  4. Lebensbedrohliche Verläufe können vor allem bei älteren und chronisch vorerkrankten Patienten auftreten.
    Vereinzelte schwere Verläufe sind jedoch auch bei Jüngeren und nicht Vorerkrankten - ebenso wie bei der Influenza - möglich.  Kinder scheinen so gut wie nie ernsthaft zu erkranken. 
    Insbesondere Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Herzschwäche, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen, erhöhter Blutdruck etc.), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), chronischen Lungenerkrankungen (Asthma bronchiale, chronische Bronchitis, COPD etc.), chronischen Leber- und Nierenerkrankungen sowie Menschen über 60 Jahre scheinen besonders gefährdet zu sein, einen schweren Krankheitsverlauf zu entwickeln. Zudem haben Männer etwas häufiger schwere Verläufe als Frauen. 
  5. Prof. Bogner, Infektiologe und HIV-Spezialist aus der Uniklinik in Müchen, hält die Gefahr besonders schwerer Verläufe für HIV-Patienten, die gut behandelt sind, für nicht stark erhöht. Sein statement finden Sie HIER
  6. Die Sterberate liegt sehr wahrscheinlich - auch wenn es hierzu derzeit nur Schätzungen geben kann - bei 0,5 (-0,75)%
  7. Somit liegt die Gefährlichkeit aktuell wahrscheinlich im Bereich derer einer pandemisch verlaufenden Influenza (= echte Grippe). 
    Während der großen weltweiten Grippe-Pandemien 1957 und 1968 lag die Sterberate bei 0,3-0,7%.
  8. Auch wenn sich ein großer Teil der Bevölkerung infizieren wird, ist von entscheidender Bedeutung, WANN dies passiert! Je langsamer das Virus sich verbreiten kann, desto besser wird das Medizinsystem in der Lage sein, die wenigen schwer verlaufenden Fälle bestmöglich zu versorgen. 
    Jedem Verantwortlichen ist klar, dass sich durch keine Quarantäne, durch keine abgesagte Messe, durch keine geschlossene Kita und durch keine Atemschutzmaske die Ausbreitung des Virus wird gänzlich verhindern lassen. Wohl aber kann die Ausbreitung verzögert werden und wertvolle Zeit gewonnen werden. 
    Viele Experten gehen davon aus, dass sich das Virus in den sonnenreichen, wärmeren Monaten nicht mehr gut wird verbreiten können. Es ist empfindlich gegen UV-Licht und Austrocknung. Zudem leben die Menschen in den Sommermonaten nicht so eng aufeinander in geschlossenen Räumen, wie aktuell. 
     
  9. Eine Impfung steht aktuell nicht zur Verfügung. Ein Impfstoff wird auch nicht vor Sommer 2021 zu erwarten sein. 
  10. Es scheint ein wirksames Medikament gefunden worden zu sein. Dieses ist jedoch noch nicht zugelassen und erhältlich und wird aktuell in Studien in China getestet. Ob und wann dieses Medikament und mit welcher Wirksamkeit verfügbar sein wird, ist aktuell nicht absehbar. Es handelt sich um Remdesivir der Firma GILEAD. 
     
  11. In dem am stärksten betroffenen Gebiet in China gehen die Neuinfektionen - aktuell - deutlich zurück. Mit dem Aufheben der sehr drastischen Quarantäne-Maßnahmen ist jedoch ein erneuter Anstieg der Zahlen zu befürchten. 
  12. In Europa ist im Moment vor allem Italien am stärksten betroffen
  13. Eine aktuelle Übersicht über Risikogebiete finden Sie hier:
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html?nn=13490888
     
  14. Der wichtigste Schutz scheint aktuell darin zu bestehen
    - Menschenansammlungen mit vielen Menschen, die über längere Zeit auf engem Raum in geschlossenen Räumen sind, zu meiden
    - eine gründliche Händehygiene zu betreiben: gutes und gehäuftes Händewaschen
    - beim Husten und Niesen in die Ellenbeuge zu husten
  15. Aktuell erscheint es - außerhalb von medizinischen Einrichtungen - nicht sinnvoll, sich mit Atemschutzmasken oder Desinfektionsmittel einzudecken. Viel wichtiger ist es, Distanz zu Erkrankten zu waren und auf eine gute Händehygiene zu achten.
  16. Alle Menschen mit chronischen Erkrankungen der Atemwege, der Herz-Kreislauf-Systems, des Immunsystems, mit Diabetes mellitus, Krebserkrankungen, immununterdrückenden Medikamenten sowie ältere Menschen über 60 Jahre sollten sich ggf. jetzt noch gegen 
    - Virusgrippe (Influenza)
    - Pneumokokken (Handelsname Pneumovax oder Prevenar 13)
    - Pertussis (=Keuchhusten, Handelsname: Boostrix, Repevax...) 
    impfen lassen. 
    Hierdurch soll erreicht werden, dass im Fall einer stattfindenden Coronavirus-Infektion die Wahrscheinlichkeit komplizierender Infektionen mit Grippe, Pneumokokken (häufigste Erreger der Lungenentzündung) und Keuchhusten (Pertussis, trifft auch Erwachsene!) verringert wird. 
     
  17. Eine Testung ist nur bei Menschen sinnvoll und möglich, die verdächtige Symptome haben und die Kriterien einer Falldefinition des Robert-Koch-Instituts erfüllen. Das Testen von Menschen ohne Symptome erscheint nicht sinnvoll und ist aufgrund eingeschränkter Testkapazitäten nur in Einzelfällen möglich. 
     
  18. Bitte suchen Sie nicht einfach Notaufnahmen von Krankenhäusern auf, um sich auf SARS-COV-2 testen zu lassen!
     
  19. Sollten Sie Beschwerden einer Atemwegsinfektion haben
    UND 
    - innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem COVID-19-Fall gehabt haben
    - sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem COVID-19-Risikogebiet aufgehalten haben,
    so wenden Sie sich bitte
    - an die Hotline der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit90 28 28 28
    - an die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung: 116 117
    - vorab an unsere Praxis: Telefon (44 03 99 72) oder praxis@praxis-prenzlauer-berg.de
    Bitte nicht unangekündigt in die Praxis kommen! 
    Wir würden uns gern auf Sie vorbereiten und sie von anderen Patienten isolieren!
     
  20. Wir sind intensiv dabei, uns auf die bevorstehenden Infektionsfälle vorzubereiten. Gleichzeitig wollen wir allen Patienten eine bestmögliche Sicherheit bei einem Besuch in der Praxis bieten. 
    Deshalb: Sollten Sie an einem Atemwegs-Infekt (Husten, Schnupfen, Halsschmerz, Fieber) leiden UND innerhalb der letzten 14 Tage in einem Corona-Risikogebiet gewesen sein, UND/ODER innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem Coronavirus-Infizierten gehabt haben, dann:
    Bitte nicht unangekündigt in die Praxis kommen! 
    Im Interesse der nicht infizierten Patienten möchten wir nicht, dass Sie sich unter diese ins Wartezimmer setzen und Andere gefährden. Rufen Sie uns vorher an, schreiben Sie uns eine email oder verfolgen Sie die Hinweise auf unserer Website.
    Wir werden Sie dann zu den Randzeiten unserer Sprechzeiten - ggf. demnächst zu besonderen Sprechzeiten - in die Praxis einladen.
    Wir sind für Sie da!
    Bitte geben Sie uns aber die Chance, uns auf Sie vorzubereiten. 

     
  21. Zudem werden wir Ihnen in Einzelfällen die Möglichkeit geben, sich zu Videosprechstunden mit mir zu verabreden. Ein entsprechendes System haben wir in den letzten Monaten in der Praxis etabliert. Selbstverständlich kann ich durch die Videokamera keine Lungen abhören und kein Blut abnehmen - wohl aber Befunde besprechen ohne dass Sie Gefahr laufen, sich im Wartezimmer der Praxis zu infizieren. 
     
  22. Der Stand dieser Informationen entspricht dem Wissen und der Beurteilung am 06.03.2020. Eine Änderung der Lage ist möglich. Bitte verfolgen Sie hierzu auch die aktuellen Nachrichten und die Informationsquellen. 
  23. Gute Informationsquellen:
    - Robert-Koch-Institut: 
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html
    - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:
    https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html
    - Senatsverwaltung für Gesundheit Berlin:
    https://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/gesundheitsschutz-und-umwelt/infektionsschutz/#Coronavirus
    - science media center germany:
    https://www.sciencemediacenter.de/alle-angebote/fact-sheet/details/news/wie-toedlich-wird-das-coronavirus/
    - und Jedem, der es ganz genau wissen mag, sei ein großartiger Podcast ans Herz gelegt: Trotz seiner immensen Arbeitsbelastung nimmt sich Prof. Drosten aktuell täglich eine halbe Stunde Zeit, um einer Wissenschaftsjournalistin vom NDR Frage und Antwort zu stehen. Ich habe sehr vieles aus diesem Podcast gelernt - vielen Dank an Herrn Drosten, dass er so unermüdlich und sachlich aufklärt!
    https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
Alle, die in den nächsten Monaten in die Praxis kommen, bitte ich um Verständnis, dass meine Mitarbeiter und ich das Händeschütteln weitgehend vermeiden werden. Das ist nicht unhöflich - wir schenken Ihnen dafür ein Lächeln...

Bleiben Sie schön gesund!

Ihr Tobias Glaunsinger


 

Liebe Patientinnen und Patienten,

Thomas Wicke und der ehemalige Assistenzarzt Dr. Sven Schellberg haben die Praxis Prenzlauer Berg zum 31.12.2017 verlassen
 
Die Praxis Prenzlauer Berg war bis zum 31.12.2017 eine Praxisgemeinschaft aus zwei eigenständigen Praxen, der Praxis Dr. Tobias Glaunsinger und der Praxis Thomas Wicke.
 
Um kassenärztlich arbeiten zu dürfen, benötigt man in Deutschland für jeden selbständigen oder angestellten Arzt eine streng limitierte und nicht einfach erhältliche Genehmigung (Kassenarztsitz).
Bei seinem Weggang hat Thomas Wicke seinen eigenen und den zu ihm gehörenden zweiten Kassenarztsitz - auf welchem von Juli 2015 bis Juli 2017 Dr. André Manutscharow bei Herrn Wicke angestellt war - nach Berlin-Mitte verlegt. Somit fallen ab dem 02.01.2018 zwei von drei Arztstellen am Standort Danziger Str. 78B ersatzlos weg.
Ich habe im Sommer 2017 die Kassenärztliche Vereinigung darauf hingewiesen, dass eine (erforderliche) Zustimmung zur Verlegung dieser beiden Sitze de facto einem Wegfall der hausärztlichen Versorgung für mehrere Hundert Patienten am Standort Danziger Str. 78b entspricht. Hiergegen hatte die Kassenärztliche Vereinigung keine Einwände und begründete dies damit, dass der Prenzlauer Berg mit Hausärzten "überversorgt" sei. 
Herr Wicke hatte einen zweiten Kassenarztsitz vorübergehend übernommen, um den Herr Wicke und ich mich bemüht hatten. Zweck war, langfristig am Standort Danziger Str. 78b mindestens einen weiteren Arzt beschäftigen zu können. Diesen Sitz hat Herr Wicke jetzt nach Berlin-Mitte verlegt.
 
Eine Übernahme von Patienten, die bisher von Herrn Wicke, Herrn Dr. Manutscharow oder Herrn Dr. Schellberg rein hausärztlich betreut wurden, ist in meine Praxis nur sehr eingeschränkt möglich.
 
Grund hierfür ist, dass ich seit Jahren vorwiegend infektiologisch tätig bin.

Ich habe - im Gegensatz zu Herrn Wicke und Herrn Dr. Schellberg - die Zusatzbezeichnung Infektiologie nach Prüfung vor der Berliner Ärztekammer erlangt und bin zudem - ebenfalls im Gegensatz zu Herrn Wicke und Herrn Dr. Schellberg - von der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie als Infektiologe (DGI) zertifiziert.

Überdies bin ich von der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin als HIV-Schwerpunktpraxis anerkannt und berechtigt, HIV-Patienten im Rahmen der Qualitätssicherungsvereinbarung HIV/AIDS zu behandeln.
Somit verfüge ich über Expertenwissen, welches ich gezielt auch Patienten anderer Praxen nach Überweisung zur Mitbehandlung zur Verfügung stellen möchte. Hierfür benötige ich jedoch Zeit, die ich nicht mehr hätte, wenn ich alle sich bei mir vorstellenden Patienten auch vollumfänglich hausärztlich betreuen würde.
 
Für Patientinnen und Patienten, die bisher von Herrn Wicke, Herrn Dr. Manutscharow oder Herrn Dr. Schellberg betreut wurden, besteht also ab Anfang 2018 die Möglichkeit, sich am neuen Praxisstandort von Thomas Wicke in Berlin-Mitte behandeln zu lassen oder sich im Prenzlauer Berg eine neue Hausarztpraxis zu suchen.
 
Eine Übernahme zur weiteren ärztlichen Betreuung in meiner Praxis ist nur möglich

  • für Patienten mit chronischen Infektionen (HIV-Infektion, Virushepatitis etc.)
  • für Partner von Patienten, die wegen chronischer Infektionen bereits von mir behandelt werden
  • Zudem ist die MITbehandlung – neben der hausärztlichen Behandlung bei ihren Hausärzten - für Patienten möglich, die
    • an chronischen Infektionen (HIV-Infektion, Virushepatitis etc.) leiden
    • an sexuell übertragenen Infektionen leiden oder sich diesbezüglich untersuchen lassen möchten
 
Für Patienten, die sich bisher in meiner Behandlung befunden haben, ändert sich nichts.
 
Ich bedauere die Entwicklung, stehe Ihnen aber gern weiterhin mit meiner langjährigen Expertise als Infektiologe zur Verfügung.
 
Tobias Glaunsinger

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Dear patients,
Thomas Wicke, Dr. Schellberg and Dr. Manutscharow have left the rooms in Danziger Str. 78b. 

Due to capacity reasons patients formerly treated by Thomas Wicke, Dr. Schellberg or Dr. Manutscharow CANNOT be treated by Dr. Glaunsinger - except patients with HIV-Infection, Sexually Transmitted Diseases or Chronic Viral Hepatitis

Best regards 
Tobias Glaunsinger
 

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