Im Jahr 2025 kam es wieder zu einer deutlichen Zunahme von MPox-Infektionen (Affenpocken) in Berlin bei Männern, die Sex mit Männern haben!
Darauf weist das LaGeSo hin.
https://www.rbb24.de/content/rbb/r24/panorama/beitrag/2026/01/berlin-lageso-warnung-mpox-berlin-infektion-virus-impfung.html
Besonders bedeutsam ist, dass auch die aktuell in Afrika grassierende Variante (Klade 1b) in mehreren Fällen in Berlin nachgewiesen wurde. Diese gilt als besonder leicht übertragbar. Bisher handelt es sich bei den Fällen in Berlin ausschließlich um Männer, die Sex mit Männern haben. Von einer nahezu ausschließlich sexuellen Übertragung wird ausgegangen.
Auch wir haben im letzten Jahr - und besonders in den letzten Monaten - wieder einige MPox-Infektionen - inklusive einen Fall mit einer Klade 1b-Infektion - gesehen.
Wir raten deshalb noch einmals DRINGEND dazu, dass sich Männer, die Sex mit Männern und mehrere Sexualpartner haben gegen MPox impfen lassen. Hierfür sind ZWEI Impfungen im Abstand von 4 Wochen erforderlich.
Darauf weist das LaGeSo hin.
https://www.rbb24.de/content/rbb/r24/panorama/beitrag/2026/01/berlin-lageso-warnung-mpox-berlin-infektion-virus-impfung.html
Besonders bedeutsam ist, dass auch die aktuell in Afrika grassierende Variante (Klade 1b) in mehreren Fällen in Berlin nachgewiesen wurde. Diese gilt als besonder leicht übertragbar. Bisher handelt es sich bei den Fällen in Berlin ausschließlich um Männer, die Sex mit Männern haben. Von einer nahezu ausschließlich sexuellen Übertragung wird ausgegangen.
Auch wir haben im letzten Jahr - und besonders in den letzten Monaten - wieder einige MPox-Infektionen - inklusive einen Fall mit einer Klade 1b-Infektion - gesehen.
Wir raten deshalb noch einmals DRINGEND dazu, dass sich Männer, die Sex mit Männern und mehrere Sexualpartner haben gegen MPox impfen lassen. Hierfür sind ZWEI Impfungen im Abstand von 4 Wochen erforderlich.
Die Charité hat Daten aus einer Studie zur Wirksamkeit der Pocken-Impfung gegen MPox veröffentlicht:
https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/charite_studie_liefert_neue_daten_zur_wirksamkeit_der_mpox_impfung
Bei Menschen ohne HIV-Infektion schützt bereits eine Impfung zu etwa 84% vor einer Infektion mit MPox. Die Schutzwirkung einer Impfung ist bei Menschen mit HIV geringer - die Forscher raten dringend dazu, dass alle potenziell Gefährdeten ihren Schutz durch eine zweite Impfung optimieren.
Impfungen gegen MPox sind in unserer Praxis kostenfrei zu Lasten der Krankenkassen möglich.
ÜBERTRAGUNG
Für die Übertragung des Virus sind wahrscheinlich direkte Kontakte mit Pockenläsionen, zumindest intensivere körperliche Kontakte zwischen Menschen erforderlich. Die meisten Fälle sind aktuell wahrscheinlich im Rahmen sexueller Kontakte übertragen worden.
Möglich scheint eine Übertragung auch durch Tröpfchen in der Atemluft während der noch unspezifischen ersten Stadien der Infektion, in denen noch keine Hautveränderungen auftreten. Hierbei ist das Virus jedoch wahrscheinlich viel weniger übertragbar als beispielsweise SARS-CoV-2.
Da das Virus in der Umgebung recht gut und lange infektiös bleiben kann, sind auch Gegenstände, Kleidung, Bettwäsche, Handtücher etc. aus der unmittelbaren Umgebung des Erkrankten potenziell infektiös.
Erkrankte sind infektiös, solange sie Symptome haben. Insbesondere die typischen Hautläsionen (Pocken) sind hoch ansteckend. Eine Infektion ist zudem durch Kontakt mit infizierten Tieren möglich.
ERKRANKUNG
Die Affenpocken-Erkrankung verläuft in mehreren Phasen und sehr viel milder als die (ausgerotteten) Menschenpocken. Die meisten Betroffenen erholen sich innerhalb einiger Wochen. In Einzelfällen sind jedoch schwere Verläufe möglich.
Nach einer Inkubationszeit von 5-21 Tagen entwickeln sich zunächst unspezifische Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie - typischerweise - Lymphknotenschwellungen. Einige Tage nach dem Beginn der Beschwerden beginnen die Hautveränderungen. Aus einem Fleck entwickelt sich zunächst Knötchen, dann ein Bläschen, welches schnell eitrig-trüb gefüllt erscheint (Pustel) und schließlich verkrustet.
Das Robert-Koch-Institut und die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit haben sich in den letzten Monaten mehrfach warnend an uns Schwerpunktärzte gewandt. Beide Institutionen sind besorgt wegen der seit 2024 erneuten Zunahme von Mpox-Infektionen in Berlin. Diese treten nahezu ausschließlich unter Männern auf, die Sex mit Männern (MSM) haben. Gleichzeitig ist es zu einer Änderung des Virusstamms gekommen. Es ist davon auszugehen, dass sich MPox-Viren insbesondere bei MSM in Berlin lokal wieder vermehrt verbreiten.
Das RKI und die Senatsverwaltung für Gesundheit raten nicht oder nur einmal geimpften, sexuell aktiven MSM mit mehreren Sexualpartnern dringend wieder dazu, sich gegen MPox impfen zu lassen!
Auch in unserer Praxis haben wir in 2025 insgesamt sieben und seit Jahresbeginn 2026 bereits vier Mpox-Infektionen bei unseren Patienten gesehen. Ein Teil dieser Infektionen ging mit z.T. starken Schmerzen einher. Wir raten deshalb auch dringend zur Impfung.
Termin zur Impfung: HIER klicken!
DAS VIRUS
Das Affenpocken-Virus (MPXV) wurde erstmals 1958 bei Affen nachgewiesen, die als Versuchstiere gehalten wurden. In der Natur scheint das Virus eher bei Nagetieren vorzukommen.


© AdobeStock/dottedyeti
Im Jahr 1970 wurde der erste Fall einer Infektion bei einem Menschen in Kongo (Zentralafrika) nachgewiesen. Seitdem gab es immer mal wieder sporadische Fallberichte und kleinere Ausbrüche in Zentral- und Westafrika. Fälle außerhalb Afrikas waren bis 2022 fast ausschließlich durch Reisende "importierte" Fälle. Im Jahr 2003 kam es erstmals zu einem Ausbruch in den USA, der von aus Ghana importierten Säugetieren ausging.
Seit 2017 laufen größere Ausbrüche in Nigeria/Westafrika, seit 2024 ist ein starker Ausbruch mit Schwerpunkt in der zentralafrikanischen Republik Kongo hinzugekommen.
Im Jahr 1970 wurde der erste Fall einer Infektion bei einem Menschen in Kongo (Zentralafrika) nachgewiesen. Seitdem gab es immer mal wieder sporadische Fallberichte und kleinere Ausbrüche in Zentral- und Westafrika. Fälle außerhalb Afrikas waren bis 2022 fast ausschließlich durch Reisende "importierte" Fälle. Im Jahr 2003 kam es erstmals zu einem Ausbruch in den USA, der von aus Ghana importierten Säugetieren ausging.
Seit 2017 laufen größere Ausbrüche in Nigeria/Westafrika, seit 2024 ist ein starker Ausbruch mit Schwerpunkt in der zentralafrikanischen Republik Kongo hinzugekommen.
In Afrika zirkulieren mindestens zwei Typen („Kladen“) des Virus, die zentralafrikanische Klade I und die westafrikanische Klade II. Bis vor kurzem legten epidemiologische Daten nahe, dass Infektionen mit Klade-I-Viren zu schwereren, mit mehr Komplikationen und Todesfällen einhergehenden Infektionen führen, als Infektionen mit Viren der Klade II. Dies konnte bei neueren Untersuchungen glücklicherweise nicht bestätigt werden. Vermutet wird von einigen Experten dennoch, dass Viren der Klade I leichter und effektiver von Mensch zu Mensch übertragen werden können und sich so schneller verbreiten können.
Im Frühsommer 2022 kam es in zahlreichen europäischen Ländern zu einem starken Ausbruch von MPox-Infektionen – fast ausschließlich bei Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben. Die dabei zirkulierende Variante war bis 2025 nahezu ausschließlich mit dem westafrikanischen Virustyp (Klade IIb) verwandt. Seit Herbst 2025 kam es in mehreren europäischen Ländern – wiederum nahezu ausschließlich bei MSM – zu vermehrten lokalen Übertragungen von Viren der Klade Ib, die eher mit dem aktuellen Ausbruchstamm in Zentralafrika verwandt ist. Bisher gibt es jedoch glücklicherweise keine Hinweise auf vermehrt schwere Verlaufsformen oder Komplikationen.
Für die Übertragung des Virus sind wahrscheinlich direkte Kontakte mit Pockenläsionen, zumindest intensivere körperliche Kontakte zwischen Menschen erforderlich. Die meisten Fälle sind aktuell wahrscheinlich im Rahmen sexueller Kontakte übertragen worden. Nahezu alle Infektionen in Berlin traten bei Männern auf, die Sex mit Männern haben.
Möglich scheint eine Übertragung auch durch Tröpfchen in der Atemluft während der noch unspezifischen ersten Stadien der Infektion, in denen noch keine Hautveränderungen auftreten. Hierbei ist das Virus jedoch wahrscheinlich viel weniger übertragbar als beispielsweise SARS-CoV-2.
Da das Virus in der Umgebung recht gut und lange infektiös bleiben kann, sind auch Gegenstände, Kleidung, Bettwäsche, Handtücher etc. aus der unmittelbaren Umgebung des Erkrankten potenziell infektiös.
Erkrankte sind infektiös, solange sie Symptome haben. Insbesondere die typischen Hautläsionen (Pocken) sind hoch ansteckend. Eine Infektion ist zudem durch Kontakt mit infizierten Tieren möglich.
Erkrankte sind infektiös, solange sie Symptome haben. Insbesondere die typischen Hautläsionen (Pocken) sind hoch ansteckend. Eine Infektion ist zudem durch Kontakt mit infizierten Tieren möglich.
ERKRANKUNG
Die Affenpocken-Erkrankung verläuft in mehreren Phasen und milder als die (ausgerotteten) Menschenpocken. Die meisten Betroffenen erholen sich innerhalb einiger Wochen. In Einzelfällen sind jedoch schwere Verläufe möglich.
Nach einer Inkubationszeit von 5-21 Tagen entwickeln sich zunächst unspezifische Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie - typischerweise - Lymphknotenschwellungen.
Einige Tage nach dem Beginn der Beschwerden beginnen die Hautveränderungen. Aus einem Fleck entwickelt sich zunächst Knötchen, dann ein Bläschen, welches schnell eitrig-trüb gefüllt erscheint (Pustel) und schließlich verkrustet.
Klinisch am relevantesten sind die teils starken bis sehr starken Schmerzen, die mit den Pocken einhergehen. Vor allem bei immungeschwächten und an weiteren chronischen Erkrankungen leidenden Patienten sind z.T. schwere – auch potenziell lebensbedrohende – Komplikationen möglich. Einen guten Überblick zum klinischen Krankheitsbild gibt dieser Artikel.
Einige Tage nach dem Beginn der Beschwerden beginnen die Hautveränderungen. Aus einem Fleck entwickelt sich zunächst Knötchen, dann ein Bläschen, welches schnell eitrig-trüb gefüllt erscheint (Pustel) und schließlich verkrustet.
Klinisch am relevantesten sind die teils starken bis sehr starken Schmerzen, die mit den Pocken einhergehen. Vor allem bei immungeschwächten und an weiteren chronischen Erkrankungen leidenden Patienten sind z.T. schwere – auch potenziell lebensbedrohende – Komplikationen möglich. Einen guten Überblick zum klinischen Krankheitsbild gibt dieser Artikel.
IMPFUNG
Die Menschenpocken, an denen bis zu 30% der Betroffenen gestorben sind, konnten durch ein weltweites Impfprogramm ausgerottet werden. Letzte Fälle sind 1977 in Somalia und ein letzter bekannter Fall 1978 in Großbritannien als Folge einer Laborinfektion aufgetreten. Im Jahr 1980 hat die WHO die Welt offiziell als frei von Pocken erklärt. Es handelt sich um die erste, durch ein Impfprogramm ausgerottete Infektionskrankheit. 1976 wurde die vormals bestehende Impfpflicht gegen Pocken in der Bundesrepublik Deutschland, 1982 in der ehemaligen DDR aufgehoben. Die Impfung wurde 1983 beendet. Wer vor 1976 geboren ist, hat höchstwahrscheinlich eine Impfung gegen Pocken erhalten.
Es wurde beim Ausbruch 2022 vermutet – und ist mittlerweile belegt –, dass die Impfung gegen die Menschenpocken - aufgrund der Verwandtschaft der Viren - einen guten Schutz auch gegen die Infektion mit Affenpocken vermitteln kann. Da es sich um einen sehr lang schützenden Lebendimpfstoff handelte, wird vermutet, dass Menschen, die gegen die Menschenpocken geimpft wurden, auch (noch) gut gegen eine MPox-Infektion geschützt sind. Dies gilt jedoch wahrscheinlich nicht für Menschen mit einer HIV-Infektion.
Eine Studie der Charité – unter Beteiligung zahlreicher Praxen in Berlin – zur Impfung gegen MPox legt bei Immungesunden (!) einen guten Schutz (84,1%) gegen die Infektion nach bereits einer Injektion des Impfstoffs nahe. Bei Menschen, die mit HIV leben war die Schutzwirkung nach nur einer Injektion deutlich geringer (34,9%)!
In der Studie konnte zudem gezeigt werden, dass mindestens einmal Geimpfte im Fall einer trotz Impfung stattfindenden Infektion weniger Pockenläsionen und weniger systemische Symptome wie Fieber und Schmerzen haben, als Ungeimpfte. Heißt: Auch wenn die Impfung nicht immer vor einer Infektion schützt, haben Geimpfte einen milderen Verlauf als Ungeimpfte.
In der Studie konnte zudem gezeigt werden, dass mindestens einmal Geimpfte im Fall einer trotz Impfung stattfindenden Infektion weniger Pockenläsionen und weniger systemische Symptome wie Fieber und Schmerzen haben, als Ungeimpfte. Heißt: Auch wenn die Impfung nicht immer vor einer Infektion schützt, haben Geimpfte einen milderen Verlauf als Ungeimpfte.
Die Verträglichkeit der Impfungen war gut. Es traten keine schweren Nebwenwirkungen auf. Übliche Impfreaktionen wie Schmerzen an der Injektionsstelle und grippale Beschwerden traten nach der ersten Injektion öfter auf als nach der zweiten.
Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen MPox allen
"Personen mit einem erhöhten Expositionsrisiko (z. B. Männer und trans sowie nicht-binäre Personen, die Sex mit Männern haben und dabei häufig die Partner wechseln, Sexarbeitende)"
sowie
"Personen, die gezielte Tätigkeiten mit Mpox-Viren (MPXV) oder anderen Orthopockenviren gemäß Biostoffverordnung ausüben (z. B. in Forschungseinrichtungen oder Laboratorien)."
Zur Grundimmunisierung werden bei Personen ≥ 12 Jahren subkutan 2 Impfstoffdosen Imvanex (Modified Vaccinia Ankara, Bavarian-Nordic [MVA-BN]) im Mindestabstand von 28 Tagen verabreicht.
Bei immunkompetenten Personen, die in der Vergangenheit gegen Pocken (Variola major) geimpft worden sind, reicht eine 1-malige Impfung aus.
Immundefiziente Personen (z. B. HIV-Infizierte) sollen unabhängig von einer Pockenimpfung in der Vergangenheit eine 2-malige Impfung zum Schutz gegen Mpox erhalten.).
Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen MPox allen
"Personen mit einem erhöhten Expositionsrisiko (z. B. Männer und trans sowie nicht-binäre Personen, die Sex mit Männern haben und dabei häufig die Partner wechseln, Sexarbeitende)"
sowie
"Personen, die gezielte Tätigkeiten mit Mpox-Viren (MPXV) oder anderen Orthopockenviren gemäß Biostoffverordnung ausüben (z. B. in Forschungseinrichtungen oder Laboratorien)."
Zur Grundimmunisierung werden bei Personen ≥ 12 Jahren subkutan 2 Impfstoffdosen Imvanex (Modified Vaccinia Ankara, Bavarian-Nordic [MVA-BN]) im Mindestabstand von 28 Tagen verabreicht.
Bei immunkompetenten Personen, die in der Vergangenheit gegen Pocken (Variola major) geimpft worden sind, reicht eine 1-malige Impfung aus.
Immundefiziente Personen (z. B. HIV-Infizierte) sollen unabhängig von einer Pockenimpfung in der Vergangenheit eine 2-malige Impfung zum Schutz gegen Mpox erhalten.).